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Haus & Bau

Viele Wege zum Energiesparen

20. Februar 2019

Innovative Baulösungen und Produkte werden bei der Welser Energiesparmesse gezeigt

Neubau oder Sanierung? Für viele angehende Häuslbauer ist diese Frage essenziell. Bedingt die Antwort doch die Grundlage für das Eigenheim, in dem man zufrieden und glücklich leben möchte. Um später keine böse Überraschung zu erleben, ist es unerlässlich, sich vorher bestmöglich zu informieren. An der Energiesparmesse in Wels führt da kein Weg vorbei. Österreichs Leitmesse für die Themenbereiche Bau, Bad und Energie findet heuer von 1. bis 3. März statt und ist erste Infoquelle für alle Fragen zum Thema Hausbau – ob Neubau, Renovierung, Sanierung oder Modernisierung.

Alle Baubereiche vertreten

Für den Bauherrn von heute bieten die Energiesparmesse und ihre Aussteller innovative Produkte für jeden Bereich des Bauens. Vom Keller über die Haustechnik, neueste Dämmstoffe und Küchen bis hin zu Fenstern, Türen und Dach – in Wels finden Besucher zu allen Abschnitten des Bauens den richtigen Ansprechpartner.
Mehrere Hundert Aussteller finden sich Anfang März in der Messestadt ein, darunter zahlreiche Prominente aus Oberösterreich. Einer von ihnen, der Welser Sanitär- und Heizungsgroßhändler Holter, stellt bei der Energiesparmesse ein neues Konzept vor: Holter Home. „Das ist eine Plattform, auf der wir alle Leistungen unter einem Dach vereinen. Sei es der Einbau einer neuen Heizung, eines neuen Bades, die Planung des Hauswirtschaftsraumes oder Wellness-Bereiches. Mit Holter Home haben unsere Kunden einen Ansprechpartner für alles“, sagt Verkaufsleiter Christian Rauchfuß. Kunden müssen sich nicht mehr an verschiedene Betriebe und Gewerke wenden, Angebote einholen und Termine abstimmen, das erledige nun der Sanitär- und Heizungsgroßhändler. Das Holter-Home-Team aus Professionisten und Generalisten setze den Fokus auf individuelle Planung und reibungslose Umsetzung. Diese erfolge in gewohnter Weise mit einem regionalen Partner-Handwerksbetrieb. Holter Home umfasst insgesamt vier Bereiche, die alle Themen der Haustechnik abdecken, Holter Technik, Holter Relax, Holter Clean und Holter Bad.

Thermische Aktivierung

Energieeffizienz ist auch eines der Kernthemen bei der Romberger Fertigteile GmbH aus Gurten. Klassische Klimaanlagen waren gestern, sagen die Verantwortlichen des Bauunternehmens. Das RombergerHaus schaffe eine Klimazone, in der sich die Bewohner wohlfühlen und auch bei sommerlicher Hitze erholsam durchatmen können – und das alles ganz natürlich.
Häuser von Romberger sind gut durchdacht. Das Unternehmen legt Wert auf niedrige Investitionskosten, einen möglichst kleinen CO2-Fußabdruck durch nachwachsende und regionale Rohstoffe sowie thermisch aktivierte Wandelemente. Diese ermöglichen behagliche Temperaturen zu jeder Jahreszeit, und das alles ohne Wartungskosten, zugige Kaltluft und hohe Stromkosten wie bei gängigen Klimaanlagen.
Die massive Fertigbauweise von Romberger-Häusern ermöglicht die thermische Aktivierung der Wände. Bei dieser modernen „Klimaanlage“ werden Leitungen zur Beheizung und Kühlung in Liaporwände integriert. Liapor, ein Blähton aus 180 Millionen Jahre alter Tonerde, wird in der Steiermark abgebaut und hat die besondere Fähigkeit, dreimal so viel Wärme zu speichern als beispielsweise Fichtenholz. Derzeit wird in Haushalten mehr als die Hälfte der benötigten Energie für die Raumwärme verwendet, so die thermische Bauteilaktivierung ein wahrer „Kostensparer“.
Energie effizient einsetzen und zugleich Kosten sparen. Dieses Ziel verfolgt auch die KNV Energietechnik GmbH aus Schörfling am Attersee. „Ein oberflächennaher Kollektor erfüllt den alten Traum der Haustechnik: Die solaren überschüsse des Sommers in den Winter zu retten“, sagt Geschäftsführer Josef Köttl. Basierend auf neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen im Bereich Heiz- und Kühllast, einer neuen vollmodulierenden Wärmepumpentechnik sowie neuen Erkenntnissen am Materialsektor, sei der klassische Erdkollektor weiterentwickelt worden, wodurch Effizienz und Betriebssicherheit weiter erhöht wurden.
„Der Schlüssel dazu ist der neue Ansatz, eine Flächenquelle mit der Hydraulik einer Tiefensonde zu kreuzen. Das neue System wurde von der KNV Energietechnik weiterentwickelt und in den österreichischen Markt eingeführt“, erklärt Köttl. Die Erdkollektorfläche verwandelt sich vom starren Rechteck zum variab-len ringförmigen Schlauch, der wie ein Burggraben das Grundstück umschließt. „Nach drei Jahren Erfahrung mit vielen Monitoring-Anlagen kann der Ringgrabenkollektor als Energiequelle in Verbindung mit einer schlauen vollfrequenzgesteuerten Erdwärmepumpe als sehr effizientes, betriebssicheres und kostengünstiges Heiz- und Kühlsystem empfohlen werden“, sagt Köttl.

