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Dauernd grantig und schlecht gelaunt? Oft sind unerfüllte Bedürfnisse schuld

Von Barbara Rohrhofer, 11. September 2018, 06:18 Uhr
Dauernd grantig und schlecht gelaunt? Oft sind unerfüllte Bedürfnisse schuld
Manche Menschen reagieren ganz einfach gereizt, wenn sie zu wenig geschlafen haben, andere, weil sie sich ausgenutzt und überfordert fühlen. Bild: Colourbox

Manchmal fehlen den Grantlern ganz einfach Anerkennung, Geborgenheit und Zuneigung.

Das Kind macht schon beim Frühstück ein Gesicht wie sieben Tage Regenwetter, der Kollege im Büro knurrt zur Begrüßung ein gereiztes "Morgen", und die Verkäuferin beim Bäcker war auch schon einmal freundlicher. Sie würdigt die Kunden keines Blickes. Schlechte Laune kann sich in vielen Formen äußern. An manchen Tagen kommt man sich vor, als sei man ausschließlich von grantigen Menschen umgeben, und tut sich schwer damit, selbst gut gelaunt zu bleiben. Ist auch ganz schön schwierig, wie schon Schriftsteller Charles Dickens feststellte, als er schrieb: "Nichts auf der Welt ist so wunderbar ansteckend wie schlechte Laune!"

Das rote Lämpchen leuchtet

"Schlechte Laune ist so etwas wie ein rotes Lämpchen beim Auto", sagt die Linzer Psychologin und Psychotherapeutin Christa Schirl. Sie rät, solchen Gefühlszuständen, sollten sie länger andauern und öfter vorkommen, unbedingt auf den Grund zu gehen. "Denn nur, wer das tut, kann etwas über sich und andere lernen – und womöglich seine Laune und sein Leben nachhaltig verbessern."

Dauernder Grant sei jedenfalls fast immer ein Zeichen eines unerfüllten Bedürfnisses. "Manche Menschen reagieren ganz einfach gereizt, wenn sie zu wenig geschlafen haben, andere wiederum werden unleidlich, weil sie hungrig sind, weil es ihnen zu kalt oder zu warm ist, weil sie heute noch keinen Sport gemacht haben", sagt Schirl.

Vielfach hätten schlechte Laune, Unwirschsein und Reizbarkeit aber schlicht mit Stress und Überforderung zu tun. Aber nicht immer seien die Gründe derart leicht herauszufinden und auch zu beheben. "Dann zahlt es sich auf jeden Fall aus, auf Spurensuche zu gehen", sagt die Psychologin. Ein sehr häufiger Grund für eine permanente Gereiztheit sei das Vernachlässigen der eigenen Grundbedürfnisse. "Frauen mit Kindern neigen dazu, sich selbst – oft über viele Jahre hinweg – zurückzunehmen und wirklich alles für den Nachwuchs zu geben. Diese perfekten Mütter haben sehr hohe Ansprüche und nehmen sich keine Zeit für sich selbst. Irgendwann kommt es zu einer emotionalen Erschöpfung, die sich in schlechter Laune äußern kann", erzählt Schirl aus ihrer Praxis als Psychotherapeutin und nennt einen anderen, häufigen Auslöser für ein Leben in dauergereizter Stimmung. "In manchen Liebesbeziehungen und Freundschaften kommt es über die Jahre hinweg zu einer Schieflage. Der eine Partner gibt stets zu viel, der andere zu wenig. Irgendwann entdeckt der Gebende sein Minuskonto und reagiert mit Rückzug und Gereiztheit." Meist gehe es eben um Grundbedürfnisse wie Anerkennung, Zuneigung oder Geborgenheit.

Produktiv durch schlechte Laune

Aber nicht immer sei schlechte Laune von Nachteil. Verhaltensforscher und Evolutionsbiologe Gregor Fauma ist der Auffassung, dass schlecht gelaunte Menschen produktiver bei der Arbeit seien: Wer übel gelaunt sei, mache weniger Fehler, sei konzentrierter bei der Arbeit und kritischer in der Bewertung als jemand, der gut gelaunt sei.

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