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Verunreinigtes Grundwasser lokales Problem

Von Reinhold Gruber, 12. Jänner 2023, 12:41 Uhr
Bürgermeisterin Sabine Naderer-Jelinek, Landesrat Stefan Kaineder und Daniela König, Leiterin der Abteilung Wasserwirtschaft des Landes, informierten. Bild: Werner Dedl

LINZ. Derzeit sieht es nicht danach aus, als würden die Verunreinigungen des Grundwassers mit den Industriechemikalien PFAS größere Kreise in Oberösterreich ziehen.

An 279 Messstellen im gesamten Land wurde nach Rückständen der Industriechemikalien PFAS gesucht. Gefunden wurde Spuren beim jüngsten Sondermessprogramm im vergangenen Jahr bei rund 45 Prozent davon. Aber nur an zwei Messstellen war die Belastung so hoch, dass empfohlen wurde, das Wasser nicht zu trinken und auch nicht zur Zubereitung von Lebensmitteln und Getränken zu verwenden. In Leonding und in Pasching sind, wie berichtet, insgesamt 90 Haushalte betroffen.

"Wir sind vorsichtig", sagt Kaineder und spricht damit darauf an, dass es noch keinen festen Grenzwert gibt, ab dem mit PFAS verunreinigtes Wasser eine Gesundheitsgefährdung für Menschen darstellen könnte. "Solange es diesen Grenzwert nicht gibt, fehlt eine gesetzliche Handhabe." Man appelliere an die Eigenverantwortung, das Wasser testen zu lassen. Der Laborbus des Landes steht dafür kostenlos zur Verfügung.

Wasserleitung statt Hausbrunnen

In Leonding, wo einen Tag vor Weihnachten die Information über die verunreinigten Hausbrunnen ins Rathaus flatterte, von denen rund 460 Personen betroffen sind, hat man sofort gehandelt, entsprechende Maßnahmen gesetzt, um die Menschen mit Trinkwasser zu versorgen. "Wer auf Nummer sicher gehen will, kann den Laborbus des Landes kostenlos nutzen, um das Wasser aus dem Hausbrunnen testen zu lassen", sagt Bürgermeisterin Sabine Naderer-Jelinek. Sie plant in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Pasching eine Informationsveranstaltung im Stadtsaal Leonding, die spätestens Anfang Februar stattfinden soll.

Unabhängig davon geht Naderer-Jelinek nicht davon aus, dass sich das Grundwasserproblem so schnell bereinigen lassen wird. Die Lösung wäre eine städtische Wasserleitung für die betroffenen Gebiete in den Stadtteilen Jetzing, Staudach und Felling, die allerdings rund eine Million Euro für 2,7 Kilometer kosten würde. Voraussetzung dafür sei ein Beschluss des Gemeinderates notwendig.  Für die 80 Brunnenanlagen würde es dann eine Anschlusspflicht geben. Darüber sind schon jetzt nicht alle erfreut.

Daniela König, Leiterin der Abteilung Wasserwirtschaft, geht davon aus, dass die anstehende EU-Trinkwasserrichtlinie bis spätestens nächstes Jahr einen Grenzwert für PFAS festlegt. Dennoch bleibt auch dann noch offen, welche Auswirkungen die Stoffe auf den Menschen haben, weil es dafür eben keine Erfahrungswerte gibt. PFAS kommt in vielen Lebensbereichen vor, finden sich in wasserdichten Beschichtungen für Outdoor-Kleider ebenso wie in Backpapier, in Skiwachsen oder in Kosmetika wie Wimperntusche. 

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Autor
Reinhold Gruber
Lokalredakteur Linz
Reinhold Gruber
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