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Oberösterreich

Fünf Prozent Vegetarier, 65 Prozent "Fleischtiger"

Von Alfons Krieglsteiner   29. November 2013 00:04 Uhr

Regionale Schmankerl im Genuss-Salon
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LINZ. So isst Oberösterreich: Lebensmittel müssen vor allem unbedenklich sein, besagt die "Ernährungs-Studie 2013".

Wie hoch ist der Anteil der Vegetarier an der erwachsenen Bevölkerung in Oberösterreich: 20 Prozent? 10 Prozent? Irrtum: Nur fünf Prozent gaben sich bei einer Umfrage des Linzer market-Instituts als Vegetarier zu erkennen (in Wien sind es doppelt so viele). Der Anteil der Veganer liegt bei uns gar nur bei einem Prozent. 90 Prozent sind hingegen "Allesfresser", 65 Prozent "Fleischtiger", wie es Agrar-Landesrat Max Hiegelsberger gestern bei der Präsentation der vom Lebensministerium in Auftrag gegebenen "Ernährungs-Studie 2013" in Linz formulierte.

Welche Faktoren werden bei der Ernährung an Bedeutung gewinnen? Das war die zentrale Frage, die das market-Institut in tausend Online-Interviews österreichweit gestellt hat. Da steht die Sicherheit, also die Unbedenklichkeit der Lebensmittel, für 72 Prozent der Befragten ganz oben – nur 35 Prozent wollen hingegen ihr Essen vor allem genießen.

Qualität ist gefragt

Safety first: Für market-Institutsvorstand Werner Beutelmeyer kommt das nicht überraschend, ist doch das Thema "Sicherheit" in unserer postmodernen Risikogesellschaft allgegenwärtig. Unbedenklich, das sind für die Österreicher vor allem regionale Nahrungsmittel, deren Herstellung transparent und deren Qualität durch Gütesiegel oder Markenname garantiert ist.

Auf welche Lebensmittel würden die Österreicher am wenigsten verzichten? Das Ergebnis dürfte Gummibärli-Ikone Thomas Gottschalk wenig freuen: Nicht einmal jeder Zweite bekennt sich zum Gusto auf Fruchtgummi und andere Süßigkeiten. Noch schlechter schneiden Mehlspeisen ab: Die sind nur für 43 Prozent ein Muss. 89 Prozent wollen hingegen nicht ohne Brot/Gebäck auskommen.

Stichwort Bio-Produkte: "Da greifen 16 Prozent der Konsumenten zur Bio-Milch, zwölf Prozent zu Bio-Erdäpfeln", sagte Hiegelsberger. Nicht alles, was auf den Tisch kommt, wird auch gegessen – im großstädtischen Bereich landen zehn Prozent der Lebensmittel im Müll. Zwölf Prozent vom Familienbudget geben die Österreicher fürs Essen aus. Vor 50 Jahren waren es noch 50 Prozent.

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