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Frauenzeit

"Du musst dich immer in den Spiegel schauen können"

08. Mai 2021 00:04 Uhr

"Du musst dich immer in den Spiegel schauen können"
Der familiäre Zusammenhalt als wichtiges Fundament

Mutter Herta Naderer war Krankenschwester und Hausbesorgerin, Tochter Sabine Naderer-Jelinek ist Bürgermeisterin.

Auch wenn meine Mama immer berufstätig gewesen ist, war sie stets für uns da und erreichbar", sagt Sabine Naderer-Jelinek, die Bürgermeisterin von Leonding. In den ersten Jahren, als sie und Bruder Christian noch klein waren, "hat sie als Krankenschwester nur Nachtdienst gemacht." Und als ihre Mutter Herta später als Hausbesorgerin gearbeitet habe, "war sie auch immer für uns erreichbar. Ich habe ja gewusst, in welchem Wohnblock sie gerade arbeitet."

Auch im Engagement für andere dürfte die heute 69-jährige Herta Naderer ihrer Tochter Vorbild gewesen sein. Immerhin vertrat sie als Hausbesorger-Betriebsrätin die Interessen der Kolleginnen. "Meine Mama hat mir gezeigt und vorgelebt, dass Beruf und Familie kein Widerspruch sein müssen. Und dass Frauen ganz schön belastbar sind." Neben der Arbeit als Krankenschwester habe sie "dann auch noch zu Hause die Pflege meiner Großeltern mit meinem Vater zusammen übernommen."

Teamwork sei im Hause Naderer eine Selbstverständlichkeit gewesen. "Papa hat genauso gekocht wie Mama. Und auch wir Kinder haben mit zunehmendem Alter Aufgaben übernommen. Es war klar, wir helfen zusammen."

Die Mutter sei also in vielen Bereichen ein Vorbild gewesen. Und die Beziehung habe noch einmal eine andere Qualität bekommen, "als ich selbst Mutter geworden bin. Da gab es Momente, wo ich unsicher war, ob ich dieser Riesenaufgabe gewachsen bin, die Verantwortung für so ein kleines Wesen zu übernehmen." Und wieder sei es die Mama gewesen, die sie gestärkt und ihr Mut zugesprochen habe. "Sie hat immer gesagt, du kannst gar nichts falsch machen und hat mir unter die Arme gegriffen." Wertvoll sei auch die Erdung, die ihr Mutter Herta mitgegeben habe. "Egal was du tust, du musst dich immer in den Spiegel schauen können – und vergiss nie, wo du herkommst" sei eine typische Aussage der Mutter. Und was kann die Tochter bis heute nicht so gut wie die Mama? "Das Strudlziehen. Immer reiße ich Löcher in den Teig für den Apfelstrudl", sagt Naderer-Jelinek und lacht.

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