Archiv | ePaper | Digital
 |  A A A
Donnerstag, 19. Juli 2018, 09:44 Uhr

Linz: 24°C Ort wählen »
 
Donnerstag, 19. Juli 2018, 09:44 Uhr mehr Wetter »
Startseite  > Chronik

Schlepper-Prozess: Hauptangeklagter wies erneut Schuld von sich

KECSKEMET / PARNDORF. Der Hauptangeklagte im Prozess um den Tod von 71 Flüchtlingen, die 2015 in einem auf der A4 bei Parndorf abgestellten Lkw entdeckt worden waren, hat am Freitag vor Gericht in der ungarischen Stadt Kecskemet erneut den Mord-Vorwurf und die Rolle des Bandenchefs zurückgewiesen.

Der abgestellte LKW in dem 2015 die Leichen von 71 Flüchtlingen gefunden worden sind, auf der A4 bei Parndorf.  Bild: (APA/ROLAND SCHLAGER)

Er beteuerte wiederholt, den Tod der 71 Flüchtlinge nicht gewollt zu haben.

Er habe kein Interesse an einer solchen Tragödie gehabt, habe sich eher um das Wohl und die Sicherheit der Flüchtlinge gesorgt. Die Chefs der Schlepperorganisation seien "Amin" und "Kairo" gewesen, die im Verborgenen agierten und deswegen noch flüchtig seien. Er persönlich war keinesfalls der Befehlshaber der Organisation.

Mitangeklagte beschuldigten den Afghanen der Lüge, da er versuchen würde, jegliche Schuld für die Tragödie von sich zu weisen. Am 25. Mai soll die Verhandlung laut Gerichtssprecher mit eventuellen Geständnissen von Angeklagten und der Bekanntgabe weiterer Dokumente fortgesetzt werden.

In dem Prozess sind insgesamt 14 Personen - elf Bulgaren, zwei Afghanen sowie ein bulgarisch-libanesischer Staatsbürger - angeklagt. Sie sollen Schuld am Erstickungstod der Flüchtlinge aus Syrien, Afghanistan, dem Iran und dem Irak sein. Unter den 71 Todesopfern waren vier Kinder. Drei der 14 Angeklagten sind noch auf der Flucht. Seit Juni 2017 wird in Kecskemet verhandelt, weil die Migranten auf ungarischem Staatsgebiet ums Leben kamen.

Kommentare anzeigen »
Artikel nachrichten.at/apa 18. Mai 2018 - 16:54 Uhr
Mehr Chronik

Feuerteufel gefasst: 17-Jähriger gestand vier Brandlegungen

ERPFENDORF. Die Brandserie in Erpfendorf im Tiroler Bezirk Kitzbühel dürfte geklärt sein: Ein 17-jähriger ...

Lkw-Fahrer bei Pannenhilfe schwer verletzt

KLOSTERNEUBURG. Ein Lkw-Lenker ist Mittwochnachmittag in Klosterneuburg (Bezirk Tulln) bei der Pannenhilfe ...

Haydn-Werke nach Wassereinbruch beinahe vernichtet

WIEN. Bei einem Wassereinbruch sind im Archiv der Wiener Dommusik zehntausende Notenblätter beschädigt und ...

Serien-Trickdieb erwischt

WIEN. Nachdem er einem 75 Jahre alten Mann am Montag 340 Euro aus der Geldtasche entwendet hatte, ist ein ...

Morde durch Schusswaffen haben zugenommen

WIEN. Strenge Waffengesetze senkten bisher die Mord- und Suizidraten in Österreich.
Meistgelesen   mehr »
Weitere Meldungen
OÖNachrichten auf Facebook OÖNachrichten auf Twitter OÖNachrichten auf Google+ OÖNachrichten RSS