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Lawinenabgang in Gosau: "Da ist mir ganz anders geworden"

Von Gabriel Egger, 03. Februar 2023, 14:52 Uhr
Die Bergretter suchten drei Stunden lang nach Verschütteten. Bild: BRD Oberösterreich

GOSAU. Auf der Zwieselalm in Gosau ist Freitagvormittag eine Lawine unterhalb der Bergstation abgegangen. Ein Snowboarder aus Schörfling am Attersee erlitt eine Oberschenkelfraktur. Die Bergrettung suchte stundenlang nach Verschütteten.

Die Einfahrt war 45 Grad steil, die Lawinengefahr groß. Aber der Neuschnee, der sich wie ein dicker Teppich über den Hang gelegt hatte, zu verlockend. Die erste Abfahrt im freien Gelände auf der Zwieselalm in Gosau verlief ohne Zwischenfälle. Beim zweiten Mal ging alles schief.

In Tirol ist am Freitag ein Wintersportler ums Leben gekommen: 

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Ein 42-jähriger Snowboarder aus Schörfling am Attersee war der erste, der in den Hang unterhalb der Bergstation des Panorama-Jets einfuhr. Nach wenigen Schwüngen verlor er den Boden unter den Füßen. Ein rund 100 Meter breites und 200 Meter langes Schneebrett hatte sich gelöst und riss den Wintersportler 180 Meter talwärts. Nur noch eine Hand und ein Teil des Snowboards ragten aus dem Schnee. Die Frau des 42-Jährigen konnte sich gerade noch an der Abrisskante halten.

Zwei Freunde aus Attnang-Puchheim beobachteten den Unfall und begannen sofort mit der Suche nach dem Verschütteten. Weil auch andere Variantenfahrer den Unfall von der Gondel aus gesehen hatten und alle über die nötige Ausrüstung verfügten, konnte der 42-Jährige rasch aus den Schneemassen befreit werden. Der Wintersportler wurde mit einer Oberschenkelfraktur mit dem Hubschrauber zum Krankenhaus nach Schwarzach am Pongau gebracht. Die Bergrettung sicherte die Frau des 42-Jährigen und brachte sie zurück auf die Piste. 

Für die Bergrettungen im Salzkammergut wurde Gebietsalarm ausgelöst. Weil nicht ausgeschlossen werden konnte, dass weitere Menschen verschüttet worden waren, suchten 84 Bergretter samt Hunden mehr als drei Stunden lang den Lawinenkegel ab. Um 13.30 Uhr konnte Entwarnung gegeben werden.

„Als ich den Anriss der Lawine sah, ist mir ganz anders geworden. Ich hab’ mich auf das Schlimmste eingestellt“, sagt Christian Egger, Einsatzleiter der Bergrettung Gosau. Glück im Unglück sei es schließlich gewesen. „Der Hang ist felsdurchsetzt, da sind Bäume und Sträucher. Der Hang war vom Wind richtig eingeweht“, sagt Egger.
Auch nach dem Unfall seien noch Wintersportler in den betroffenen Hang eingefahren. „Die Situation ist gerade wirklich heikel und schwer einzuschätzen“, sagt Egger. Die Lawinengefahr bleibt nicht nur im Dachstein-Gebiet in den kommenden Tagen groß.

 

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Autor
Gabriel Egger
Redakteur Oberösterreich
Gabriel Egger
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20  Kommentare
20  Kommentare
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aufgehts (91 Kommentare)
am 04.02.2023 15:48

Bitte um Transparenz wer das bezahlt.. trotz Lawinenwarnstufe in diesen Hang zu fahren=Vorsatz=bezahlen der gesamten Kosten.. wie bei jeden anderen Delikt auch..

Ich würde mir auch wünschen da die Pllizeikoste bei FuSsballspieln von den Verursachern außnahmslos beglichen werden.. nicht von Steuerzahler…

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mynachrichten1 (15.430 Kommentare)
am 04.02.2023 20:38

üblicherweise steigen ja Versicherungen bei grober Fahrlässigkeit aus. man braucht nur das Fenster gekippt lassen, im Erdgeschoß ohne Gitter, oder das Wasser nicht abgedreht wenn man auf Reisen ist. beim Wasser wird von Einsatzkräften angeblich in Wien sofort geschaut, ob das Wasserzulaufventil offen gewesen ist. Komisch ist es, dass bei dieser Lawinengefahr angesagt wird, dass man außerhalb der Pisten nicht fahren soll, keine grobe Fahrlässigkeit vorliegt. wahrscheinlich aber nur eine Frage der Zeit, aber auch sehr schwer die richtigen Grenzen zu ziehen. deshalb wird dann überall unglaublich herumgestritten, wenn eine Rechtschutz vorliegt. das ist wieder die Schattenseite und es gibt viele Fälle, wo nur weil die Versicherungswirtschaft nicht dazu gebracht werden kann, gewisse das Leben zu vereinfachende Dinge, wie etwa immer Wasser auf und zu drehen, das Leben unnötig kompliziert wird. Und ja, die Zeitung sollte nachrecherchieren bei Versicherungen. Es gilt die UV.

