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Viral oder bakteriell? Infektionen bekämpfen

Von Von Christine Radmayr, 24. November 2010, 00:04 Uhr
Viral oder bakteriell? Infektionen bekämpfen
Vor Antibiotikagabe Hustenursache genau abklären. Bild: colourbox

Petrus bescherte uns die letzten Wochen ein Wechselbad von frühlingswarm und winterkalt: das optimale Wetter zum Verkühlen. Mini Med thematisiert heute im Neuen Rathaus die Therapie von Infektionskrankheiten unter dem Motto „Was tun – Impfung, Antibiotika oder Tee?“

Husten, frösteln, Gliederschmerzen – grippaler Infekt oder Grippe? Das fragen sich derzeit viele, die mit solchen Symptomen darnieder liegen. Die Influenza ist eine schwere virale Infektionskrankheit, die speziell für Menschen mit einem Grundleiden zu schweren Komplikationen führen kann. Im Unterschied zum grippalen Infekt kommt es bei der Grippe plötzlich zu Schüttelfrost, hohem Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen, trockenem Husten und Halsschmerzen. Die Beschwerden sind stärker und halten länger an als bei Erkältungskrankheiten. Die Übertragung erfolgt durch Tröpfcheninfektion beim Niesen oder Husten, aber auch durch Kontakt der Hände mit verunreinigten Oberflächen wie Türklinken. Darum ist die Hygiene wie Händewaschen besonders wichtig zur Vorbeugung dieser Infektion.

Die Referenten beim heutigen Vortragsabend informieren über die Entwicklung des Immunsystems sowie die Sinnhaftigkeit der Gabe von Antibiotika und von Impfungen bei verschiedenen Infektionskrankheiten.

Gerade in der Winter- und Grippezeit steigt die Antibiotikaverordnung stark an. Dabei sind die meisten Infektionen wie Mittelohr- oder Nebenhöhlenentzündung und Bronchitis viral bedingt. „Immer noch werden Antibiotika gegen viral verursachte Infektionen verschrieben, auch wenn sie dort nicht wirken“, sagt Primaria Univ.-Dozentin Petra Apfalter vom Institut für Mikrobiologie, Hygiene und Tropenmedizin im KH der Elisabethinen in Linz. Um Resistenzen zu verhindern, sollen Antibiotika nur da, wo sie nötig und sinnvoll sind, und dann in ausreichend hoher Konzentration eingesetzt werden.

Bei kindlichen Krankheiten unterscheidet man:

Kinderkrankheiten: Dazu gehören jene Erkrankungen, die in der Regel im Kindesalter auftreten und wogegen der Körper nach durchgestandener Krankheit ein Leben lang immun ist. Dazu gehören etwa Mumps, Masern, Windpocken oder Kinderlähmung. Der Rückgang dieser zum Teil bedrohlichen Krankheiten ist Impfungen zu verdanken.

Krankheiten im Kindesalter: Darunter versteht man Krankheiten, die vor allem im Kindesalter auftreten, aber keine Immunität hinterlassen. Beispiele sind etwa Brechdurchfall durch Rotaviren oder Scharlach. Das kindliche Immunsystem lernt laufend durch die Auseinandersetzung mit Infektionserregern. Kleinkinder können im Schnitt acht bis zehn Mal unter grippalen Infekten pro Jahr leiden, was nicht unbedingt beunruhigend ist. Wichtig ist zu erkennen, wann aus einer Verkühlung etwa eine Lungenentzündung wird.

Hohes Fieber ärztlich abklären

„Häufig treten im Kindesalter Darminfekte viraler Ursache auf, auch wenn schwere Verläufe seit Einführung der Rotavirus-Schluckimpfung seltener geworden sind“, sagt Oberarzt Pöppl. Vorsicht: Heftiges Erbrechen mit Durchfällen kann zur Austrocknung des Kindes führen.

Ähnliche Symptome meist mit hohem Fieber können auch bei einer Blutvergiftung (Sepsis), ausgelöst durch einen Harnwegsinfekt oder Gehirnhautentzündung auftreten. Ein Arztbesuch mit einem fiebernden Kind muss daher immer – sofern keine andere Ursache gefunden wird – eine Harnuntersuchung beinhalten. Bei folgenden Symptomen des Kindes den Arzt konsultieren:

•Fieber über 40 °C; anhaltendes hohes Fieber über mehr als drei Tage; Krampfanfälle. Kinder unter einem halben Jahr, die über 39 Grad hinauffiebern.

•Schläfriges, apathisches Kind mit schlechtem Allgemeinzustand

•Anhaltend rasche Atmung mit mehr als 50 Atemzügen pro Minute

•mangelnde Flüssigkeitsaufnahme; starkes Erbrechen

•Hautausschlag (punktförmig), welcher auf Druck nicht verblasst

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