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Händler der alten Schätze

Von Josef Lehner, 24. September 2016, 00:04 Uhr
Händler der alten Schätze
Clemens Riedl und Markus Inzinger: Weinhandel der besonderen Art Bild: Trinkreif

Zwei Oberösterreicher lieben Wein und trinken gerne alte Raritäten aus dem In- und Ausland. Daraus haben sie eine Geschäftsidee entwickelt und ein kleines Unternehmen gegründet.

Es gibt für Menschen 1000 Gründe, Wein zu kaufen", sagt der gebürtige Linzer Markus Inzinger. Er hat mit dieser Erkenntnis ein ungewöhnliches Geschäftsmodell verwirklicht. Er kauft mit seinem Freund und Geschäftspartner Clemens Riedl in Bausch und Bogen den Inhalt alter Weinkeller auf, strukturiert ihn und verkauft ihn, auch in Einzelflaschen. Dazu haben sie vor exakt einem Jahr in Wien die Weinhandelsfirma "Trinkreif" gegründet.

Zuvor hat das Duo vielerlei Erfahrungen dabei gemacht, edle Tropfen für den Eigenbedarf zu erwerben. So wurden sie Schritt für Schritt zu gewerblichen Weinhändlern, neben ihren Hauptberufen.

Inzinger ist Miteigentümer der Otago Online Consulting in Wien, die sich unter anderem mit Suchmaschinenmarketing beschäftigt und in Linz demnächst ein Büro eröffnen wird. Riedl (45), ein Sohn des ehemaligen Landesschulratspräsidenten Johannes Riedl, ist hauptberuflich Software-Manager in den Niederlanden und Teilhaber von autogott.at.

Sie kaufen den Inhalt ganzer Weinkeller

"Wir kaufen ganze Weinkeller auf von Restaurants, die zusperren, oder auch von Privatkellern nach Todesfällen der Eigentümer", erzählt Inzinger. Weinfreunde, die sich zu üppig eingedeckt haben und reife Jahrgänge aussortieren wollen, zählen ebenfalls zu den Anbietern. Um fachlich den Überblick zu behalten, beschränken sich die Trinkreif-Händler auf Bestände aus Österreich, Bordeaux und Burgund, Piemont und Toskana. Man könne sich nicht überall auskennen. Und Qualitäten zu bewerten, sei Knackpunkt des Geschäfts. Blind werde nicht gekauft, sondern erst nach Bestandsaufnahme.

"Wir zahlen aber immer faire Preise, auch wenn sich Leute nicht auskennen. Heute sind die Preise gereifter Weine durch das Internet ja völlig transparent." Sehr wertvolle Tropfen ab etwa 500 Euro pro Flasche werden nur abgenommen, wenn eine Rechnung vorliegt, woher der Wein eingekauft worden ist. Jede Flasche wird dann bewertet und in einem Keller im dritten Bezirk in Wien gelagert. Dort warten mittlerweile rund 7000 Flaschen auf die Interessenten reifer Weine, teils bis vor den Zweiten Weltkrieg zurückreichend.

Die Käufer haben viele Motive: Sie suchen zum Beispiel eine Flasche eines speziellen Jahrgangs, weil es um einen Geburtstag oder ein anderes Jubiläum geht. Andere wollen eine Lücke in ihren Beständen füllen. "Viele einheimische Winzer gehören zu unseren Kunden, weil sie gute Fremdweine verkosten wollen oder eigene ältere Jahrgänge, die ihnen ausgegangen sind, nachverkosten", sagt Inzinger.

Die ideale Angebotsplattform bietet das Internet mit der Trinkreif-Seite. Die Preisspanne beginnt bei 30 Euro und geht in den vierstelligen Bereich. Die teuerste Flasche sei derzeit ein Lafite 1982. Wichtig: Die Etikette darf nicht beschädigt sein. Inzinger: "Das ist wie bei Briefmarken." Und: Der Käufer wolle den Wein ja einmal stolz seinen Gästen präsentieren.

Von Magnum bis Goliath

Trinkreif hat rund 7000 Flaschen von "Premium Vintage Weinen" im Angebot. Darunter sind Standard-Bouteillen ebenso wie Sondergrößen: von Magnum bis Goliath (18 Liter).Einige Beispiele: Mouton Rothschild Magnum 2000, Bordeaux, 2799 Euro FX Pichler Riesling Unendlich 2006, 179 Euro Schloss Halbturn Pinot Noir 2004, 64 Euro Bruno Giacosa Vignero Falletto Barolo 1989, 299 Euro

Infos: www.trinkreif.at

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