Neue Brennwerttechnik

Der Brennwertspezialist Fröling aus Grieskirchen wurde vor mehr als 20 Jahren das erste Mal mit dem Innovationspreis der Messe Wels für Brennwerttechnik ausgezeichnet wurde. 2019 präsentiert er auf der Energiesparmesse Wels erstmals seinen neu entwickelten Pellet-Brennwertkessel PE1c Pellet, der serienmäßig mit innovativer Brennwerttechnik ausgestattet ist. „Weltweit einzigartig ist außerdem die Kombination der Brennwerttechnik mit einem integrierbaren Partikelabscheider, einem Elektrofilter – alles kompakt im Heizkessel verbaut“, sagt Andreas Zahrhuber, der bei Fröling für Marketing und Personal verantwortlich ist.
Der PE1c Pellet bringe auf nur 0,6 Quadratmeter Stellfläche noch höhere Wirkungsgrade und einen sparsamen und äußerst leisen Betrieb. „Durch intelligente Details und den Einsatz von äußersten effizienten Antrieben und Komponenten zählt der Stromverbrauch zu den niedrigsten am Markt“, sagt Zahrhuber. Der Kessel könne an zwei Seiten an die Wand gestellt werden und biete somit noch mehr Flexibilität im Heizraum. „Der Brennwertkessel ist aus hochwertigem Edelstahl gefertigt und funktioniert mit jedem Verteilsystem, egal, ob Fußbodenheizung oder Heizkörper. Durch den raumluftunabhängigen Betrieb ist auch der optimale Einsatz im Neubau, speziell bei Niedrigenergie- und Passivhäusern, möglich“, erklärt der Fröling-Marketingleiter.
Einen Schwerpunkt setzt Fröling auch mit der Steuerung seiner Heizkessel via Internet. So hat das Unternehmen die Möglichkeiten der Online-Steuerung froeling-connect um eine App für Android und IOS erweitert. Mit der App können die Fröling Heizkessel noch einfacher, schneller und komfortabler rund um die Uhr von überall überwacht und gesteuert werden.

