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Staatsanwaltschaft will nach Tauchunglück im Attersee Untersuchung

Von Gerhild Niedoba, 22. Mai 2013, 10:06 Uhr
Toter Taucher aus Attersee geborgen
Die Leiche des polnischen Tauchers wurde schließlich beim 17. Tauchgang gefunden. Bild: Thomas Leitner

NUSSDORF. Nachdem vor einer Woche die Leiche eines vermissten polnischen Tauchers im Attersee gefunden wurde, ordnete die Staatsanwaltschaft nun eine Untersuchung wegen möglichen Fremdverschuldens an. Der Grund: Eine Sauerstoffflasche war zugedreht.

"Es gibt einiges zu untersuchen", sagte der Kommandant der Polizeiinspektion Mondsee, Andreas Pacher auf Anfrage von nachrichten.at. Der 40-jährige polnische Taucher wurde seit 23. März im Bereich der Schwarzen Brücke  vermisst,  in der Vorwoche konnte die Leiche des Vermissten schließlich gefunden werden.

Eine Obduktion hatte Anfang dieser Woche ergeben, dass der Mann ertrunken ist. Nachdem Polizisten allerdings eine zugedrehte Sauerstoffflasche entdeckt haben, wurde die Polizei in Mondsee mit einer weiteren Untersuchung betraut. Dadurch soll geklärt werden, ob Fremdverschulden abgeleitet werden kann oder nicht. Für Pacher handelt es sich dabei um eine "Standardsache", wie er sagt: "Der Taucher könnte sich das Tauchgerät auch selber zugedreht oder einen Fehler gemacht haben."

Pacher erhofft sich vor allem von der Untersuchung des Tauchcomputers bedeutende Aufschlüsse. Problematisch sei allerdings die Tatsache, dass der Mann so lange im Wasser gelegen ist und dadurch Daten des Computers nicht mehr abrufbar sein könnten.

Wie viele Sauerstoffflaschen ein Taucher benötigt, hänge unter anderem von der Art des Tauchgangs ab. Der Pole war am 23. März mit vier Flaschen ins Wasser gestiegen.

Wie lange die Untersuchung dauern werde, kann Pacher nicht sagen. Die Staatsanwaltschaft (Stawa) habe einen Zeitraum von zwei Monaten eingeräumt. "Wir hoffen, dass wir früher ein Ergebnis bekommen", sagt der Polizei-Kommandant.

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10  Kommentare
10  Kommentare
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( Kommentare)
am 22.05.2013 22:45

Mir scheint die Berichterstattung höchst proffesionell zu sein....er hatte also vier Sauerstofflaschen...sehr interessant...

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am 22.05.2013 16:50

warum wird dieser bereich nicht endgültig gesperrt?
wer bezahlt die ganzen unkosten für diese juxtaucher?
doch nicht etwa der steuerzahler?
höchstwarscheinlich schon!

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docsockshot (704 Kommentare)
am 22.05.2013 18:04

. .. genauso wie für die besoffenen Jux-Fahrer die ihr Auto in den See fahren oder die Jux-Segler, Jux-Ruderer und Jux-Schwimmer die Jahr für Jahr am See verunglücken und von Tauchern dann aus dem Wasser gezogen werden müssen.

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( Kommentare)
am 22.05.2013 19:43

weil sie direkt vom Fahrzeug raus in die Tiefe gleiten können, gibt es besonders an der schwarzen Brücke eine Unfallhäufung.
An manchen Wochenenden scheinen die Uferstrassen mit schwarzen Marsmännchen übervölkert zu sein.
Würden die Taucher ihre Ausrüstung einige hundert Meter zu Fuss schleppen müssen, sähe die Unfallstatistik anders aus.

Tauchen, ein Sport für Konditionsfaule?

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am 26.05.2013 10:45

Wenn man von etwas keine Ahnung hat, ist es besser die Klappe oder die Finger still zu halten.
Die Schwarze Brücke ist sicherlich nicht der schwerste Tauchplatz, er zieht lediglich die Taucher an, da er durch die Medien noch mehr gepusht wird.
Der tauchplatz "Ofen" z.b. ist sicherlich um einiges schwieriger zu betauchen, da die Steilwant erstens einmal erst bei 30m losgeht, und zweitens diese wirklich bis in über 100m reicht. Etwaige Kosten die bei einer Bergung anfallen sind (oder sollten) zumeist von einer Tauchversicherung gedeckt sein, allerdings werden Einsätze dieser Art kaum weiter verrechnet. Sollte ein Mord nachgewiesen werden, werden sicherlich auch diese Kosten eingeklagt...

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am 22.05.2013 14:08

Wie hoch ist eigentlich das relative Risiko beim Tauchen im Attersse an der schwarzen Brücke?

Wie viele Prozent an Tauchern sterben dort bei einem Tauchgang/im Jahr usw.? Ich habe kein Zahlen, aber ich habe das Gefühl, dass es zu viele sind. Vielleicht täuscht das aber auch.

Klingt von der "Ferne" wie eine Stelle für einen Darwin-Award.

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docsockshot (704 Kommentare)
am 22.05.2013 15:17

. .. sind vor allem Menschen die an langen Wochenenden wie etwa Ostern oder jetzt zu Pfingsten aus Polen, Tschechien, der Slovakei, Ungarn und Deutschland anreisen um einen klaren tiefen See, welcher der Attersee nunmal ist, zu betauchen und dabei Hausaufgaben in Sachen Unfallverhütung auslassen.

Über Unfälle in die Taucher in irgendeiner Form involviert sind kannst Du hier in der Chronik nachlesen :
www.Tauchunfall.at

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docsockshot (704 Kommentare)
am 22.05.2013 13:27

Von den erwähnten vier Flaschen war höchstens eine eine Sauerstoffflasche zum dekomprimieren auf geringer Tiefe.
Reiner Sauerstoff ist auf größerer Tiefe absolut giftig.

Die übrigen dürften andere Atemgase wie etwa Pressluft oder Nitrox (ein Sauerstoff/Stickstoffgemisch) und bzw. oder Heliox (ein Helium/Sauerstoffgemisch) enthalten haben.

Wer sich mit dem Thema Tauchen näher beschäftigen möchte kann sich zum Beispiel hier informieren : www.Tauchunfall.at

Sollte es die Sauerstoffflasche gewesen sein welche zugedreht war, könnte das eine Sicherheitsmaßnahme gegen versehentliches Einatmen in großer Tiefe gewesen sein.
Allerdings gibt es Lungenautomaten die versagen können wenn man sie erst unter Wasser aufdreht.

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Aubergineur (632 Kommentare)
am 22.05.2013 13:17

und keine Sauerstoffflaschen die beim Tauchen verwendet werden. In größeren Tiefen verwendet man spezielle Sauerstoffgemische, aber reinen Sauerstoff kann man beim Tauchen nie brauchen.

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( Kommentare)
am 26.05.2013 10:48

Sauerstoff kann man beim Tauchen sehr wohl verwenden, und wird auch von technischen Tauchern praktiziert (zur Dekompression).
Die "Sauerstoffgemische" die du meinst sind keine solchen sondern TriMix (Helium, Sauerstoff, Stickstoff) wobei der Sauerstoffgehalt weniger wird, umso tiefer der Tauchgang geplant ist.

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