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Ermittlungen rund um rechtes Konzert bei der Germania Ried eingestellt

RIED. Auftritt von rechtem Liedermacher wurde vom Verfassungsschutz untersucht.

Ermittlungen rund um rechtes Konzert bei der Germania Ried eingestellt

Konzert in Ried hat kein rechtliches Nachspiel mehr. Bild: Erwin Wodicka - wodicka@aon.at

Aufregung gab es im Sommer 2018 nach Bekanntwerden eines Konzerts eines rechten Liedermachers bei der Germania Ried im Mai 2017.

Der aus dem Innviertel stammende ehemalige Nationalratsabgeordnete Karl Öllinger brachte nach Bekanntwerden des Konzerts und des Ausflugs eine Sachverhaltsdarstellung bei der Staatsanwaltschaft ein. Das Landesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung wurde mit den Ermittlungen beauftragt, die jetzt eingestellt wurden.

"Ein Tatverdacht konnte nicht untermauert werden. Das Verfahren wurde eingestellt", sagt Alois Ebner, Sprecher der Staatsanwaltschaft auf OÖN-Anfrage. Wie berichtet, hat im Mai 2017 der deutsche, in rechten Kreisen durchaus bekannte Liedermacher "Fylgien" bei der Germania Ried ein Konzert gegeben.

Publik wurde der Auftritt durch einen Facebook-Eintrag von "Netzradio Germania", in dem der Germania Ried gedankt wurde, auch für die interessanten "Führungen" durch Braunau und Ried. Auf einem der Bilder, die bei diesem Facebook-Posting dabei waren, war ein Mann vor dem Hitlergeburtshaus in Braunau zu sehen, der Facebook-Beitrag wurde mittlerweile gelöscht.

Es seien zwei Zeugen befragt worden, so Ebner. Außer Zweifel steht, dass der Liedermacher, der sich "Fylgien" nennt, auf Einladung der Germania nach Ried kam.

Laut OÖN-Informationen sollen zwischen 20 und 25 Personen anwesend gewesen sein. "Die Zeugen sagten bei der Befragung aus, dass in keinster Weise strafrechtlich relevante Lieder gesungen wurden. Ansonsten hätten sie den Liederabend abgebrochen", sagt Ebner auf Anfrage der OÖN.

Von einer Führung in Braunau hätte man bei der Germania Ried nichts gewusst. Ebenfalls sei den Organisatoren nicht bekannt gewesen, dass ein Moderator des Internet-Portals "Netzradio Germania" vor Ort gewesen sein soll.

Auf den Liedermacher seien die Organisatoren nach einer Internet-Recherche gestoßen. Davon, dass es sich dabei um einen rechten Liedermacher handelt, habe man nichts gewusst, erst nach der medialen Berichterstattung sei man darauf aufmerksam geworden.

Wie genau von den Veranstaltern tatsächlich recherchiert wurde, darf zumindest hinterfragt werden, denn gibt man bei Google den Namen "Fylgien" ein, kann man als ersten Wikipedia-Eintrag lesen, dass es sich dabei um einen deutschen, rechten Liedermacher handelt.

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Artikel Thomas Streif 08. Januar 2019 - 02:15 Uhr
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