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Linz

Neue Fußballfelder in Pasching: Protest gegen Pläne des LASK

Von Herbert Schorn und Reinhold Gruber   17. Dezember 2018 12:14 Uhr

LASK plant neue Fußballplätze beim Waldstadion: Anrainer protestieren
Dieses Waldstück soll für die Trainingsplätze gerodet werden.

PASCHING. Zwei zusätzliche Trainingsplätze will der LASK beim Waldstadion in Pasching errichten. Jetzt regt sich Widerstand: Eine Initiative sammelt Unterschriften gegen die Pläne.

Derzeit gibt es in der Nähe des Stadions bereits drei Nebenfelder. Nun sollen zwei weitere hinzukommen, bestätigt Paschings Bürgermeister Peter Mair (SP): „Im November hat der Gemeinderat beschlossen, das Umwidmungsverfahren zu starten.“ Die Gemeinde ist auch deshalb dafür, weil dort in Zukunft der neu gegründete Paschinger Fußballverein „Pasching SV16“ trainieren soll. „Der Verein ist seit August aktiv und braucht Kapazitäten.“

Ein Vorhaben, das die von Anrainern vor einer Woche gegründete „Überparteiliche Initiative für den Erhalt der Waldfläche“ gar nicht goutieren. Sie wollen den Wald, der für die Trainingsplätze geopfert werden soll, erhalten. „Der an das Wohngebiet angrenzende Wald hat viele wichtige Funktionen wie etwa den Schutz von Trinkwasser“, sagt Initiativen-Sprecherin Ruth Kropshofer.

Zudem hätten die Anrainer der Wohnsiedlung Wagram durch die zwei weiteren Trainingsplätze mit einer Verschlechterung der Lebensqualität (Flutlicht, Lärm, Verkehr) zu rechnen. Daher sammelt die Initiative nun Unterschriften, um zu erreichen, dass die Erhaltung des Waldes im Gemeinderat von Pasching behandelt werden muss. 

Den Einwänden der Gegner kann Bürgermeister Mair  indes wenig abgewinnen: „Im Bereich des Waldstadions gibt es noch genug Wald.“ Außerdem werde ein Lärmschutzwall errichtet, ein ca. 40 Meter breites Waldstück soll bestehen bleiben. Das Flutlicht dürfe nur zu Trainingszwecken eingeschaltet werden, ein eigene Lärmschutzgutachten werde erstellt, so der Bürgermeister: „Außerdem würden jene Flächen, die gerodet werden, an anderer Stelle im Bezirk wieder aufgeforstet.“

Verärgert zeigt sich Peter Öfferlbauer, Sprecher des FC Juniors OÖ, über die Protestaktion: Die in Umlauf gebrachte Skizze zeige eine „abenteuerliche Vergrößerung“ der Rodungsfläche. „Sie suggeriert, dass der gesamte Wald bis zur Wohnsiedlung gerodet werden müsse, was einfach nicht der Realität entspricht."

 

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