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Rieds Stadtchef Zwielehner: "Wir sind sehr überrascht über diese Aussagen"

Von Thomas Streif, 14. November 2023, 05:41 Uhr
Rieds Stadtchef Zwielehner: "Wir sind sehr überrascht über diese Aussagen"
ÖVP-Bürgermeister Bernhard Zwielehner (Mitte) mit seinen Stellvertretern Thomas Dim (FPÖ, links) und Peter Stummer (SPÖ): "In Ried geht es nur miteinander", sagt Zwielehner. Bild: Streif

RIED. Nach Interview von Grünen-Stadtrat Oberwagner geht Bürgermeister in die Offensive

Einigen Staub hat das gestern in den Innviertler Nachrichten erschienene Interview von Grünen-Stadtrat Lukas Oberwagner aufgewirbelt. ÖVP, SPÖ und FPÖ bezeichnete er als "Einheitspartei", die "Ankündigungspolitik" betreibe. "Wir sind sehr überrascht über diese Aussagen", sagt Rieds Bürgermeister Bernhard Zwielehner stellvertretend für die Vizestadtchefs Peter Stummer (SPÖ) und Thomas Dim (FPÖ).

OÖN: Wie haben Sie die Aussagen von Oberwagner im OÖN-Interview aufgefasst?

Wir waren überrascht. Jeder, selbstverständlich auch Herr Oberwagner, sind eingeladen, sich an der aktiven Politik, also der Gestaltung unserer Stadt, zu beteiligen. Ich bin mir nicht sicher, ob Oberwagner weiß, welche Projekte in Ried gerade umgesetzt werden. Die Gründe für seine angriffigen Aussagen kenne ich nicht. Ich will ihm auch keinen bösen Willen unterstellen. 

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Es gehe der ÖVP/SPÖ/FPÖ darum, die stadteigene Energie Ried als "Melkkuh" zu missbrauchen, sagte Oberwagner. Was sagen Sie dazu?

Wenn man sich nicht auskennt, sollte man vielleicht etwas vorsichtiger mit solchen Aussagen sein. Uns ist es gelungen, die Energie Ried GmbH auf neue Beine zu stellen. Wir sind überzeugt davon, dass der eingeschlagene Weg für das Unternehmen der beste ist.

Welche Projekte werden in Ried aktuell umgesetzt?

Es läuft die mit Abstand größte Photovoltaik-Offensive in der Geschichte der Stadt. Größere Anlagen werden beim Freizeitbad, Bauhof, Raimund-Kindergarten, der Stifterschule und der Musikschule montiert. Die Ökologisierung der Rieder Bäche, ein 1,6-Millionen-Euro-Projekt, ist in vollem Gange. Als Stadt Ried liegt uns die Umwelt sehr am Herzen. Ein weiteres Beispiel ist, dass wir vor kurzem an der Schärdinger Straße einen 30.000-Liter-Öltank entfernen haben lassen. Die Fläche soll jetzt zu einem Minipark umgestaltet werden, zudem wird die Bushaltestelle neu gestaltet. Am 23. November wird erstmals unsere neue Weihnachtsbeleuchtung mit LED-Lampen bei der großen Einschaltfeier die Stadt beleuchten. Lukas Oberwagner, immerhin Umweltstadtrat, kann sich bei all diesen Themen sehr gerne beteiligen und einbringen.

Wie sieht es mit dem Neubau des Bahnhofs aus?

Aktueller Stand ist, dass 2026 mit dem umfangreichen Neubau begonnen wird. Wir freuen uns, dass dieses für die Stadt Ried so wichtige Projekt umgesetzt wird.

Zu hören ist, dass es beim neuen Bahnhof keinen Fahrdienstleiter und keine Personenkasse mehr geben soll. Daran gibt es Kritik. Wie sehen Sie das?

Die Technik entwickelt sich weiter. Es war klar, dass es das in Ried nicht mehr geben wird. Bis dorthin ist noch etwas Zeit. Generell liegt der Betrieb des Bahnhofs aber einzig und allein in den Händen der ÖBB.

Gibt es Neuigkeiten zur seit Jahren diskutierten und geplanten Umfahrung Spange 3?

Nichts Wesentliches. Es gibt einen aufrechten Beschluss der Landesregierung OÖ für die Umsetzung. Mehr kann ich aktuell nicht dazu sagen.

Wann wird die provisorische Eislauffläche in der Messehalle 12 geöffnet und ist diese Lösung auch für einen längeren Zeitraum vorstellbar?

Wir freuen uns jetzt einmal, dass die Halle Anfang Dezember öffnen wird. Nach den Semesterferien wird die Halle nach dem 25. Februar 2024 wieder geschlossen. Dann wird man diese provisorische Lösung einmal genau evaluieren und die Schlüsse für die kommenden Jahre daraus ziehen.

