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Gemeinden ächzen unter Pflegekosten: Kommen bald wieder Mehrbettzimmer?

13. November 2017, 12:37 Uhr
Baustellenbesichtigung: Bezirkshauptfrau Mitterlehner, Bürgermeister Kumpfmüller und SHV-Referent Reiter. (fell) Bild: (fell)

ROHRBACH. Nach Abschaffung des Pflegeregresses fehlen in den Altenheimen zwei Millionen Euro.

Das Altenheim in Lembach befindet sich zur Zeit im Umbau. Wird es 2019 fertig, werden im Bezirk Rohrbach 540 Heimplätze zur Verfügung stehen – 40 mehr als aktuell. Dem gegenüber stehen 40 Personen, die auf einer Warteliste stehen. Eine Zahl, die seit der Abschaffung des Pflegeregresses exorbitant gestiegen ist: „Im Vorjahr hatten wir sogar kurzfristig zehn Betten frei. Mehr als zehn Personen hatten wir in der Vergangenheit auf den Wartelisten nicht stehen“, sagte Wilbirg Mitterlehner, Obfrau des Sozialhilfeverbandes (SHV) bei der Besichtigung der Baustelle in Lembach. Zwar liege man in Rohrbach im Bereich der mobilen Pflege im Spitzenfeld, bei den Heimplätzen aber eher im unteren Bereich der Schätzungen. „Wenn das so weitergeht, müssen wir auch wieder über Zweibettzimmer nachdenken“, sagte auch Herbert Kumpfmüller, Bürgermeister von Lembach und SHV-Urgestein: „Wir sind ja nicht unbedingt dafür, dass es den Pflegeregress geben muss – fair ist dieser nicht, aber man kann die Mehrkosten nicht einfach den Gemeinden umhängen“, sagte er. Man habe ohnehin nicht mehr viel Spielraum.

Selbstzahler fallen weg

Immerhin waren bisher an die 20 Prozent der Heimbewohner Selbstzahler – teilweise auch freiwillig. Unter dem Strich fehlen dem SHV in Zukunft zwei Millionen Euro jährlich. Zum Vergleich: Der Um- und Zubau in Lembach kostet rund 10,5 Millionen Euro. 13 Millionen Euro zahlen die Gemeinden des Bezirkes jetzt schon in den SHV ein.

Zweibettzimmer gibt es aktuell nur mehr in Lembach. Diese werden spätestens 2019 mit der Eröffnung des Zu- und Umbaues Geschichte sein – zumindest vorübergehend. Das älteste Heim im Bezirk Rohrbach ist dann Aigen – dieses gibt es seit fast 20 Jahren.

Hohe Pflegestufen

Übrigens werden auch die Heimbewohner im Bezirk immer pflegebedürftiger: „Wir haben momentan eine durchschnittliche Pflegestufe von 4,7“, sagt Gottfried Reiter von der Geschäftsstelle des SHV Rohrbach. Menschen bis zur Pflegestufe drei hätten momentan überhaupt keine Chance auf einen Heimplatz. Dafür ist man beim SHV ständig auf der Suche nach Pflegepersonal, zumal auch eine Pensionierungswelle ansteht.

Schönegg nach Urfahr

Übrigens: Schönegger Bürger müssen sich nach der Fusion mit Vorderweißenbach in Urfahr-Umgebung um einen Pflegeplatz umschauen.

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4  Kommentare
4  Kommentare
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europa04 (21.652 Kommentare)
am 14.11.2017 08:49

Hoffentlich kommen die verantwortlichen Politiker noch rechtzeitig darauf, dass die von der SPÖ geforderte Gegenfinanzierung über Erbschaftssteuer ab 1 Millon Erbe eine gerechte Lösung ist. Oder wollen diese Damen und Herren wieder Schlafsäle

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Fragender (19.972 Kommentare)
am 13.11.2017 19:52

Ja,ja.... das kommt davon, wenn man auf den Schmäh von der "sozialen Heimatpartei" und vom "neuen Stil" reinfällt: Schlafsäle für unserer Senioren.....

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europa04 (21.652 Kommentare)
am 14.11.2017 08:50

Manche werden vielleicht sagen, Schlafsäle hat es beim Bundesheer auch gegeben.

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( Kommentare)
am 13.11.2017 16:17

"Schönegger Bürger müssen sich um einen Pflegeplatz in UU umschauen."
Die Entscheidung von Schönegg, war wie der BREXIT für Großbritannien. - Einfach nicht ordentlich durchdacht aber populistisch für die Gemeinde -

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