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Mühlviertel

2019 bekommt Schlägl die Gartenschau

Von Thomas Fellhofer und Bernhard Leitner   02. Januar 2014 04:37 Uhr

Stift Schlägl und Bioschule als Mittelpunkt der Landesgartenschau.

SCHLÄGL/BAUMGARTENBERG. Land Oberösterreich fixierte die Termine für die nächsten Großveranstaltungen.

Nachdem man in Schlägl bei der Bewerbung um die Landesausstellung leer ausgegangen war, reichte man ein Projekt zu einer Landesgartenschau ein. Mit dieser Bewerbung waren die Schlägler erfolgreich. 2019 soll der Bio.Garten.Eden die Besucher in das obere Mühlviertel locken. Aus heutiger Sicht könnte es sogar sein, dass nicht Schlägl, sondern Aigen-Schlägl die Landesgartenschau austragen wird. In beiden Gemeinden diskutiert man ja über eine gemeinsame Zukunft.

Der Titel der Landesgartenschau trägt in sich schon den Hinweis auf die Kooperationspartner, nämlich die Bio-Landwirtschaftsschule Schlägl sowie das Prämonstratenser-Stift mit seinen Gebäuden, landwirtschaftlich und gärtnerisch genutzten Flächen sowie Teichen. Die jahrhundertealte wirtschaftliche und geistliche Tradition des Stiftes Schlägl trifft hier auf die hochaktuelle und spannende Entwicklung der biologischen Landwirtschaft. Diese wird in der Bioschule Schlägl nicht nur gelehrt, sondern auf hohem Niveau weiterentwickelt. Beide Bereiche ergänzen sich, erlauben aber auch eine spannende Blickweise auf das Spannungsfeld zwischen biologischer und konventioneller Wirtschaftsweise. Mit 2019 haben die Schlägler ihren Wunschtermin bekommen. "2018 feiert das Stift sein 800. Bestandsjubiläum. Die Feierlichkeiten werden aber bis ins Jahr 2019 rübergezogen. Insofern passt der Termin für uns sehr gut", sagt Schlägls Bürgermeister Josef Moser. 2017 wäre ohnehin knapp geworden: "Es sind natürlich noch viele Adaptierungen nötig. Das wäre sich bis 2017 nur schwer ausgegangen", sagt der Ortschef, der im Frühjahr sein Amt an Elisabeth Höfler übergibt.

Längere Wartezeit im Machland

Etwas länger gedulden müssen sich noch die Gastgeber der Landesausstellung in Baumgartenberg und Klam. Das Gemeinschaftsprojekt mit dem Arbeitstitel "Das Machland: Von Donau und Mensch gemacht. Wo Oberösterreich sein Wappen nahm" wird erst am Ende der kommenden Veranstaltungsperiode im Jahr 2028 umgesetzt. Diese Ausstellung wird sich inhaltlich hauptsächlich mit dem ritterlichen Leben im Mittelalter und der Rolle der Burgen und des Adels bei der territorialen Entwicklung unseres Bundeslandes auseinandersetzten. Auch hier hatte man auf einen früheren Termin gehofft. Angesichts der für 2018 in Enns angesetzten Landesausstellung rund um das Thema "Römerzeit" standen die Chancen dafür aber von Beginn an nicht besonders gut.

Die Entscheidung nehme man natürlich zur Kenntnis, heißt es dazu aus dem Bewerberkomitee im Machland. "Natürlich hätte uns ein früherer Termin gefreut, aber wir werden uns auch für das Jahr 2028 optimal vorbereiten", sagt Baumgartenbergs Bürgermeister Erwin Kastner (VP). Man könne im Machland durchaus auch mit längeren Wartezeiten gut umgehen, wie zuletzt auch der Hochwasserdamm gezeigt habe. Den Schwung, der in der Region rund um die Bewerbung entstanden ist, werde man über so einen langen Zeitraum nur schwer beibehalten können, aber die Kontakte, die sich zwischen den Gemeinden Arbing, Mitterkirchen, Baumgartenberg, Klam und Saxen ergeben haben, will man dennoch nutzen: "Da ist ein neues Gemeinschaftsgefühl entstanden, das wir auch für andere Projekte vom Donausteig bis zum Erlebnispark Landleben in Saxen nutzen können", gibt sich Kastner zuversichtlich. Er selbst – Kastner ist seit 1990 Bürgermeister – wird sich die Landesausstellung 2028 dann wohl aus der zweiten Reihe ansehen.

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