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Garten

Ohne Sterne geht es zu Weihnachten nicht.

Von Karl Ploberger 29. November 2019 00:04 Uhr

Von tiefrot bis schneeweiß: Das "allerschönste aller Wolfsmilchgewächse" wie der Weihnachtsstern wörtlich übersetzt heißt, spielt (fast) alle Farben.

Von schonenden Transport bis zum richtigen Dünger: Vier Tipps, damit der Weihnachtsstern prächtig gedeiht.

Sie gehören zu Weihnachten wie Adventkranz, Christbaum oder Vanillekipferl – die Weihnachtssterne. Ursprünglich stammt das "allerschönste Wolfsmilchgewächs", wie die wörtliche Übersetzung des botanischen Namens Euphorbia pulcherrima lautet, aus den tropischen Laubwäldern Mexikos, Venezuelas, Brasiliens und Argentiniens. Die Sträucher werden dort bis zu vier Meter hoch und schmücken sich immer dann mit Blüten, wenn die Nacht länger als der Tag ist. Also genau dann, wenn das Weihnachtsfest ins Haus steht. Dann zeigt sich diese Pflanze von ihrer schönsten Seite. Hier die vier wichtigsten Tipps für eine erfolgreiche Pflege des Weihnachtssterns:

  1. Immer schön warm: Ob im Geschäft oder beim Transport nach Hause, ob auf der Fensterbank oder beim Lüften – Kälte ist der langsame Tod des Weihnachtssterns; die Zugluft verursacht ein Abfallen der grünen Blätter. Oft stehen dann nur noch die Gerippe mit den bunten (meist roten) Hochblättern in den Übertöpfen. Daher keine Pflanzen kaufen, die in der Nähe der Eingangstür im Geschäft stehen, und wenn es kalt ist, gut einpacken und niemals lange im kalten Auto lassen.
  2. Durst rechtzeitig löschen: Lässt man die Pflanze verdursten, passiert Ähnliches wie bei der kalten Zugluft. Innerhalb kürzester Zeit verliert der Stock alle grünen Blätter. Freilich – und jetzt wird es für alle mit nichtgrünem Daumen schwierig: Wer die Pflanze ertränkt und tagelang im Wasserbad stehen lässt, erlebt auch den Blattfall – innerhalb kürzester Zeit.
  3. Hunger hat er auch: Wer die Pflanze wirklich gesund und vital erhalten will, sollte mindestens einmal pro Woche dem Gießwasser einen Dünger beimischen. Jeder handelsübliche Blumendünger ist dafür geeignet. Wer biogärtnern will, der nimmt einen Dünger aus Zuckerrüben-Vinasse oder gießt mit dem abgekühlten Kochwasser der Kartoffeln.
  4. So überlebt er: Wer meint, dass die roten Blätter im neuen Jahr einfach fehl am Platz sind, weil sie doch nur "Weihnachten" bedeuten, schneidet die Pflanze nun kräftig zurück und kann sich schon bald am zarten neuen Austrieb erfreuen. Wer auch noch umtopft, stellt seine Leidenschaft für Pflanzen unter Beweis und sorgt für besonders kräftiges Wachstum. Ab Mai sollte der Weihnachtsstern dann am Balkon oder auf der Terrasse stehen. Er wird noch einige Male bis September gestutzt, um sich schön zu verzweigen, und kommt dann schon Anfang Oktober ins Haus. Wo es kein künstliches Licht gibt, werden dann ab Dezember wieder die herrlichen Blüten erscheinen.

 

Artikel von

Karl Ploberger

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