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Eine Parkettheizung hilft gegen "Eisfüße"

Fußbodenheizung und Parkett sind kein Widerspruch. Bild: vdp/Hain

Eine Parkettheizung hilft gegen "Eisfüße"

In Zeiten des energieeffizienten Bauens gewinnen Fußbodenflächenheizungen immer mehr an Bedeutung. Das gleichmäßig im Raum verlegte System erzeugt trotz geringer Systemtemperaturen und effizientem Betrieb eine wohlige Wärme

Von Sonderthemen-Redaktion, 28. Oktober 2017 - 00:04 Uhr

Ein Bodenbelag aus Echtholz strahlt von Natur aus eine wohlige Wärme aus, die sich positiv auf das Wohlbefinden der Bewohner auswirkt. Neben der angenehmen Optik schützt Parkett besser als alle anderen Werkstoffe vor Bodenkälte - und deshalb steht es in der Verbrauchergunst auch ganz weit oben. Verlegt auf einem flächenbeheizten Estrich in Form einer Fußbodenheizung entsteht eine kongeniale Parkettheizung, die optimal gegen Eisfüße hilft. Damit diese Kombination ideal funktioniert, muss bereits in der Planungsphase auf ein paar wesentliche Faktoren geachtet werden.

Einerseits muss eine gute Zusammenarbeit zwischen Architekt, Heizungsbauer und Parkettleger gewährleistet sein. Um eine Wohnung möglichst schnell und ausgewogen erwärmen zu können, bedarf es zudem eines Bodenbelags mit geringem Wärmedurchlasswiderstand. Parkett hat einen für diese Beheizungsart günstigen Wert, der weder zu hoch, noch zu gering ist.

Beim Holz sollte die Wahl auf eine Art mit geringem Schwind- und Quellverhalten fallen. Die beliebte Eiche eignet sich hierfür besonders, aber auch andere Holzarten kommen in Frage.

Zu guter Letzt sollte bei der Kombination Parkett und Fußbodenheizung gerade während der Wintermonate auf eine ausreichende Luftfeuchte geachtet werden, damit der Bodenbelag nicht austrocknet. Holz gibt Feuchtigkeit zu Gunsten eines guten Raumklimas ab, muss aber - ähnlich wie die menschliche Haut - irgendwann auch wieder Feuchtigkeit aufnehmen.

"In Kombination mit fußwarmem Parkett können selbst bei frostigen Außentemperaturen die dicken Socken in der Schublade gelassen werden", weiß der Vorsitzende des Verbandes der deutschen Parkettindustrie (vdp), Michael Schmid.

Angenehme Temperatur im Raum und auf der Bodenfläche

Für einen optimalen Wärmedurchgang vom Unterboden durch das Holz sorgt ein vollflächig verklebter Boden. Durch die Verklebung können sich keine isolierenden Luftschichten unter dem Parkettboden bilden. Der entsprechende Klebstoff muss für den Einsatz von Heizestrichen geeignet sein. Bei einer Raumtemperatur von 20 bis 22 Grad sollte die Temperatur des Parketts bei zirka 24 Grad Celsius liegen und es sollte versucht werden, die relative Luftfeuchtigkeit bei etwa 50 Prozent zu halten. Schmid: "Wenn diese Vorgaben eingehalten und die geeigneten Materialien ausgewählt werden, ist die Kombination von fußwarmer Parkettoberfläche und Fußbodenheizung optimal - nicht nur für die Füße, sondern vor allem auch für das allgemeine Wohlbefinden von Mensch und Tier."

Eine Parkettheizung hilft gegen "Eisfüße"
Der moderne Aufbau einer Fußbodenheizung bei verklebtem Mehrschichtparkett.  
Bild: vdp/ProLine Energy GmbH
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