Archiv | ePaper | Digital
 |  A A A
Mittwoch, 14. November 2018, 01:52 Uhr

Linz: 9°C Ort wählen »
 
Mittwoch, 14. November 2018, 01:52 Uhr mehr Wetter »
Startseite  > Kultur

Beste Unterhaltung über der Gürtellinie

Zum 65er schenkt das Linzer Kellertheater "Reset - Alles auf Anfang".

Beste Unterhaltung über der Gürtellinie

Wolfgang Ortner in der Niavarani-Komödie "Reset" Bild: Schütz

Seit 65 Jahren beglückt das Linzer Kellertheater sein großes Stammpublikum in erster Linie mit bester Unterhaltung aus dem Genre Boulevard-Komödie. Daran schließt die Jubiläumsproduktion, das Niavarani-Stück "Reset - Alles auf Anfang" nahtlos an – Premiere war am Donnerstag.

Das Stück hat viel Schenkelklopf-Potenzial, denn Michael Niavarani frönt gern der Kunst des Überzeichnens beim Schreiben und des Überdrehens beim Spielen. Regisseur John F. Kutil ist es zu danken, dass diese "Sollbruchstellen" geschickt umschifft worden sind und der Komödie ein nachvollziehbarer Stil samt feinen humorvollen Zügen verpasst wurde.

Ganz normaler Wahnsinn

Inhaltlich greift "Reset" zunächst auf bekannte Komödienmuster zurück. Herbert (Wolfgang Ortner) ist Geschäftsmann, verheiratet und hat eine Geliebte (Lisa Haslauer). Dann wird es aber niavaranisch: Herberts Frau (Gabriele Deutsch) hat ihren Mann auch satt, der Halbbruder (Ferdinand Kopeinig) ist chronisch stier und stockschwul. Sein bester Freund Martin (Alexander Knaipp) kommt mit einem Koffer, gefüllt mit zwei Millionen Euro, und bittet Herbert, diesen ein paar Tage vor der Finanz zu verstecken. Dann hat Herbert einen Unfall und verliert das Gedächtnis. Daraufhin spielt jeder sein Spielchen und es kommt zum ganz normalen Wahnsinn.

Wolfgang Ortner packt als Herbert sein ganzes Können als Komödiant aus (und das ist beträchtlich). Er hat auch Zeit und Nerv für ein paar Spielchen, wenn seine Schauspielkollegen Problemchen haben, etwa beim Aufhängen eines Bildes.

Köstlich ist auch Ferdinand Kopeinig, der den Eduard als eine Art "Winnetouch" interpretiert und dabei die Grenze der Gürtellinie nie überschreitet. Josef Forster als Malermeister Klapsch sei auch noch erwähnt – sein bekannt komödiantisches Talent kommt in dieser Rolle voll zum Tragen. Einzig das Bühnenbild ist an diesem Abend lieblos.

Fazit: Beste Unterhaltung, stets über der Gürtellinie. Sehr empfehlenswert!

Komödie: "Reset - Alles auf Anfang", Kellertheater Linz, Premiere 4.10. Karten: Tel. 0732 / 78 41 20

Kommentare anzeigen »
Artikel Helmut Atteneder 06. Oktober 2018 - 00:04 Uhr
Mehr Kultur

Vom Schülermangel zum Orchester

Die Hausruck Philharmonie spielt sich zum 35-Jahr-Jubiläum selbst ein Festkonzert.

"... dass man mir das zutraut!"

Florence Losseau (28) trat bei ihrem Operndebüt in Linz auf, sang und triumphierte.

Foreigner heizen auf Burg Clam mit "Cold as Ice" ein

Rockfestival in Clam: Am Samstag, 29. Juni, gastieren Foreigner, ZZ Top und Mothers Finest im Mühlviertel.

"Die Jugend ist alles andere als faul!"

Von 20. bis 24. 11. wird Wels dank des Festivals Youki zur Filmstadt.

Peter Assmann übernimmt Tiroler Landesmuseen

Der gebürtige Tiroler und ehemalige Direktor des oberösterreichischen Landesmuseums Peter Assmann wird ...
Meistgelesen   mehr »
Weitere Meldungen
OÖNachrichten auf Facebook OÖNachrichten auf Twitter OÖNachrichten auf Google+ OÖNachrichten RSS