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Wirtschaftsraum OÖ

Ali nimmt die heimische Logistikwelt unter die Lupe

23. November 2018 00:04 Uhr

Ali nimmt die heimische Logistikwelt unter die Lupe
Strugl, Steinkellner, Schwammenhöfer, Staberhofer

LINZ. FH Steyr entwickelte für das Infrastrukturministerium erstmals ein ausgeklügeltes Kennzahlen-System.

Wie steht es um die Verfügbarkeit von Lagerhallen? Wie wird die Verkehrsinfrastruktur inklusive der Staus bewertet? Wo gibt es überhaupt ausreichend Transportkapazitäten? Wie steht es um die Breitband-Anbindung für Logistik-Dienstleister? 120 solcher logistik-relevanter Bewertungskriterien wurden nun erstmals in einem österreichweiten Logistik-Kennzahlen-System vom Logistikum Steyr zusammengefasst.

Auftraggeber für diese Bestandsaufnahme war das Infrastrukturministerium. Präsentiert wurde dieser Austrian Logistics Indicator (Ali) exklusiv in Oberösterreich.

Oberösterreich schneidet in vielen Punkten überdurchschnittlich gut ab. Die Region Linz-Wels punktet mit der Infrastruktur, Steyr-Kirchdorf mit Forschung und Innovationsbereitschaft, hier zählen Patente und die rasche Umsetzung neuer Technologien.

"Wir haben in den vergangenen Jahren einen Schwerpunkt auf Logistik gelegt. Der Indikator liefert Ansätze, worauf künftig Schwerpunkte zu legen sein werden", sagt Landeshauptmann-Stellvertreter Michael Strugl. Infrastruktur-Landesrat Günther Steinkellner sieht in dem neuen Instrument vor allem Ansätze für Entwicklungsmöglichkeiten und eine Förderanleitung. "Objektive Daten bieten Entscheidungsgrundlagen abseits des Bauchgefühls." Denn die Ergebnisse sind in vielen Bereichen nicht überraschend, sondern Bestätigungen. Das sieht man auch im Infrastrukturministerium so: "Mit dem Ali haben wir ein Kennzahlen-Tool entwickelt, das sich an Logistikverantwortliche und Entscheidungsträger auf Länder- bzw. Regionalebene und an die Unternehmen der Logistikwirtschaft in Österreich richtet", sagt Verkehrsminister Norbert Hofer.

Franz Schwammenhöfer, der im Ministerium die Stabstelle Logistik-Koordination leitet, sagt zur weiteren Vorgangsweise: "Die Daten werden alle zwei Jahre auf den neuesten Stand gebracht. Ab der zweiten, dritten Wiederholung der Messung können wir Trends herauslesen." Auch andere staatliche Institutionen wie der Forschungsförderungsgesellschaft FFG und die Ansiedlungsgesellschaft Austrian Business Agency wollen mit den Daten arbeiten.

Wettbewerbsvorteil für Regionen

Oliver Schauer von der FH Steyr sieht langfristig einen Standortvorteil in dem Instrument. "Das Thema Logistik in messbaren Kriterien belegen zu können, kann im Wettbewerb der Regionen Vorteile bringen."

Für das Logistikum Steyr an der Fachhochschule könnte die Erstellung des Indikators ein Geschäftsmodell werden. "Wir führen einige Gespräche, etwa in der Schweiz." International gibt es nur eine anerkannte, aber laut den Experten wenig aussagekräftigen Logistik Performance Index der Weltbank. "Wenn es so eine ungenaue Kennzahl wie diese schafft gehört zu werden, dann sollten wir es mit dem fundierten Instrument auch schaffen." (sib)

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