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Pro & Contra: 41 Stunden pro Woche arbeiten?

Von Alexander Zens und Ulrike Rubasch, 23. April 2024, 18:46 Uhr
Bild: colourbox

Industrievertreter haben mit der Forderung nach einer 41-Stunden-Woche ohne Lohnausgleich eine Debatte losgetreten, die die arbeitnehmernahe Seite zum Schäumen bringt.

Alexander Zens
Alexander Zens
Redakteur Wirtschaft
PRO
Gegen den Trend

Die Zahl der arbeitenden Menschen steigt zwar, das Arbeitsvolumen hinkt aber nach. Mehr Teilzeit und Work-Life-Balance: Das ist der allgemeine Trend, mit dem eine junge Generation aufwächst, verstärkt von der sozialdemokratischen Forderung nach einer 32-Stunden-Woche.

Das schadet uns im internationalen Wettbewerb. Unsere Produkte sind teurer, und in anderen Weltregionen wird mehr gearbeitet.

Die Industrie bringt eine Gegenposition zum Nachdenken in die Debatte ein. 41 Stunden würden nicht viel mehr Arbeitszeit sein als derzeit verankert. Und sie wären möglich: Allein mit Rauchpausen gehen pro Woche zwei Stunden drauf, wie eine vor kurzem veröffentlichte Umfrage des Marktforschers Censuswide zeigt.

Ulrike Rubasch
Ulrike Rubasch
Redakteurin Wirtschaft
CONTRA
Runter vom Gas

Die meisten Menschen, die ich kenne, arbeiten gerne, so wie ich selbst. Und doch empfinde ich es als höhnische Provokation, in Zeiten kollektiver Überforderung – insbesondere von Frauen (Beruf, Familie, Pflege) – eine Erhöhung der Arbeitszeit zu fordern, ohne finanziellen Ausgleich. Wie will man die besten Mitarbeiter holen oder halten? Sicher nicht mit dieser altmodischen Drohkeule. Dagegen bringt die Einführung einer Vier-Tage-Woche eine Win-win-Situation für Unternehmen und Mitarbeiter gleichermaßen. Die Effizienz bzw. Leistung der Mitarbeiter steigt eben nicht mit höherer Stundenanzahl. Runter vom Gas ist die Devise! Und keine Angst vor sinkender Wettbewerbsfähigkeit: Österreichs Exporte steigen seit Jahren.

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Autor
Alexander Zens
Redakteur Wirtschaft
Alexander Zens
Autorin
Ulrike Rubasch
Redakteurin Wirtschaft
Ulrike Rubasch

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7  Kommentare
7  Kommentare
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HumanBeing (1.814 Kommentare)
am 06.05.2024 07:04

Muss man jetzt noch zum Rauchen anfangen, damit man pro Woche zwei Stunden weniger hackeln muss.

Ein derart blödes Argument ist schon fast historisch.

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Laubfrosch11 (2.745 Kommentare)
am 23.04.2024 21:46

„Geht‘s der Wirtschaft gut, geht’s uns allen gut“ klingt wie „two legs bad four legs good“

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Laubfrosch11 (2.745 Kommentare)
am 23.04.2024 21:43

Damit hat sich die ÖVP einen Bärendienst erwiesen. Viel Glück bei der NR Wahl im Herbst in Richtung 15 Prozent Partei.

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Natscho (4.534 Kommentare)
am 24.04.2024 09:09

Wenigstens ist die ÖVP diesen Wahlkampf ehrlich:
Wir scheißen auf die Arbeitnehmer. Leistungsträger ist man in diesem Land nur, wenn man erbt!

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spacer (1.513 Kommentare)
am 23.04.2024 20:15

ich habe bei 8% Inflation ja eh unglaubliche 3% Lohnerhöhung bekommen also summa summarum verdiene ich nur 5% weniger als letztes jahr ☹
ich bin mit dem Gehalt aber etwas über dem Kollektivvertrag in der Textilbranche, der sehr bescheiden ist.
Da kann ich natürlich auch gerne länger arbeiten pro tag 🤣🤣🤣

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Rittberger65 (27 Kommentare)
am 23.04.2024 19:22

Nachdem die SPÖ, gemeinsam mit ihrer Gewerkschaft, die wahnwitzige 35 Stundenwoche mit vollen Lohnausgleich vorgeschlagen hat, muss natürlich die ÖVP mit der WKO etwas entgegen halten. Alle beiden Varianten kann man sich sparen. Die Steuern und alle anderen anderen Abgaben bei den Löhnen/Gehältern mögen an die Kollektivverträge gebunden werden (Bemessungsgrundlage ist der Kollektivvertrag). Überzahlungen sollen zwar meldungspflichtig aber nicht Steuern.- und Abgabenrelevant sein. Das würde die Betriebe es erleichtern ihren Mitarbeitern mehr zu bezahlen und den Mitarbeitern würde mehr Netto bleiben. Ebenso sollten Überstunden und der 13./14. Monatsgehalt Steuer.- und Abgaben frei sein. Das würde einen ordentlichen Mehrwert bei den Nettobezügen und Motivation bedeuten.

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Natscho (4.534 Kommentare)
am 24.04.2024 09:11

"Viel hilft viel - die Gleichung geht oft nicht auf, auch im Arbeitsleben nicht. Das zeigt eine Analyse des WSI-Arbeitsmarktexperten Hartmut Seifert, die Daten der europäischen Statistikbehörde Eurostat einander gegenüberstellt: Auf der einen Seite die durchschnittlichen Arbeitszeiten pro Woche, auf der anderen Seite die Produktivität pro Stunde - jeweils für Voll- und Teilzeitbeschäftigte zusammengenommen.

Der Zusammenhang ist statistisch eindeutig: In Belgien, Frankreich oder Deutschland haben die Vollzeitbeschäftigten relativ kurze Arbeitszeiten und vergleichsweise viele Menschen arbeiten in Teilzeit. Zugleich ist die Stundenproduktivität weit überdurchschnittlich. In den süd- und osteuropäischen EU-Staaten schaffen die Beschäftigten hingegen länger, sind allerdings auch deutlich weniger produktiv.
"

https://www.boeckler.de/de/boeckler-impuls-kurze-arbeitszeit-hohe-produktivitaet-9979.htm

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