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"Herzenssachen" in den Promenaden Galerien

Von OÖN, 17. April 2024, 19:25 Uhr
"Herzenssachen" in den Promenaden Galerien
Das OÖNachrichten-Forum Linz war beim „Herztag“ sehr gut besucht, rund 700 Interessierte kamen – es gab den ganzen Tag viele Informationen von Expertinnen und Experten des Ordensklinikums. Bild: Ordensklinikum/Martin Wiesler

OÖNachrichten und Ordensklinikum Linz luden zu einem Informationstag zum Thema Herzgesundheit

Das Herz ist der Motor unseres Körpers, doch im Laufe des Lebens gibt es viele Faktoren, warum es aus dem Rhythmus kommen kann oder Schwächen zeigt. Aus diesem Grund widmeten die OÖNachrichten gemeinsam mit dem Ordensklinikum Linz diesem wichtigen Organ einen ganzen Tag, zu dem rund 700 Leserinnen und Leser kamen.

In Österreich stellen Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei Frauen über 65 Jahren und bei Männern über 45 Jahren die Todesursache Nummer eins dar. Deshalb sollte man gut darauf achten, sagte Ordensklinikum-Linz-Geschäftsführer Stefan Meusburger bei der Eröffnung der Veranstaltung in den Promenaden Galerien der OÖNachrichten in Linz. Sein ganz persönlicher Tipp: "Nehmen Sie sich nicht alles zu Herzen, vor allem nicht die unwichtigen Dinge. Und schauen Sie darauf, in Balance zu bleiben, nichts mit Zwang zu machen, sondern sich die Lebensfreude zu bewahren."

Weißdorn-Tee zu trinken, empfahl Monika Aichberger, Vizepräsidentin der Apothekerkammer Oberösterreich, allen gesunden Menschen zur Vorbeugung. "Denn der stärkt das Herz." Wichtig sei außerdem, seine Werte einmal im Jahr kontrollieren zu lassen.

Diese Gelegenheit nutzten am Mittwoch auch gleich viele Besucher des Gesundheitstages – nicht nur beim Stand der Apothekerkammer, sondern auch bei Studenten der Fachhochschule Gesundheitsberufe OÖ. Geschäftsführerin Bettina Schneebauer selbst schaut auf ihr Herz, indem sie viel in der Natur unterwegs ist "und auf eine gute Work-Life-Balance achtet". VP-Landtagsabgeordnete Elisabeth Manhal fährt viel mit dem Rad. "Und ich ernähre mich gesund."

Bildergalerie: Die besten Bilder vom OÖN-"Tag für Ihre Herzgesundheit"

Die besten Bilder vom OÖN-"Tag für Ihre Herzgesundheit"
(Foto: Martin Wiesler) Bild 1/27
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Wenn das Herz stolpert

Einfach und verständlich vermittelten Experten auf dem Podium alle wichtigen Themen rund um die Herzgesundheit. Primar Martin Martinek erklärte etwa, warum auch seltene Rhythmusstörungen behandelt werden müssen und wie sich mit einem Herzschrittmacher die Lebensqualität verbessern lässt. "Viele Herzkrankheiten lassen sich gut behandeln oder sogar heilen", vermittelte der Kardiologe auch gute Nachrichten.

Risikofaktoren
Kardiologie-Primarärzte: Martin Martinek (Elisabethinen), Andreas Winter (Barmherzige Schwestern) Bild: Ordensklinikum/Martin Wiesler

Risikofaktoren

Die koronare Herzkrankheit, bei der die Herzkranzgefäße verkalkt sind, ist die häufigste Erkrankung des Herzens – oft ist ein Infarkt die Folge, der sich durch Brennen, Druck, Kurzatmigkeit und Schmerzen in Arm und Kiefer bemerkbar macht. „Wenn diese Symptome auftreten und andauern, nicht abwarten, sondern unbedingt den Notarzt rufen“, empfahlen die Herz-Primarärzte Martin Martinek und Andreas Winter. Was unserem Herz nachhaltig schadet, ist eindeutig und oft vermeidbar oder behandelbar: Bluthochdruck, ein hoher Cholesterinspiegel, Übergewicht, Bewegungsmangel, Stress und Rauchen.