Wie weit ist man mit dem wiederholt angekündigten Mobilitätskonzept?

Erste Ergebnisse wurden in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates präsentiert. Lukas Oberwagner fehlte übrigens. Ein erster Schritt wird sein, dass wir die Verkehrsführung in der Froschaugasse drehen. Die Verkehrsplaner arbeiten Schritt für Schritt an einem durchgängigen Konzept. Die Abschlusspräsentation des aufwendigen Beteiligungsprozesses wird im ersten oder zweiten Quartal stattfinden. Schnellschüsse machen wir sicher nicht, schließlich soll das Konzept eines für mehrere Jahrzehnte sein. Die Innenstadt soll ein Wohlfühlplatz für alle Rieder und Gäste werden.

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Autor
Thomas Streif
Redaktion Innviertel
Thomas Streif
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6  Kommentare
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Muenchner1972 (765 Kommentare)
am 15.11.2023 11:59

Wir hoffen sehr, das der Neue Bahnhof von Ried genauso modern und zeitgemäß wird, wie der Busbahnhof daneben. Solch einen modernen Busbahnhof sucht man in ganz Bayern vergeblich. Überzeugen kann man sich von dieser Aussage sehr leicht in der Partnerstadt von Ried, nämlich in Landshut am Bahnhof. Wir würden uns auch freuen, wenn endlich der Name des zweiten Bahnhofes in Ried von "Bad Ried" in "Messe Ried" umgeändert wird. Und das so schnell wie möglich der Cityjet der ÖBB in Ried dank der Oberleitung halten darf. Die jetzige Zuggarnitur ist einer Umgebung von Firmen mit Weltruf nicht mehr zu zumuten!

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misterx (1.665 Kommentare)
am 15.11.2023 17:54

Für dich bräuchte es eher einen Anschluss an die TransSib zwinkern

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docholliday (8.352 Kommentare)
am 15.11.2023 07:02

Die Innenstadt soll ein Wohlfühlplatz für alle Rieder und Gäste werden?

Ich kann mir nicht vorstellen, dass nur ein einziges Auto aus dieser Stadt verbannt werden wird.
Ried ist und bleibt eine Autostadt.
Oberwagner hat in diesem Punkt recht, wenn er behauptet, dass das Thema Fuzo immer wieder, und zwar mit Absicht der Rieder Kaufmannschaft, zum Ermüden gebracht wird.

Jahrzehnte lang wird mittlerweile über eine Fuzo diskutiert.
Aber in Ried herrscht der Tenor: Wer die Innenstadt nicht mit dem Auto erreicht, kauft nichts. Und so ist Ried geworden, was es ist: Ausgestorben, voller Leerstände, kahl, unlebendig und uneinladend.
Man merkt noch an bestimmten Ecken, dass es einmal attraktiv war, nach Ried zu kommen. Aber nun wird das von den bröckelnden Fassaden zunichte gemacht.

Die Weberzeile hat sich damals angeboten, Synergien zu schaffen.
2 Stunden gratis parken in der Weberzeile und zu Fuß nur ein paar Meter in die Innenstadt. Aber sie wurde als abzulehnende Konkurrenz hingestellt.

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Muenchner1972 (765 Kommentare)
am 15.11.2023 11:32

An den hohen Immobilienpreisen und den Leerstand sind eindeutig die Hausbesitzer und die Immobilienanbieter (AREV und INS GmbH) Schuld und nicht die Stadtregierung unter dem Vorsitz des Bürgermeister Zwielehner, der uns persönlich und vielen anderen auch, zu langweilig und schwerfällig wirkt. Wir kaufen in Ried nur zu Fuss ein und lieben diese Kleinstadt sehr. Allerdings muss sich bei der Belegung von Geschäftslokalen etwas ändern, allerdings ist da die Örtliche FPÖ Garde zu schwach dafür aufgestellt und wahrscheinlich zu wenig vernetzt.

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achso (53 Kommentare)
am 14.11.2023 07:42

An welchen Themen, die für die Stadt Ried und deren Bewohnern wichtig sind, arbeitet Lukas Oberwagner, welche Ideen hat er? Aus den Medienberichten der letzten 8 Jahre ist dazu nichts zu entnehmen. Ein Stadtrat bekommt in Ried eine Aufwandsentschädigung von ca. € 2.000,-- monatlich. Wenn er nichts arbeitet soll er seine Aufwandsentschädigung einen karitativen Zweck spenden. Ohne Aufwand keine Entschädigung!

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kpader (11.506 Kommentare)
am 14.11.2023 06:47

Peinlich Herr Oberwagner, finden sie nicht auch?

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