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Linz

"Das ist meine Art der Kunst"

21. Mai 2022 02:30 Uhr

"Das ist meine Art der Kunst"
Kunstuni-Rektorin Brigitte Hütter (v.l.), Bürgermeister Klaus Luger, Kulturstadträtin Doris Lang-Mayerhofer und Künstler Martin Whatson vor seinem Werk.

Graffiti-Künstler Martin Whatson gestaltete eine Wand in den Linzer Promenaden Galerien und zeigt in einer Ausstellung Fotos seiner Werke.

Die OÖN-Promenaden-Galerien sind um eine Attraktion reicher: Der norwegische Graffiti-Künstler Martin Whatson hat eine Wand in dem Büro-, Wohn- und Geschäftszentrum im Herzen von Linz gestaltet. Wer von der Promenade in Richtung Einkaufszentrum geht, wird auf der rechten Seite schnell die bunte Stiegenhauswand hinter einer Glastür bemerken. In der farbenfrohen Ansammlung aus Schriften, Zeichen und Piktogrammen findet sich auch ein schwarz-weiß-grauer Skifahrer. "Eine kleine Figur in einer riesigen, bunten Umgebung", sagt der 37-Jährige. Er liebt es, den Betrachter mit kleinen Details zu überraschen.

"Beim Sprayen bin ich frei"

In den Promenaden Galerien selbst sind Dokumentationen seiner Werke aus aller Welt zu sehen. Eingeladen hat den Künstler Paolo Cuturi, Geschäftsführer der Wimmer Immobilien, der bereits mehrere Fassadenwände von Graffiti-Künstlern gestalten ließ. "Diese Kunstwerke sind eine Aufwertung unseres Hauses", sagte er bei der gestrigen Eröffnung. Mit dabei waren neben Sponsoren und Förderern auch Bürgermeister Klaus Luger, Kultur-Stadträtin Doris Lang-Mayerhofer, Kunstuni-Rektorin Brigitte Hütter sowie Manfred Grubauer und Georg Steiner vom Linz-Tourismus.

Das Markenzeichen des Norwegers – der eigentlich ein Grafikstudium abschloss und nur deshalb zur Kunst wechselte, weil er keinen Job bekam – ist die Kombination seiner bunten Graffiti-Welten mit Figuren in Schwarz-Weiß, die aus dem Übersprayen mehrerer Schablonen entstehen. Damit verbindet er Streetart und Graffiti-Kunst, zwei Richtungen, die eigentlich in Konkurrenz zueinander stehen. Er liebt beides: "Schablonenkunst ist sehr strukturiert, beim Graffitisprayen bin ich frei. Das ist meine Art der Kunst."

Dass das nicht jedem gefällt, kann der Künstler, dessen Werke u.a. in Berlin, Japan, Italien und den USA zu sehen sind oder waren, verstehen: "Graffiti sind öffentlich. Jeder Passant sieht sie, egal, ob er will oder nicht. Da muss ich es als Künstler aushalten, dass nicht jeder davon begeistert ist." (hes)

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