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Viel Zusammenhalt bei der SVR nach verpasstem Aufstieg

Von Thomas Streif, 03. Juni 2019, 00:04 Uhr
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Bildergalerie Katerstimmung in Ried, Jubel bei Wattens
Bild: GEPA pictures/ Florian Ertl

RIED. Bitter: Auch im zweiten Anlauf schaffte die SV Ried den Aufstieg in die Bundesliga nicht.

Es waren emotionale und bewegende Szenen, die sich nach dem Schlusspfiff am Samstagabend in der Josko-Arena abspielten. Ganz anders als nach dem letzten Spiel in den beiden vergangenen Saisonen wurden die Spieler und Trainer Gerald Baumgartner von den Fans im Stadion lautstark gefeiert. "Wir sind stolz auf unser Ried. SV Ried allez, wir werden immer zu euch stehen", hallte es lautstark durch die Fußballarena.

Die Spieler, das Trainerteam und Mitarbeiter des Vereins bildeten auf dem Platz einen Kreis und zeigten damit Zusammenhalt. In den 90 Minuten zuvor boten die Rieder gegen den FC Juniors OÖ eine starke Leistung und siegten durch Tore von Ante Bajic, Julian Wießmeier und Darijo Pecirep völlig verdient mit 3:1 – der Sieg hätte weit höher ausfallen können. Zum Aufstieg reichte der Heimsieg aber nicht, da auch Wattens gewann.

Die Spieler rollten ein Transparent mit der Aufschrift "Wir sagen Danke" aus. Die Fans standen im Frühjahr in jedem Spiel voll hinter ihrer Mannschaft. Unter Baumgartner, der im Winter verpflichtet wurde, blieben die "Wikinger" in der gesamten Frühjahrssaison ungeschlagen. Zehn Siege und fünf Unentschieden reichten aber nicht, zu stark agierte Wattens im Saisonfinish. Auch gestern ließen die Tiroler beim 3:1 in Horn nichts anbrennen. Nur kurz – nach dem Anschlusstreffer von Horn zum 1:2 – keimte bei den Riedern Hoffnung auf.

"Es ist bitter, aber es hilft nichts", sagte Marco Grüll kurz nach dem Spiel. Der 20-Jährige, der erst im Winter von St. Johann im Pongau zur SV Ried wechselte, erzielte im Frühjahr sechs Treffer und bereitete neun Tore vor. "Ich gehe davon aus, dass ich in Ried bleibe, ich fühle mich hier sehr wohl", sagte Grüll im OÖN-Gespräch.

Tränen bei Lukas Grgic

Emotional zeigte sich Lukas Grgic nach dem Match: "Die eine oder andere Träne habe ich jetzt schon vergossen. Dass wir es wieder nicht geschafft haben, tut richtig weh. Wie die Fans hinter uns stehen, ist ein Wahnsinn, dafür muss man danken. Ich hatte Gänsehaut, der Verein, die Region und die Zuschauer hätten sich diesen Aufstieg so verdient. Leider haben wir es verbockt, vor allem in der Hinrunde. Aber nach diesem Frühjahr können wir sicher erhobenen Hauptes den Platz verlassen. Leider war halt ein Unentschieden zu viel dabei", sage Grgic, der seinen Blick aber schon wieder nach vorne richtet. "Jetzt müssen wir wieder angreifen und mit aller Frische in der neuen Saison attackieren, Ried gehört in die Bundesliga und der Verein kann das schaffen."

"Es war ein sehr emotionaler Abend, der uns aber auch zusammenschweißt. Wir werden weiterarbeiten und unserem großen Ziel erneut alles unterordnen", sagte SVR-Vorstandsmitglied Maximilian Schmidt.

Kapitän Thomas Reifeltshammer formulierte es so: "Wir werden jetzt kurz traurig sein, dann aber wieder aufstehen und es wieder probieren."

Auf die Vereinsverantwortlichen der SV Ried wartet in den kommenden Wochen viel Arbeit. Ziel wird sein, auch in der dritten Saison eine Mannschaft zu stellen, die um den Aufstieg in die Bundesliga mitspielen kann. Ob es im Vorstand zu Veränderungen kommen wird, ist noch offen. Eine Vorstandssitzung soll laut OÖN-Informationen heute, Montag, stattfinden. Die Jahreshauptversammlung ist am Donnerstag, 6. Juni.

Einen umfassenden Themen-Schwerpunkt über die aktuelle Situation bei der SV Guntamatic Ried lesen Sie am kommenden Donnerstag in der Rieder Volkszeitung und Braunauer Warte.

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Autor
Thomas Streif
Redaktion Innviertel
Thomas Streif

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