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Ein Netzwerk für rasche Hilfe

ROHRBACH.  Ein Jubiläumsfest im Centro zeichnet am 10. November ein umfassendes Bild sozialer Arbeit im Bezirk Rohrbach.

Ein Netz der Nächstenhilfe spannen die Mitglieder der ARGE Soziale Dienste im Bezirk Rohrbach. Foto: privat Bild: Foto: privat

Familien mit beeinträchtigen Kindern, Menschen, die nach einem Jobverlust vor dem Nichts stehen oder alleinerziehende Mütter, die auf der Suche nach leistbarer Kinderbetreuung sind. Für all das gibt es im Bezirk Rohrbach Betreuungs- und Hilfseinrichtungen. Und es gibt die „ARGE Soziale Dienste“, die sich darum kümmert, dass diese Organisationen eng aufeinander abgestimmt sind. Drei Mal jährlich trifft sich diese ARGE,  um das von ihnen soziale Netz im Oberen Mühlviertel noch treffsicherer und effizienter zu gestalten. 

Seit 1987 gibt es die „ARGE Soziale Dienste“. Damals hatte es sich Peter Kumpfmüller zur Aufgabe gemacht, die Hilfseinrichtungen im Bezirk näher zusammen zu bringen. Heute, 30 Jahre später, umfasst dieses Netzwerk rund 40 Organisationen, die im Bezirk tätig sind: Vom Arcus Sozialnetzwerk über die Schuldnerhilfe Rohrbach bis zum Frauennetzwerk. Grund genug für ein Jubiläumsfest, das am 10. November im Centro Rohrbach stattfindet. „Mit dieser 30-Jahr-Feier wollen wir die soziale Arbeit im Bezirk Rohrbach vor den Vorhang holen“, sagt ARGE-Sprecherin Rita Schlagnitweit vom Sozhialhilfeverband des Bezirkes Rohrbach.

Gemeinsam mit ihrem Stellvertreter Heinrich Steinmayr vertritt Schlagnitweit die ARGE Soziale Dienste nach außen und kümmert sich um organisatorische Belange. Derzeit ist ein kleines Organisationsteam mit der Vorbereitung für die 30-Jahr-Feier beschäftigt. Schlagnitweit: „Die ARGE verfügt über kein eigenes Budget. Deshalb sind wir auf die Unterstützung von Sponsoren angewiesen.“

Doppelgleisigkeiten vermeiden

Eines der primären Ziele der ARGE Soziale Dienste war es von Beginn an, mit regelmäßigem Informationsaustausch die Zusammenarbeit im Sozialwesen zu vereinfachen und zu erleichtern. Hier tauschen sich die Mitglieder über neue Angebote aus, sprechen über besondere Herausforderungen oder Veränderungen von politischen Zuständigkeiten. Dieser ständige Kontakt vermeidet nicht nur Doppelgleisigkeiten sondern erleichtert auch die Nutzung von Synergien.

Alle zwei Jahre bringt die ARGE Soziale Dienste zudem ein 32 Seiten starkes Verzeichnis aller Sozialeinrichtungen im Bezirk Rohrbach heraus: „Wir versenden die Broschüre an alle Multiplikatoren: Ärztinnen und Ärzte, soziale Einrichtungen, Interessierte, Krankenhäuser – auch in Linz“, sagt Rita Schlagnitweit. Auf der Homepage des Sozialhilfeverbands Rohrbach (www.shrvro.at) steht eine aktuelle Online-Version des Verzeichnisses auch zum Download bereit.

Besondere Projekte

Immer wieder setzte die ARGE gemeinsame Projekte und Initiativen in die Tat um. So wurden etwa Petitionen herausgegeben, um besonders missliche Situationen oder Notlagen aufzuzeigen. Eine dieser Petitionen wurde im Jahr 2015 verfasst, als das Wohnbeihilfegesetz geändert wurde. Damit konnte tatsächlich eine Verbesserung für Betroffene angeregt werden.

Im Jahr 2000 wurden mit einer Installation auf dem Stadtplatz in Rohrbach-Berg Armutsfallen aufgezeigt – Armut durch Arbeitslosigkeit, Armut durch Suchterkrankung, Armut bei Zuwanderern oder Armut bei Alleinerziehenden. Mit der „Langen Nacht der Lebensgeschichten“ im Jahr 2003 wurden Klientinnen und Klienten mit ihren Biografien in den Mittelpunkt gerückt. „Sinn und Ziel war es, auf die Lebenssituationen und die Hintergründe hinzuweisen“, erzählt Rita Schlagnitweit. Die Lebensgeschichten der Klienten wurden auch in einem gemeinsamen Buch veröffentlicht.

30 Jahr Feier 

Mit der 30-Jahr-Feier soll ein umfassendes Bild von der sozialen Arbeit im Bezirk gezeigt werden. Für das Fest wird unter anderem an einem Lied über die ARGE Soziale Dienste gearbeitet, das hier erstmals vorgestellt werden soll. Den Abend werden auch viele Klientinnen und Klienten mit musikalischen Beiträgen, Theater oder Zauberei bereichern.

Freitag, 10. November 2017, Einlass ab 17.30 Uhr, Beginn 18 Uhr, im Centro Rohrbach, Freiwillige Spenden für soziale Projekte sind erbeten.

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Artikel 23. Oktober 2017 - 12:17 Uhr
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