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So funktioniert das neue Pfandsystem

25. September 2023, 12:28 Uhr
PK BUNDESMINISTERIUM BMK UND LIDL …STERREICH ZUM THEMA "PLASTIKPFAND" MIT PR€SENTATION EINES PFANDAUTOMATEN
Ab 2025 können in allen Supermärkten Einweggebinde zurückgegeben werden. Bild: HELMUT FOHRINGER (APA)

WIEN. Knapp 15 Monate vor dem Start des Pfandsystems auf Einweg-Gebinde ist die Pfandverordnung nun fertig.

Ab 1. Jänner 2025 soll für alle Einwegflaschen- und Dosen (von 0,1 bis 3 Liter) ein Pfand von 25 Cent gelten, ausgenommen sind Milch- und Milchprodukte. Zur Rücknahme der Gebinde - jährlich fallen in Österreich etwa 2,4 Milliarden davon an - sind alle Verkaufsstellen verpflichtet, egal ob Lebensmittelhandel oder Würstelstand. "Die Vorbereitungen sind im Laufen", sagt Billa-Vorstand Robert Nagele, der die Rechtssicherheit, die die Verordnung bringt, begrüßt.

Die Handelsbranche nehme mehrere Millionen Euro in die Hand, um Filialen um- und Rückgabeautomaten aufzubauen, auch eine Anpassung der IT-Systeme sei erforderlich. Von der "größten Umstellung, die wir jemals gesehen haben", spricht Philipp Bodzenta von Coca-Cola Österreich. Die Produzenten, die eigene Beiträge leisten werden, können das recycelte Material dann wiederverwenden. 

Überall, wo Konsumenten die Gebinde kaufen, können sie auch zurückgebracht werden. Damit kleine Verkaufsstellen nicht überfordert werden, gelten für sie besondere Bestimmungen: So müssen Würstelstände oder Buffets nur die Arten von Leergut zurücknehmen, die sie auch selbst verkaufen. Sind beispielsweise keine Dosen im Angebot, müssen auch keine zurückgenommen werden. Werden aber Dosen verkauft, müssen alle Marken angenommen werden. Auch bei der Menge sind die sogenannten "Kleinstrücknehmer" geschützt. Sie müssen nicht mehr zurücknehmen, als sie üblicherweise an einen Konsumenten verkaufen - beispielsweise zwei bis drei Dosen. 

Flaschen dürfen  nicht zerdrückt werden

Ziel des Pfandsystems ist es, eine Rückgabequote von mehr als 90 Prozent zu erreichen. Ende 2024 wird dazu eine Informationskampagne gestartet: Die Konsumenten werden dann unter anderem darüber informiert, dass sie die Flaschen vor der Rückgabe nicht zerdrücken dürfen. Denn die Automaten erkennen zerdrücktes Leergut dann nicht, sagt Monika Fiala von der EWP Recycling Pfand Österreich. Die zentrale Stelle koordiniert alles rund um die Pfandeinführung. Dass die Waren aufgrund der Maßnahmen, die für den Pfand eingeführt werden,  grundsätzlich teurer werden, schließen Fiala und Umweltministerin Leonore Gewessler (Grüne) aus. 

"Die Abwicklung wird eine Herkulesaufgabe für die gesamte Branche, aber wir sind bei den Vorbereitungen voll im Plan und zuversichtlich, nachdem nunmehr Klarheit über die Eckpunkte durch die Verordnung besteht", teilte der Geschäftsführer des Handelsverbands, Rainer Will, am Montag per Aussendung mit. Laut Ministerium werde es eine Einmalförderung für die Anschaffung der Automaten sowie für erforderliche Umbauarbeiten geben – vor allem für kleinere Händler. "Die Handling Fee, also die Abgeltung der laufenden Kosten des Pfandsystems, muss – wie von der Ministerin versprochen – die Mehrkosten und den Mehraufwand der Händler decken", so Will. 

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