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Pro & Contra: Spielverbot für "L’amour toujours"?

Von Herbert Schorn und Helmut Atteneder, 03. Juni 2024, 21:25 Uhr
Gigi D'Agostino
Gigi D'Agostino Bild: APA

Die Rechten grölen zu Gigi D’Agostinos "L’amour toujours" rassistische Texte. Nun streichen Radiosender und der Europäische Fußballverband das Lied von der Playlist.

Herbert Schorn
Herbert Schorn
Redakteur Kultur und Leben
PRO
Abschalten!

Natürlich ist es für Gigi D’Agostino bitter: Ohne dass der italienische DJ auch nur einen Finger krümmte, wurde sein Hit plötzlich wüst verunglimpft, geriet in die Schlagzeilen – und zur Draufgabe streichen weltweit zahllose Radiosender den Song von der Playlist, was dem Musiker erst recht einen Einnahmenverlust beschert.

Aber andererseits: Was wäre die Alternative? Soll man den Neuen Rechten weiterhin eine Plattform bieten, um ihre rassistischen und menschenverachtenden Parolen in die Menge zu grölen? Vielleicht sogar bei der Fußball-EM? Scusi, Signore D’Agostino, aber so ein Song hat derzeit weder im Radio noch bei einer Großveranstaltung etwas verloren. Hier nützt nur eins: abschalten.

Helmut Atteneder
Helmut Atteneder
Redakteur Kultur
CONTRA
Bringt nichts

Rassismus, Ausländerfeindlichkeit und das verwerfliche Gedankengut von Alt- und Neonazis lassen sich nicht an einem einzigen fröhlichen Lied festmachen. Die Zeitgeschichte lehrt, dass sich Ohrwürmer mit scheinbar harmlosen Texten wunderbar dazu eignen, Menschen zu manipulieren. "L’amour toujours" hat textlich keinen Anspruch auf das Böse, aber es geht ins Ohr.

Zensur bringt nichts, weil sich die Schickimicki-Rechten kaum daran halten werden oder eben zu einem anderen Lied ihre verwerflichen Botschaften grölen. Der Ärger des Sängers über das Spielverbot bei einigen Sendern ist verständlich. Leider hat Herr D’Agostino nicht ausreichend klar gemacht, dass er Ausländerfeindlichkeit und Rassismus zum Kotzen findet.

Lesen Sie auch: "L’amour toujours": Ein Liebeslied, plötzlich mit Nazi-Refrain

Video: "Ausländer raus"-Gesänge: "Zu befürchten, dass das jetzt in Mode kommt"

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Autor
Herbert Schorn
Redakteur Kultur und Leben
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Helmut Atteneder
Redakteur Kultur
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10  Kommentare
10  Kommentare
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fischerfel (504 Kommentare)
am 05.06.2024 16:14

Dann grölen sie zu einer anderen Sch.....melodie.

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reibungslos (14.734 Kommentare)
am 04.06.2024 18:36

Wie gut, dass wir 2018 schon überstanden haben und bis 2088 ist es noch lange hin.

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krawuzi-kapuzi (1.045 Kommentare)
am 04.06.2024 16:41

Alarmismus, Panikmache, wohin man schaut! - Kein Wunder, wenn Parteien wie die FPÖ immer mehr Zulauf bekommen!!

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jack_candy (8.054 Kommentare)
am 04.06.2024 15:00

Was ist, wenn das Nazigesocks auf einmal einen wirklich guten Song verunstaltet? Soll man den dann auch nicht mehr spielen?

Wenn ich Gigi D'Agostini wäre, würde ich die Sylter Idioten (und vielleicht in der Folge ein paar Radiosender) auf entgangene Tantiemen verklagen.

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santabag (6.256 Kommentare)
am 04.06.2024 15:59

Richtig! Da gäbe es sicher findige Anwälte, welche diese Liedverhuntzer so richtig finanziell bluten lassen könnte.

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Augustin65 (1.159 Kommentare)
am 04.06.2024 16:52

Wenn sie Gigi D'Agostini wären würden sie denen ein Denkmal errichten, bei der Kohle, die er unverhofft nochmal aus dem Partyliedl rausholt!

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Natscho (4.954 Kommentare)
am 04.06.2024 09:27

Ziemlich dumm und überschießend reagiert.
Man kann jedes Lied umdeuten. Dass ist nur Wasser auf die Mühlen von Rassismusverharmlosern.

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Augustin65 (1.159 Kommentare)
am 04.06.2024 09:15

Sofort verbieten!

Außerdem sollte man das gesamte Wagner'sche Werk weltweit abschaffen!

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Peter1983 (2.331 Kommentare)
am 03.06.2024 21:42

Ein 25 Jahre altes Lied wird von Idioten missbraucht, um dummes, rechtes Gegröle von sich zu geben.

Die heutige Cancel Culture bestraft mit einem „Verbot“ den Künstler und das ursprüngliche Lied selbst - was am Kern des Problems nichts ändert.

Es macht keinen Sinn dieses Lied verstummen zu lassen, solange es die Stimmen hinter dieser üblen „Abwandlung“ noch gibt.

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angerba (1.739 Kommentare)
am 03.06.2024 21:49

Ganz richtig 👍

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