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Verstappen nun in einer Liga mit Senna und Lauda

Von Dominik Feischl, 08. Oktober 2023, 18:08 Uhr
TOPSHOT-AUTO-PRIX-F1-QAT-SPRINT
Max Verstappen hat Grund zum Feiern Bild: BEN STANSALL (AFP)

Der alte und neue Formel-1-Weltmeister machte schon im Katar-Sprint den Sack zu: "Dieser Titel ist der beste"

Als Max Verstappen 2015 mit 17 Jahren bei Toro Rosso sein Debüt in der Formel 1 gab, besaß er noch gar keinen Auto-Führerschein. Jetzt mit 26 hat er drei Weltmeister-Titel zu Buche stehen. Dem heuer so überlegenen Niederländer reichte im Red Bull im Sprint am Samstag Platz zwei zur Krönung, heute sollte der 26-jährige Niederländer im Großen Preis von Katar seinen bereits 14. Saisonsieg vor dem McLaren-Duo Oscar Piastri (Aus/Sprint-Sieger) und Lando Norris (Gbr) feiern.

Dass Verstappen noch einige Wochen warten muss, bis er dann auch nach dem Saisonfinale in Abu Dhabi Ende November die Trophäe Empfang nehmen darf, stört den coolen Max nicht weiter.

"Die sehen doch alle gleich aus, ich habe schon zwei zu Hause. Damit kann ich leben", sagte er nach getaner Arbeit über 19 Runden auf dem Lusail International Circuit. Der dritte Fahrer-Titel, noch dazu in Folge – das schaffte er als erst fünfter Fahrer. Und machte in Katar den Aufstieg in den Kreis der Allergrößten des Motorsports perfekt. "Jackie Stewart, Niki Lauda, Ayrton Senna – er gehört zu diesem exklusiven Club. Und jetzt zählt man ihn zu den Legenden dazu", sagte Red-Bull-Teamchef Christian Horner.

Der Brite überschlägt sich in Lobeshymnen, wenn er über seinen Piloten spricht: "Der reine Speed, seine Fähigkeiten, der Hunger und die Leidenschaft waren vom ersten Tag an da. Aber jetzt kombiniert er das mit Erfahrung und der Art und Weise, wie er das Rennen liest, wie er mit den Reifen umgeht, wie er die Situation liest. Das ist phänomenal."

Auch Red-Bull-Motorsportberater Helmut Marko war überwältigt. "Es ist unglaublich. Wir sind seit zehn Jahren mit Max zusammen, und was da erreicht wurde, ist in der Geschichte der Formel 1 eine einmalige Sache. Er ist 26 Jahre alt, da kommt noch einiges", sagte der 80-jährige Steirer, der gekleidet in einem Verstappen-T-Shirt und -Kappe beim Sprint erschien.

13 Saisonsiege, ebenfalls Rekord, brachten Verstappen schon vor dem 17. von 22 Rennen uneinholbar in Front. Die erdrückende Dominanz überraschte auch den Niederländer selbst. "Dieser Titel ist der beste. Der erste war der emotionalste, weil sich da alle deine Träume erfüllen. Aber das war mein bestes Jahr, und ich bin stolz auf meine Konstanz." So gab auch Erzrivale, Mercedes-Pilot und Rekord-Weltmeister Lewis Hamilton zu: "Das wird das Jahrzehnt von Max Verstappen." 2024 will er mit dem heuer lahmenden Silberpfeil wieder mehr dagegenhalten.

"Ich bin noch sehr jung, ich habe noch viele gute Jahre in mir, um auf dem besten Level zu sein. Es geht mehr darum, wie lange ich noch hier sein will", sagte Verstappen, dessen Vertrag bei Red Bull bis 2028 laufen soll. Doch der mit Nelson Piquets Tochter Kelly liierte Ausnahmefahrer scheut auch vor neuen Herausforderungen nicht zurück. "Ein Einsatz beim Indy 500 ist mir ehrlich gesagt zu gefährlich. Aber die 24 Stunden von Le Mans, die würden mich schon reizen; allerdings erst dann, wenn meine Formel-1-Karriere abgeschlossen ist", sagte Verstappen, der die Strecke auf dem Rennsimulator schon oftmals abgefahren ist. Für ihn ein Erfolgsgeheimnis. "Auch in der Winterpause sitze ich regelmäßig im Simulator. Wenn ich dann wieder ins Formel-1-Auto schlüpfe, fühlt es sich an, als wäre ich nie weg gewesen."

Harter Drill von Vater Jos

Geformt wurde das Jahrhunderttalent aber auch von Vater Jos, der den Filius im Kart-Auto mit harten Methoden drillte. "Regnete es im Training, gingen alle in die Cafeteria, Max musste aber weiterfahren", erinnert sich sein Förderer Marko. So ist es auch überliefert, dass Verstappen Senior seinen damals 15-jährigen Buben nach einem Fehler in der Meisterschaft einmal an einer Tankstelle aussetzte. "Vielleicht war ich manchmal etwas zu hart. Aber ich war damals richtig sauer", sagte der ehemalige Benetton-Pilot.

Dafür ist ihm sein Sohn aber dankbar. "Nach der eigenen Karriere hat er seine ganze Zeit in meine investiert. Es ist schwer zu erklären, wie viel er mir gewidmet hat, weil ich wahrscheinlich noch nicht einmal verstehe, wie viel er für mich getan hat." 

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Dominik Feischl
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