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Klimts "Fräulein Lieser" wurde um 35 Millionen Euro versteigert

24. April 2024, 16:44 Uhr
Klimt GemŠlde ãBildnis FrŠulein LieserÒ: Wiener Auktionshaus im Kinsky lŠdt im April zur šffentlichen Besichtigung
Gustav Klimt: "Bildnis Fräulein Lieser" Bild: Auktionshaus im Kinsky Vienna

Das Gemälde von Gustav Klimt kam am Mittwoch in Wien unter den Hammer und blieb weit unter den erwarteten bis zu 70 Millionen Euro. Knapp vor der Auktion soll ein neuer Erbe aufgetaucht sein.

Die Anspannung im Wiener Auktionshaus im Kinsky war gestern spürbar. Um 17.31 startete die Auktion des „Bildnis Fräulein Lieser“ von Gustav Klimt (1862-1918). Das Werk galt jahrzehntelang als verschollen. Erst im Jänner hatte das Auktionshaus das Bild mit einem Schätzwert von bis zu 50 Millionen Euro präsentiert, man rechnete mit bis zu 70 Millionen Auktionserlös.

Doch die Sensation blieb aus. Nachdem Auktionator Michael Kovacek das erste Gebot mit 28 Millionen aufgerufen hatte, folgte nur ein weiteres, bis eine Person im Saal 30 Millionen bot. Dann herrschte Stille. Um 17.33 Uhr war das Bild für 35 Millionen – inklusive Aufgeld – verkauft. Es geht in eine Privatsammlung nach Hongkong, in Rosaline Wongs HomeArt. Dass das Interesse bei den Bietern so gering war, überrascht. 2022 war Gustav Klimts „Buchenwald“ (Birkenwald) bei einer Auktion in London um knapp 105 Millionen Euro verkauft worden.

Kunstkrimi bis zuletzt

Der Kunstkrimi um das Bild blieb bis zur letzten Minute spannend. Wie die Süddeutsche Zeitung (SZ) gestern berichtete, soll sich kurz vor der Auktion noch ein bis dahin unbekannter erbberechtigter Mann aus München beim Bundesdenkmalamt gemeldet und gefordert haben, die Ausfuhrgenehmigung nicht zu erteilen.

Das Bild ist nur lückenhaft erforscht. Gustav Klimt begann 1917 mit der Arbeit, konnte es bis zum Tod 1918 aber nicht fertigstellen. Es wurde unvollendet an den Auftraggeber verkauft. Nicht klar ist, wer das war: der Industrielle Adolf Lieser oder seine Schwägerin Henriette Lieser? Daher weiß auch niemand, wer im Bild dargestellt ist: Adolfs Tochter Margarethe Constance? Oder eine von Henriettes Töchtern, Helene oder Annie?

Außerdem gibt es Lücken in der Provenienzforschung. Der Verbleib des Bildes zwischen 1925 und den 1960er-Jahren ist ungeklärt. Ab dann soll es über Generationen vererbt worden sein. Zuletzt hing es in einer Villa nahe Wien. Die jetzigen Besitzer erbten das Bild vor zwei Jahren.

Daher wird der Erlös auf Basis einer Vereinbarung nach den sogenannten „Washington Principles“ unter mehreren möglichen Rechtsnachfolgern aufgeteilt. Damit seien alle möglichen Ansprüche abgeklärt, hieß es vorab vom Auktionshaus. Eine Ausfuhrgenehmigung seitens des Bundesdenkmalamtes war zuvor erteilt worden. Laut SZ will sich das Auktionshaus erst nach der Versteigerung mit dem neuen Erbberechtigten auseinandersetzen. Das Denkmalamt erklärte, dass vor einer Ausfuhr alle Ansprüche zu klären seien.

 

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4  Kommentare
4  Kommentare
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nichtschonwieder (8.835 Kommentare)
am 26.04.2024 09:25

Immer noch überbewertet.

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NeujahrsUNgluecksschweinchen (26.701 Kommentare)
am 25.04.2024 09:31

Da war der gestern noch auftauchende, angebliche Erbe wohl noch verunsicherungsstiftend hinderlich...

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nixnutz (4.257 Kommentare)
am 24.04.2024 21:21

"für 35 Millionen – inklusive Aufgeld "

Also grob gerechnet 28 mio Erlös. Der heftige Verdienst des Versteigerers ist ziemlich nebensächlich.

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nixnutz (4.257 Kommentare)
am 24.04.2024 21:19

Für ein (ohne eigenes Zutun) bloß zufällig "gefundenes" Bild sind 35 mio hoffentlich auch noch ausreichend erträglich. Bevor gar noch jemand in Mitleid ausbricht.

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