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Renner-Preisträger 2013 hält an „Haus der Verantwortung“ fest

Von ho, 18. Oktober 2013, 00:04 Uhr
Renner-Preisträger 2013 hält an „Haus der Verantwortung“ fest
Das Mahnmal vor dem Hitler-Haus. Bild: vowe

BRAUNAU. „Ich bin sofort wieder bereit, Verantwortung zu übernehmen“, sagt Andreas Maislinger, der ehemalige wissenschaftliche Leiter der Braunauer Zeitgeschichte-Tage, der am 11. Dezember in Wien den Karl-Renner-Preis erhalten wird.

Der Innsbrucker Politologe geht davon aus, dass die Braunauer Bevölkerung hinter ihm und auch seinem langjährigen Plan steht, aus dem Hitler-Haus ein „Haus der Verantwortung“ zu machen. „Wenn mir der Hitler-Arbeitskreis die Möglichkeit geben würde, meine Ideen vorzustellen, kann ich mir nur schwer vorstellen, dass der Gemeinderat nicht geschlossen dafür stimmen würde. Der Gewinn für Braunau ist zu offensichtlich, und Nachteile kann ich weit und breit keine sehen.“

Bislang deutet allerdings nichts in die von Maislinger bevorzugte Richtung. Die Überlegungen der in Braunau eingesetzten Hitlerhaus-Arbeitsgruppe sind völlig andere. Wie berichtet, sollen künftig im Hitler-Haus die Volkshilfe und die Volkshochschule untergebracht werden. Eine definitive Entscheidung gibt es allerdings noch nicht. Zur Installierung eines ebenfalls schon einmal angedachten Dokumentationszentrums wird es mit hoher Wahrscheinlichkeit auch nicht kommen. „Wir wollen das Haus nicht aufwerten“, sagt der Braunauer SP-Nationalratsabgeordnete Harry Buchmayr.

Umso mehr hält Maislinger an seinem Plan fest: „Über unsere Gedenk-, Sozial- und Friedensdiener könnten wir fünf bis zehn junge Menschen aus aller Welt nach Braunau einladen. Aufgeteilt auf das Erdgeschoss sowie das erste und zweite Stockwerk, würden die jungen Frauen und Männer schwerpunktmäßig Verantwortung gegenüber der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft übernehmen. Man sollte mehr auf die Ideen und die Begeisterungsfähigkeit der jungen Menschen aus aller Welt vertrauen.“

Nur mit dem Segen der Stadt

Maislinger beruft sich auf das Innenministerium, das ihm klar zu verstehen gegeben habe, „dass es das Projekt ,Haus der Verantwortung‘ in der von mir vorgestellten Form realisieren will. Immer jedoch mit der Einschränkung, dass nichts gegen den Willen der Stadt Braunau gemacht werden wird.“ Die Entscheidung über die Verwendung des Hitler-Hauses liege daher, so Maislinger, neben der Eigentümerin bei den politischen Verantwortungsträgern in Braunau.

Der Politologe sendet vorsorglich schon einmal eindeutige Signale aus. „Ich würde gerne mit mehr Braunauer Politikern reden, ich möchte mich jedoch nicht aufdrängen.“ Ein „Haus der Verantwortung“ würde den Braunauern helfen, mit dem schwierigen Erbe umzugehen, ist sich der 58-Jährige sicher: „Und die weltweiten Gedenkdienst-Kontakte würden dazu beitragen, dass es von Anfang an akzeptiert wird.“

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