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Dschungelcamp: Null Problemo – und null interessant?

Heute Abend startet das Dschungelcamp von RTL zum 13. und vielleicht zum letzten Mal

Null Problemo – und null interessant?

Ohne ihre ironischen Kommentare wäre das Dschungelcamp nichts: Daniel Hartwich und Sonja Zietlow Bild: RTL

Für die einen ist das RTL-Dschungelcamp einer der schlimmsten Auswüchse, die das Fernsehen je hervorgebracht hat, für die anderen ein spannendes soziales Versuchslabor. Aber immer mehr Menschen ist das, was in den vergangenen zwölf Staffeln als TV-Ereignis des Jahres Millionen vor den Fernseher lockte, auch vor allem eines: egal. Heute um 21.15 Uhr startet die neue Staffel von "Ich bin ein Star – holt mich hier raus!" auf RTL.

Hoffen auf Konflikte

Promis, die diesen Titel auch wirklich verdienen, sucht man dabei vergeblich. Also müssen andere Zugänge her – von Tommi Piper ist zum Beispiel nur die Stimme bekannt, er habe sie Alf nicht nur für "Null Problemo" geliehen. Sibylle Rauch ist nach ihren "Eis am Stiel"-Zeiten durch Bekenntnisse wie "Ich habe mein Leben verkokst und verkorkst" aufgefallen, jetzt hofft sie auf einen Karriere-Turbo nach dem Kakerlaken-Essen. Doch richtig spannende Bekenntnisse am Lagerfeuer, wie noch zu Zeiten, als Brigitte Nielsen oder Ingrid van Bergen als Dschungelköniginnen regierten, versprechen diese Kandidaten eher weniger. Also setzen die RTL-Verantwortlichen auf Streit.

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Das Konfliktpotenzial soll sich vor allem an Paarungen, die aus dem Reality-TV-Bereich kommen, entzünden: Currywurst-Verkäufer Chris Töpperwien und der fürs Angeben bekannte, nach eigenen Angaben millionenschwere Bastian Yotta waren als deutsche Auswanderer in den USA einst instagramtauglich befreundet, bevor sie miteinander brachen – warum, das wird man zwischen Buschklo und Kakerlaken sicher erfahren. Für Evelyn Burdecki war es mit Domenico de Cicco in "Bachelor in Paradise" gar Liebe, bevor sie herausgefunden hat, dass seine schwangere Freundin zuhause auf ihn wartet. Das Baby ist mittlerweile da, die Rachegedanken wahrscheinlich auch noch.

Damit sie nichts ohne Kameras klären, reisten die Kandidaten dieses Mal getrennt nach Australien, zusätzlich sollen sie bis zum Start der Sendung in verschiedenen Hotels untergebracht werden.

Allen Bemühungen zum Trotz: Die Produktionskosten für die Show in Australien bleiben hoch, aber die dschungelwilligen Promis und die Zuseher werden weniger – nicht zuletzt deshalb wird damit spekuliert, dass es heuer das letzte Mal sein könnte, dass C-Promis den Satz rufen: "Ich bin ein Star – holt mich hier raus!".

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Artikel Julia Evers 11. Januar 2019 - 05:59 Uhr
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