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Asiatische Hornisse macht Jagd auf die Honigbienen

Von OÖN, 13. April 2024, 05:30 Uhr
Asiatische Hornisse macht Jagd auf die Honigbienen
Im Gegensatz zur heimischen hat die Asiatische Hornisse keinen rotbraunen Kopf, sondern einen schwarzen. Bild: REUTERS

SALZBURG/LINZ. Die invasive Art „Vespa velutina“ wurde erstmals in Österreich gesichtet; Imker schlagen Alarm und rufen dazu auf, Sichtungen zu melden.

Die Asiatische Hornisse ist offiziell in Österreich angekommen. Ein Exemplar wurde in einer Salzburger Klinik eingefangen und eindeutig als "Vespa velutina", wie sie in der Fachsprache bezeichnet wird, identifiziert. Dass die südostasiatische Hornissenart bevorzugt Honigbienen jagt, bereitet den heimischen Imkern große Sorge. Auch im Obst- und Weinbau werden Schäden befürchtet.

"Die Bekämpfung ist daher von großer Bedeutung", teilte Josef Moosbrugger, Präsident der Landwirtschaftskammer Österreich, gestern mit. Gemeinsam mit dem Dachverband Biene Österreich wurde daher ein Monitoring gestartet. Wer eine "Velutina" oder ganze Nester vermutet, soll seine Beobachtung unter bienengesundheit.at melden.

Die Asiatische Hornisse dürfte vor 20 Jahren auf dem Seeweg nach Frankreich gelangt sein, nach und nach breitete sie sich in weiten Teilen Europas aus. Seit 2016 steht sie auf der Liste der "unerwünschten Spezies" der EU. Bei der in Salzburg nachgewiesenen "Vespa velutina" dürfte es sich um eine Königin ohne etabliertes Nest handeln. Derzeit wird geprüft, ob sie begattet worden ist.

  • ZIB 1: Asiatische Hornisse bedroht heimische Bienen

Für die heimischen Bienen bestehe dann eine Gefahr, wenn es den Asiatischen Hornissen gelinge, erfolgreich Nester zu gründen. "Dann haben wir ein akutes Problem", sagte der Salzburger Landesimkermeister Thomas Renner. Dort, wo der Umgang mit dem Schädling nicht gelinge, werde die Imkerei zum Erliegen kommen, warnte Renner. Die "Velutina" sei für die Zivilbevölkerung aber nicht gefährlicher als die heimischen Arten. Falls man auf Nester stößt, solle man diese nicht wegräumen. Die einzelnen Tiere sollen auch nicht gefangen oder getötet werden, hieß es.

Wie man eine Velutina erkennt

Im Gegensatz zur Europäischen Hornisse hat die Asiatische keine rotbraune Kopfoberseite, sondern eine schwarze. Auffallend sind auch die schwarzen Beine und gelben Spitzen. Charakteristisch sind außerdem die Nester mit einem Durchmesser von bis zu 60 Zentimetern mit seitlichem Ausgang in hohen Bäumen. Das Volk besteht aus 6000 Hornissen, wobei nur die Königinnen überwintern.

Esther Ockermüller vom Biologiediversitätszentrum Linz schätzt, dass sich "Velutinas" etwa zur Hälfte von Honigbienen ernähren. Heimische Hornissen hingegen würden nicht spezifisch auf Honigbienen losgehen.

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6  Kommentare
6  Kommentare
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RonaldWeinberger (200 Kommentare)
am 13.04.2024 10:30

Man verzeihe mir: Gewisse Vormittage animieren mich, dichtend meine Mitwelt zu malträtieren. Daher NOCH ein Gedichterl zu der hornissigen Meldung:

Nun ist die Panik ziemlich groß:
"Zu Hülf', die Hornissen sind los!";
das liest man jetzt landauf, landab
und hält den Leser so auf Trab,
denn "Hornisse" und "asiatisch"
schafft Emotionen, die erratisch.

Sind diese Tierlein, nun mal ehrlich,
sehr wild und daher recht gefährlich?
Zugegeben: wär'n wir Bienen,
die diesem Vieh als Speise dienen,
dann, freilich, wär's für uns fatal ...
Doch wir sind keine, 's ist egal!

Jetzt geb' ich allerdings auch zu,
ich hätte nächtens keine Ruh,
falls dieses Tier ins Ohrloch krabbelt
oder beim Genital rumzappelt,
weil: Schlägt man zu, dann ist ein Biss
ins ... (Sie wissen schon ...) gewiss.
Mein Fazit: Leute, bleibt gelassen,
seht Ihr 'ne Horniss: nicht anfassen!

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Dolce (72 Kommentare)
am 13.04.2024 09:12

"Unerwünschte Spezies" ... der Begriff gefällt mir. 😎

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capsaicin (3.886 Kommentare)
am 13.04.2024 08:57

tipp: mit der natur leben lernen ! es wird immer wieder veränderungen geben...

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doridee (82 Kommentare)
am 13.04.2024 12:25

Schön! Mit der Natur leben lernen. Lernen und übernehmen Sie dann die Bestäubung der Pflanzen wenn es keine Bienen mehr gibt? Sonst könnte das bald unsere letzte Veränderung sein. LG! ^^

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il-capone (10.440 Kommentare)
am 13.04.2024 16:46

Die Honigbiene ist ein freilaufender Zucht-Neozooen, und NICHT gefährdet.
Kann man durchaus zum Wohle der Natur dezimieren.
Die Wilden bestäuben besser, (Gift-)Plantagen ausgenommen.
Wieviele der wilden Bienen kennst du überhaupt, und kannst zum Beispiel eine Wollbiene von einer Wespe unterscheiden?
Oder eine Andrene von einer Lasioglossum?
und, und, ...

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RonaldWeinberger (200 Kommentare)
am 13.04.2024 08:02

Diese "ISSE" hat kein Horn!
(Vielleicht hat sie es ja verlor'n).
Es ist der Name ergodessen
zur Hälfte falsch ... Ist es vermessen
zu mutmaßen, dass dies' Insekt
durch seinen Namen uns erschreckt?
"Hornisse" klingt doch sehr gefährlich,
nach Biss + Stich! Sei'n wir jetzt ehrlich:
Wir sind ja schließlich keine Bienen,
die diesem Tier zur Speise dienen;
daher, Ihr lieben Leute, seid,
falls Ihr es seht, durchaus erfreut,
denn Eines ist es: ziemlich selten,
deswegen soll'n wir es kaum schelten
und es nicht töten; das wär' schlecht:
Auch die Hornisse hat "Lebensrecht"!

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