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allesistmOOEglich (5.632 Kommentare)
am 04.02.2023 14:21

In den Hang fährt doch niemand mit Hirn hinein, jetzt.

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Pegasus14 (676 Kommentare)
am 04.02.2023 14:02

Wieso, müssen die Rettungsdienste ausrücken, wenn die Piste wegen Lawinengefahr gesperrt ist ???

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transalp (10.084 Kommentare)
am 04.02.2023 11:23

WENN ich an solche Snowboarder denke bekomme ich Lust, denen einen ordentlichen Tritt in deren Hintern zu geben!
Denn:
Wie kommen immer die Bergretter zu dieser "Ehre", sich wegen diesen Typen selber in Gefahr begeben zu müssen, um diese Leute zu suchen?
Sowas von
Unverantwortlich und
Egoistisch!
Pfui!
😡👎😡👎
Die Lawinenstufe ist seit Tagen bekannt,
Unübersehbar!
Ausreden gelten also nicht.
Solche Typen sollten daher ordentlich für solche Einsätze zur Kasse gebeten werden...!!!

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JohannWillnauer (10 Kommentare)
am 04.02.2023 08:01

Einsatzkosten ersetzen,Nachschulung bei Bergrettung+20 Arbeitsstunden für die Bergrettung,+ Geldstrafe die auch richtig schmerzhaft ist. Dummheit muß bestraft werden!

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transalp (10.084 Kommentare)
am 04.02.2023 11:27

Mein Beitrag gelöscht? Nur weil ich meine Meinung kundgetan habe, was ich von solchen Typen halte und denen am liebsten eine.... geben würde?
Und wegen diesen sich stets die Bergrettung in Gefahr begeben muss, um solche... zu suchen?
Ich bin überzeugt, viele denken da so wie ich...

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Waizenkirchen2 (332 Kommentare)
am 03.02.2023 16:14

Null Verantwortungsbewusstsein Hauptsache Spaß.Unglaublich.
Mir wird auch "ganz anders"wenn ich sowas lese.
Wenn ich schreibe was ich denke werde ich sich gelöscht.

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transalp (10.084 Kommentare)
am 03.02.2023 17:59

Schreibens ruhig was Sie denken.
Ich mache es auch!

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messergabelscherelichtenberg (457 Kommentare)
am 03.02.2023 16:08

Zu viele Red Bull - Videos angesehen.

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flicflac70 (27 Kommentare)
am 03.02.2023 15:57

Typische österreichische Vollkasko-Mentalität - mir passiert ja eh nix weil

1. es geht alles gut
2. sonst bin ich eh beim ÖSV, Alpenverein, ÖAMTC oder sonst wo für wenig Geld versichert (Bergungskosten)
3. Krankenhaus, OP, Reha, Heilbehelfe - minimale Kosten, weil den Großteil die Krankenversicherung zahlt
4. der Arbeitgeber darf natürlich den Krankenstand bezahlen (und die Überstunden, zusätzlichen Personen, die die liegengebliebene Arbeit dann machen natürlich auch!)
5. die freiwilligen Einsatzkräfte fehlen ja auch irgendwo - bei den Familien, in der Arbeit, etc….

Herr lass es Hirn regnen (schneien!)

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sg17 (21 Kommentare)
am 03.02.2023 14:46

Bei so angespannten Schneeverhältnissen(Lawinenwarnstufe4!!)den gesicherten Schiraum zu verlassen ist für mich grob fahrlässig! Die Einsatzkosten sollte dieser „lustigen“ Schigruppe verrechnet werden.
Leider ist gegen Dummheit kein Kraut gewachsen

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rmach (15.020 Kommentare)
am 03.02.2023 15:39

Angeblich ist man bei den alpinen Vereinen versichert. Ob das auch in einem solchen Fall gewährleistet ist?
Wäre interessant, was dazu die Rechtsmeinung ist.

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meisteral (11.698 Kommentare)
am 03.02.2023 16:32

Ich denke, die Versicherung wird wie im Falle eines Haftpflichtschadens unter Alkohol zahlen und anschließend regressieren.

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rmach (15.020 Kommentare)
am 03.02.2023 13:29

Lt. ORF ist die Lawine oberhalb der Bergstation abgegangen, in den OÖN unterhalb. Bin gespannt, wo sie wirklich abgegangen ist.

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innuoon (640 Kommentare)
am 03.02.2023 14:10

oberhalb der Bergstation ist dort nicht möglich zwinkern

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rmach (15.020 Kommentare)
am 03.02.2023 15:32

Danke, für die Info!

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tulipa (3.252 Kommentare)
am 03.02.2023 12:41

Wieso fährt man an so einem Tag in den freien Skiraum? Nach all dem feuchten, schweren Schnee?

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rmach (15.020 Kommentare)
am 03.02.2023 13:56

Die Erklärung dafür, lieferte bereits Einstein.

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il-capone (10.359 Kommentare)
am 03.02.2023 12:11

Jede unnötige Sucht hat ihre Opfer.
Und es werden Abermillionen damit verdient.
Bonus-malus gibt's da keines ...

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