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Zogaj-Ausreise - Fekter: "Kein Kommentar"

WIEN. Nach der Ausreise der kosovarischen Flüchtlingsfamilie Zogaj hat sich Innenministerin Maria Fekter (VP) am Freitag zugeknöpft gegeben. "Kein Kommentar", hieß es von der Ministerin.

Familie musste am Donnerstag Österreich verlassen

Bild: APA (Gindl)

Ausreisen würden auch in anderen Fällen nicht kommentiert, betonte ein Sprecher der Ministerin. Vizekanzler Pröll sieht den Grundsatz "gleiches Recht für alle" erfüllt.

Für diese Familie würden die selben Regeln wie für alle anderen, so Pröll am Freitag. Das sei mit der Ausreise nun demonstriert worden. "Das gilt auch für eine eventuelle Rückkehr", betonte der ÖVP-Obmann. Ob er sich eine solche Rückkehr nach Österreich wünschen würde, wollte Pröll nicht beurteilen.

FPÖ "erfreut"

Die Freiheitlichen zeigten sich erfreut über den Abschluss der "unendlichen Geschichte". Ansonsten blieb die Ausreise der Familie freitags von der Politik weitgehend unkommentiert.

Arigona Zogaj, ihre minderjährigen Geschwister und ihre Mutter waren am Donnerstag in den Kosovo ausgereist, weil sie in Östrreich kein Bleiberecht bekommen haben. Die Familie wird sich in nächster Zeit in einer kleinen Wohnung außerhalb von Pristina aufhalten. Der Ort wird aus Rücksicht auf die Familie nicht bekanntgegeben.

Familie von der Reise „geschlaucht“

Die Familie sei von den Strapazen der Reise und der damit verbundenen Aufregung ziemlich „geschlaucht“, war von der Volkshilfe zu erfahren, die die Familie betreut.

Der Donnerstag war für die vier strapaziös. Sie sind früh aufgestanden und bald zum Flughafen Salzburg aufgebrochen, um einen Medienrummel beim Verlassen ihres Quartiers in Frankenburg im Bezirk Vöcklabruck zu vermeiden. Auch nach der Ankunft in Pristina dauerte es noch lange, bis sie in einer kleinen Wohnung außerhalb der Stadt eintrafen, wo sie sich in der nächsten Zeit aufhalten werden. Der Ort wird aus Rücksicht auf die Familie nicht bekanntgegeben.

Von Kleinbus verfolgt

Das Medieninteresse ist nach wie vor groß. Am Flughafen in Pristina sind sie in einen Sondergastraum geleitet worden, um abgeschirmt von der Öffentlichkeit die Einreiseformalitäten zu erledigen. Anschließend konnten sie das Gebäude durch einen Nebeneingang verlassen.

Dennoch wurde der Kleinbus, der sie zu ihrem neuen Quartier bringen sollte, von einem unbekannten Fahrzeug verfolgt. Es konnte aber abgehängt werden.

In den kommenden Tagen soll sich die Familie zunächst einmal erholen und mit der neuen Situation zurechtfinden. Ab nächster Woche will sich die Familie um Personaldokumente bemühen und alle Unterlagen sammeln, die für Visa notwendig sind, um nach Österreich zurückkehren zu können.

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Artikel ik 16. Juli 2010 - 16:27 Uhr
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