Lade Inhalte...
  • NEWSLETTER
  • ABO / EPAPER
  • Lade Login-Box ...
    ANMELDUNG
    Bitte E-Mail-Adresse eingeben
    Bitte geben Sie Ihre E-Mail-Adresse oder Ihren nachrichten.at Benutzernamen ein.


gemerkt
merken
teilen

Wurde Hubers Landhendl im großen Stil betrogen? Urteil könnte im März fallen

Von Thomas Streif, 25. Januar 2023, 12:13 Uhr
Betrugsprozess vertagt: Angeklagter berichtete von Schmiergeldsystem
Ein Bild vor Prozessbeginn am ersten Verhandlungstag im Juni 2022 Bild: APA/Verena Leiss

PFAFFSTÄTT/RIED. Laut Anklage soll der bosnische Geschäftsführer und Alleingesellschafter eines slowenischen Unternehmens der Firma Hubers Landhendl von Anfang 2017 bis Ende 2020 mehr als 2,3 Millionen Euro herausgelockt haben.

Rund zehn Monate ist es her, dass die Oberösterreichischen Nachrichten erstmals exklusiv über einen mutmaßlich externen Betrug im großen Stile bei der Firma Hubers Landhendl in Pfaffstätt, Bezirk Braunau, berichtet haben.

Einem Unternehmer aus Slowenien, für den die Unschuldsvermutung gilt, wird von der Staatsanwaltschaft Ried das Verbrechen des schweren Betrugs vorgeworfen. Laut Anklage soll der bosnische Geschäftsführer und Alleingesellschafter eines slowenischen Unternehmens der Firma Hubers Landhendl von Anfang 2017 bis Ende 2020 mehr als 2,3 Millionen Euro herausgelockt haben.

Immer und immer wieder sollen gefälschte Rechnungen und Lieferscheine an die Pfaffstätter Firma übermittelt worden sein. Die vereinbarte Leistung sei jedoch nicht erbracht worden, so der Vorwurf der Staatsanwaltschaft.

Mehr zum Thema
Wurde Hubers Landhendl um mehr als 2,3 Millionen Euro betrogen?
OÖNplus Oberösterreich

Wurde Hubers Landhendl um mehr als 2,3 Millionen Euro betrogen?

PFAFFSTÄTT/RIED. Das Innviertler Unternehmen dürfte über mehrere Jahre hinweg Opfer einer betrügerischen Masche geworden sein.

Im Juni 2022 kam es dann im Landesgericht Ried zu einer Schöffenverhandlung. Von einem reumütigen Geständnis war der 47-Jährige Bosnier weit entfernt. Er berichtete er von einem Schmiergeldsystem bei den Mitarbeitern des Innviertler Unternehmens. Zum vorsitzenden Richter Stefan Kiesl sagte der Angeklagte, dass er von zwei Mitarbeitern kontaktiert worden war. Diese hätten gesagt, dass sie mitverdienen wollen. Er habe lediglich einen Teil der Ware abgeladen, es sei aber die gesamte Ladung abgezeichnet worden. Im Gegenzug habe er den Mitarbeitern Geld geben müssen , sagte er im Juni 2022. 22 Euro „Schmiergeld“ habe er dann pro Palette gezahlt, diese habe er dann um 27 Euro weiterverkauft, so die Behauptung des Beschuldigten. In Summe seien ihm nicht mehr als 2000 bis 3000 Euro pro Monat geblieben. Der Verteidiger gestand von den angeklagten 2,3 Millionen Euro lediglich einen Schaden von 100.000 Euro zu, die OÖN haben über den Prozess berichtet. 

Mehr zum Thema
Oberösterreich

Überraschung in Prozess um Millionenbetrug bei Hubers Landhendl

RIED. Ein 47-Jähriger, der das Innviertler Unternehmen um rund 2,3 Millionen Euro betrogen haben soll, hat sich am Mittwoch in Ried vor Gericht ...

Für den Richter ergaben sich laut eigener Aussage mehrere Ungereimtheiten aus den Aussagen. Er vertagte den Prozess und erteilte Aufträge an das Landeskriminalamt für weitere Ermittlungsschritte. Diese Ermittlungen dürften jetzt abgeschlossen sein. Wie die OÖN erfuhren, ist der zweite Verhandlungstag für Mittwoch, den 8. März, von 8.30 bis 13.30 Uhr anberaumt. Dem Vernehmen nach werden weitere Zeugen einvernommen.

Wie hoch ist der Schaden?

Die wohl entscheidende Frage im Falle eines Schuldspruches wird sein, von welcher Schadenshöhe der Schöffensenat letztendlich ausgehen wird. Es ist laut OÖN-Informationen nicht davon auszugehen, dass man auf die angeklagten 2,4 Millionen Euro kommen wird. Für den Strafrahmen könnte in diesem Fall vor allem entscheidend sein, ob der Schaden 300.000 Euro übersteigt. Denn dann gilt ein Strafrahmen von einem bis zu zehn Jahren Haft.

mehr aus Oberösterreich

Burschenbundball mit rund 650 Gegendemonstranten

Als vor 15 Jahren die Feuerwehr beinahe streikte

Demo vor Burschenbundball: Polizei hofft auf "geringe Verkehrsbeeinträchtigung"

Sechs Personen über Grenze geschleppt: Pkw-Lenker (20) festgenommen

Autor
Thomas Streif

Redaktion Innviertel

Thomas Streif
Lädt

info Mit dem Klick auf das Icon fügen Sie das Schlagwort zu Ihren Themen hinzu.

info Mit dem Klick auf das Icon öffnen Sie Ihre "meine Themen" Seite. Sie haben von 15 Schlagworten gespeichert und müssten Schlagworte entfernen.

info Mit dem Klick auf das Icon entfernen Sie das Schlagwort aus Ihren Themen.

Fügen Sie das Thema zu Ihren Themen hinzu.

4  Kommentare
4  Kommentare
Aktuelle Meldungen