Was hält gesund?
Diätologin Johanna Fattinger-Picker (FH Gesundheitsberufe), Kardiologin Magdalena Popper (OK) Bild: Ordensklinikum/Martin Wiesler

Was hält gesund?

Für seine Herzgesundheit kann man viel tun – schon lange, bevor Probleme entstehen. Was genau, erklärten Kardiologin Magdalena Popper und Diätologin Johanna Fattinger-Picker: „Ganz wichtig ist, in Bewegung zu bleiben – egal ob mit Spazierengehen, Radeln oder Laufen“, sagte Popper. Auch tägliche Entspannungseinheiten und guter Schlaf seien essenziell für die Herzgesundheit. Beim Essen empfahl Ernährungsexpertin Johanna Fattinger-Picker mediterrane Kost mit vielen pflanzlichen Lebensmitteln, Fisch, Nüssen und guten Ölen. „Und so gut wie möglich auf Fertigprodukte zu verzichten.“

Frauenherzen
Kardiologin Regina Steringer- Mascherbauer ist auch Expertin für Frauenherzen. Bild: Ordensklinikum/Martin Wiesler

Frauenherzen

„Bis zu den Wechseljahren sind Frauen relativ gut vor Herzinfarkten geschützt, weil die weiblichen Hormone in der fruchtbaren Lebensphase das Risiko für Gefäß- und Arterienverkalkung und auch deren Folgen mindern“, erklärte die Kardiologin Regina Steringer-Mascherbauer vom Ordensklinikum Elisabethinen. Fällt der Schutz durch die Hormone weg, nehmen Herzinfarkte bei Frauen zu und verlaufen häufiger tödlich als bei Männern. Auch deshalb, weil Frauen andere Symptome zeigen, teilweise Übelkeit und Magenschmerzen. „Leider ignorieren viele Frauen diese Anzeichen und holen oftmals zu spät Hilfe.“

Herzschwäche
Matthias Michlmayr (v.l.), Wolfgang Steiner (Arbeiter-Samariter-Bund) und Herbert Pickl Bild: Ordensklinikum/Martin Wiesler

Herzschwäche

„Das Herz ist der Sitz der Seele.“ Mit diesem Satz machte Oberarzt Matthias Michlmayr klar, dass bei kardiologischen Problemen meist nicht nur der Körper, sondern auch die Psyche miteinbezogen werden muss. Dass es mindestens zwanzig Ausprägungen von Herzschwäche gebe, sei auch die Ursache für sehr unterschiedliche Therapieansätze. Für die intensive Betreuung nach einer solchen Diagnose ist im Ordensklinikum Linz Elisabethinen u. a. Herbert Pickl zuständig. Seit zwanzig Jahren geht er auf die Bedürfnisse von Patienten ein: „Jeder reagiert unterschiedlich, Männer anders als Frauen.“

Herz & Seele
Kardiologe Martin Schmid und Klinische Psychologin Birgit Wille-Wagner Bild: Ordensklinikum/Martin Wiesler

Herz & Seele

Schmerzen im Brustkorb müssen nicht immer auf einen Herzinfarkt hindeuten. „Etwa 1500 Patientinnen und Patienten kommen pro Jahr mit Verdacht auf einen Herzinfarkt zu uns ins Spital, haben aber tatsächlich eine Panikattacke“, sagte der Kardiologe Martin Schmid vom Ordensklinikum Elisabethinen. Für Betroffene sei der Unterschied in der Regel nicht erkennbar, wie Birgit Wille-Wagner, Leiterin der Klinischen Psychologie am Ordensklinikum Elisabethinen, erklärte. „Ursache für Panikattacken sind oft traumatische oder extrem belastende Ereignisse, die unbewältigbar erscheinen“, so die Expertin.

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1  Kommentar
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nixnutz (4.225 Kommentare)
am 17.04.2024 21:02

Herzgesundheit bzw Krankheit) betrifft mehrheitlich Männer.

Im Publikum sieht man gefühlt 80-90 Prozent Frauen.

Die OÖN sollten ihr Veranstaltungsmarketing ernsthaft überdenken. Abgesehen dass tagsüber nur Pensionisten viel Freizeit haben. Anzusprechen wäre die Zielgruppe schon ab 50 Jahren.

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