Tür ist nicht gleich Tür

Auch das Unternehmen Jeld-Wen Türen aus Spital am Pyhrn, das unter der Marke Dana Türen bekannt ist, ist Stammgast bei der Welser Energiesparmesse. Oft müsse den Kunden erst bewusst gemacht werden, dass eine Tür verschiedenste Funktionen erfüllen kann und deshalb schon bei der Planung eines Eigenheims die Türen mitgedacht werden sollten, sagt Marketingchefin Gertraud Scheuchel. Kein Leben, kein Zuhause gleiche dem anderen und daraus ergeben sich jeweils andere Anforderungen an eine Tür. Ein Mensch verbringe in seinem Leben durchschnittlich etwa 42 Tage damit, Türen zu öffnen und zu schließen. „Daher ist das Ziel von Dana ganz klar: für jeden Raum und jede Lebenssituation die richtige Tür zu entwickeln“, sagt Scheuchel. Eine Standardtür bei Dana habe eine Türblattstärke von 42 Millimeter und damit fast zehn Prozent mehr als marktüblich sowie edle Twinbänder, die die Tür in der Angel halten und das ohne Aufpreis. Bei einer frühzeitigen Planung könnten alle Möglichkeiten über die Grundfunktion einer Tür hinaus berücksichtigt werden, zum Beispiel bei raumhohen Türen oder beim Kontext-system, Türen ohne sichtbaren Rahmen (Zarge). Bei Platzmangel könne ganz leicht die Öffnungsrichtung einer Tür mittels der Funktion „Reverso“ geändert werden, sodass das Türblatt nicht im Wege ist. Ebenso setzt Dana einen Schwerpunkt bei Sicherheit und Komfort beim Öffnen und Schließen. Mit „DANAmotion“ gibt es kein Türenknallen und keine auffliegenden Türen, die jemand verletzen oder etwas kaputt machen könnten. Türstopper kennt man bei Dana daher gar nicht.
Eine Tür solle sich beim Öffnen und Schließen einfach perfekt anfühlen. Daher sei die Auswahl von Drückern oder anderen Beschlägen, wie beispielsweise Stoßgriffe, die eine völlig andere Ergonomie beim Öffnen und Schließen ermöglichen, ein wesentlicher Faktor.

Kostenloses Baucoaching

Als Fixpunkt bei der Energiesparmesse hat sich auch die sogenannte „BauArena“ etabliert. Sie findet 2019 bereits zum fünften Mal statt und bietet Endkunden Beratung und Information für ihr individuelles Bauprojekt. Unter dem Motto „Mach Dich schlau für Deinen Bau!“ wird privaten Bauherren an den Besuchertagen in der Halle 1 kostenloses Coaching und unabhängige Beratung von Baumeistern, Bautechnikern und Architekten angeboten.
Mit dem Angebot der Aussteller in den Hallen 1 bis 12 wird die Energiesparmesse zum Zentrum für Baustoffe und bietet eine Leistungsschau für Gebäudelösungen. Hier finden Besucher die Produktentwicklungen ebenso wie aktuelle Trends rund um Energie- und Haustechnik.

Im Bereich Ziegel bzw. Dachziegel sind Unternehmen wie Eder, Wienerberger/Tondach Gleinstätten, Martin Pichler, Senftenbacher, Prefa, Erlus, Eternit und viele mehr vertreten. Bei Dämmstoffen und Fassaden zeigen unter anderem Baumit, Capatect/Synthesa oder Lasselsberger/Blueboard ihre Produkte.
Der Baustoffgroßhandel ist 2019 erstmals durch die Firma Machacek vertreten. Sie repräsentiert am Stand die Marken Bauder, Rockwool, Saint-Gobain Isover und Steinbacher. Die neuesten Fensterentwicklungen zeigen unter anderen Actual, Internorm, Wick, Josko, Sageder, Velux, Silber Fensterbau, Gaulhofer und Entholzer.
Bei Sonnenschutz informieren zum Beispiel Schlotterer, Tritscheler, Valetta, Kobe und Solarlux und in puncto Wintergärten zeigen unter anderen Eichinger, Pascher, Sunhouse oder Schachner ihr Sortiment.
Bei den Bauträgern und Kompletthausanbietern sind Firmen wie Mittermayr, Elk, Haas, Lopas, Buchner, Hartl, Wolf, Scandinavian Blockhaus, Holzhaus Zainzinger, Griffnerhaus Wunschhaus, Wimberger, Gerstl, Buchner, Hausverstand Bau, Stern & Hafferl, Romberger und Weixelbaumer vertreten. Auch beim Handwerksbedarf präsentieren die Aussteller 2019 ein großes Sortiment an Marken, darunter Doka, Makita, Sortimo, Kaindl, Innotec oder Powertrop.

 

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