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Wirtschaftsraum OÖ

Raiffeisenlandesbank gliedert milliardenschwere Tochter ein

Von Alexander Zens   31. Juli 2015 00:04 Uhr

Raiffeisenlandesbank gliedert milliardenschwere Tochter ein
Neue Privat-Bank-Leiterin Perndorfer

LINZ. Die Privat Bank AG und bankdirekt.at werden in die Raiffeisenlandesbank Oberösterreich integriert. Damit sollen rund 1,5 Millionen Euro an jährlichen Einsparungen lukriert werden. Für die Privat Bank gibt es auch eine neue Chefin.

Die Raiffeisenlandesbank Oberösterreich (RLB) gliedert ihre Tochter, die Privat-Bank-Gruppe, ein. Dazu gehört einerseits die Privat Bank AG, die Private Banking betreibt und rund 4,1 Milliarden Euro Geschäftsvolumen hat, andererseits die Internetbank der RLB, bankdirekt.at mit 700 Millionen Euro Geschäftsvolumen.

Mit der Integration der im Jahr 2000 als Tochter gegründeten Privat Bank AG und der 2007 gegründeten bankdirekt.at sollen jährliche Einsparungen in Höhe von rund 1,5 Millionen Euro erreicht werden. Das ist im wesentlichen auf die Vermeidung von Doppelgleisigkeiten zurückzuführen. Es geht um die verschärften regulatorischen Vorschriften der von der Europäischen Zentralbank (EZB) angeführten Aufsichtsbehörden. Die Privat Bank hätte parallel zur Mutter RLB viel Infrastruktur aufbauen müssen – etwa für Meldewesen, Bilanzierung, Technik und Compliance.

Es sei wichtig, den Kunden weiter das gesamte Leistungsspektrum anzubieten, sagt Michaela Keplinger-Mitterlehner, stellvertretende Generaldirektorin der RLB: "Wir investieren lieber in den Markt als in die Umsetzung von Regularien."

Waltraud Perndorfer wird Leiterin des künftigen RLB-Geschäftsbereichs Privat Bank, also des Private Banking. Derzeit ist sie für die institutionellen Veranlagungskunden der RLB zuständig. Der bisherige Privat-Bank-AG-Chef Helmut Praniess wurde per 1. September zum Generaldirektor der Hypo Salzburg bestellt. Hubert Gärtner und Werner Hackl, derzeit im Vorstand der Privat Bank AG, werden Perndorfers Stellvertreter. Die Verantwortung für den Bereich bankdirekt.at bleibt bei Manfred Nosek.

Standorte bleiben bestehen

Die Privat Bank AG beschäftigt 96 Mitarbeiter, bankdirekt.at elf. Zusammen haben sie 23.500 Kunden und im Vorjahr ein Rekord-Betriebsergebnis von 10,8 Millionen Euro erwirtschaftet. Es gebe keinen Mitarbeiterabbau, sagt Keplinger-Mitterlehner. Die Standorte der Privat Bank AG in Linz, Wien, Prag, München, Passau, Regensburg und Würzburg sollen bleiben. Für die Kunden ändere sich bis auf Kleinigkeiten wie Kontodaten nichts, heißt es von der RLB.

Die Eingliederung soll im Herbst erfolgen, die Aufsichtsbehörden müssen noch zustimmen.

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