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Borreliose: Könnte es bald eine Impfung geben?

Von Barbara Rohrhofer, 03. Juni 2024, 13:55 Uhr
Zecke
Zecken können neben FSME auch Borreliose übertragen. Foto: dpa Bild: Foto: APA

Weitere Zeckenimpfung der Pharmakonzerne Valneva und Pfizer liefert in der Testphase vielversprechende Ergebnisse

Gegen die von Zecken übertragene Infektionskrankheit FSME kann man sich seit beinahe 50 Jahren impfen lassen. Die Spinnentiere übertragen aber auch Krankheiten, die durch Bakterien ausgelöst werden: die Borreliose. Bis dato gibt es dagegen keine Impfung. Jetzt hat mit Valneva ein Wiener Unternehmen ein vielversprechendes Vakzin mit dem Namen "VLA15" entwickelt, das sich bereits in einer frühen Testphase bewährt hat.

In der Fachzeitschrift "Lancet Infectious Diseases" sind jetzt Resultate aus klinischen Studien erschienen. Ergebnis: Drei Teilimpfungen könnten vor der Erkrankung schützen. "VLA15" wird von Valneva in Kooperation mit dem Pharmakonzern Pfizer hergestellt – und ist derzeit der weltweit einzige Borreliose-Impfstoff in der klinischen Testphase.

Sicher und gut verträglich

Der Impfstoff soll die sechs häufigsten Typen von Borreliose, die in Europa und Nordamerika vorkommen, abdecken. "VLA15 war sicher, wurde gut vertragen und hat bei den 800 Versuchspersonen, die zwischen 18 und 65 Jahren alt waren, eine robuste Antikörperantwort hervorgerufen", schrieben Nicole Bezay und ihre Co-Autoren in "Lancet Infectious Diseases".

Mittlerweile führt der Pharmakonzern Pfizer weitere Studien mit rund 6000 Personen in den USA durch. Jetzt geht es darum, zu beweisen, dass der neuartige Impfstoff Menschen auch in der Realität vor der Erkrankung schützt. Bis diese Ergebnisse vorliegen, wird es allerdings noch einige Zeit dauern.

Wanderröte als typisches Symptom

Nach Schätzungen erkranken in Österreich jährlich zwischen 25.000 und 70.000 Menschen an Borreliose, so die Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit.Borreliose ist vermeidbar, wenn der Körper rechtzeitig auf Zecken abgesucht wird und diese fachgerecht entfernt werden. Andernfalls kann bei Ausbruch der Krankheit mit Antibiotika behandelt werden.

Ein typisches Symptom für eine Borrelieninfektion ist die sogenannte Wanderröte. Sie tritt meist einige Tage nach dem Zeckenbiss auf. Diese deutliche ringförmige Hautrötung ist oft im Zentrum blasser als am Rand. Der rote Ring wandert dann allmählich nach außen. Typisch für eine Neuroborreliose sind Nervenschmerzen, die sich nachts verschlimmern, sowie motorische Ausfälle wie etwa Taubheitsgefühle.

Weitere Krankheitssymptome sind Fieber, Muskel- und Kopfschmerzen sowie Müdigkeit. Sehr selten kommt es nach einer Borrelieninfektion auch zu einer Entzündung des Herzmuskels, die sich in Herzrhythmusstörungen äußern kann.

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Autorin
Barbara Rohrhofer
Leiterin Redaktion Leben und Gesundheit
Barbara Rohrhofer
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9  Kommentare
9  Kommentare
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tulipa (3.353 Kommentare)
am 04.06.2024 16:35

Borreliose ist eine echt heimtückische Krankheit. Kann auch im Körper schlummern und mit starker Verzögerung ausbrechen, besonders unangenehm, weil schwierig zu diagnostizieren und kann extrem schmerzhaft sein.

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gaukel50 (1.971 Kommentare)
am 03.06.2024 21:49

Es gibt mehr als man glaubt, die damit geplagt sind.
Ist alles andere als angenehm und zur Zeit nur mit Antibiotika zu bekämpfen, aber nicht für ewig immun zu sein. Wartet man zu lange bis zum Arztbesuch kann es ganz schön schlimm werden.

Kein Arzt - kein Impfgegner - kein Pharmafreund - ein Betroffener, der zu lange gewartet hat.

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kirchham (2.323 Kommentare)
am 03.06.2024 17:31

Irgendwann haben wir so viele IMpfungen das wir nicht mehr wissen was wir geimpft sind.
Der Impfpass wird dann wohl ein Impfbuch werden.

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Natscho (4.932 Kommentare)
am 03.06.2024 17:56

Sei froh, dass es Impfungen gibt.
Die Schwester meiner Oma zb musste Kinderlähmung ertragen und hatte lebenslang damit zu kämpfen

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kirchham (2.323 Kommentare)
am 03.06.2024 18:53

Hastbdu irgendwas gelesen das ich sagte es soll keine Impfungen geben, es war eine Feststellung und sonst nichts. Nicht Öl ins Feuer leeren.

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Natscho (4.932 Kommentare)
am 04.06.2024 09:30

es war offensichtlich ein dummer, sarkastischer Kommentar

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soistes (250 Kommentare)
am 03.06.2024 15:43

Gut für die Menschen in den betroffenen Gebieten.

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detti (1.871 Kommentare)
am 03.06.2024 15:11

Das wird den Pfizer aber freuen, dass es ein weiteres Geschäftsfeld gibt. Die Corona Impfung ist ja kein Renner mehr, obwohl das ja egal ist, denn die Lieferverträge sind ja langfristig. Die erfolgreiche FSME Impfung war für alle ein Segen, ist aber in den letzten Jahren keine Cashcow mehr, da man nun weiß, dass sie viel länger anhält und bereits nach 2 Impfung in der Vergangenheit, 1 Auffrischung genügt. Früher war das anders, da musste man immer wieder mit der 3fachen Grundimmunisierung anfangen, aus is mit dem Geldregen.

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oleschri (48 Kommentare)
am 03.06.2024 16:36

Schade, dass es keine Impfung gegen Gespenstersehen gibt.

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