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Geschichten vom Franz

Von Christoph Zöpfl, 11. Februar 2024, 20:13 Uhr
Geschichten vom Franz
Bild: VOLKER WEIHBOLD

Klammers Festspiel im Brucknerhaus: Die OÖN-Galanacht des Sports hatte einen Gänsehautmoment, den man nicht so schnell vergessen wird.

Seit Franz Klammer 1976 auf dem Patscherkofel Olympia-Gold gewonnen hat, besitzt der Kärntner in der "Hall of Fame" des österreichischen Sports ein Bleiberecht ohne Ablaufdatum. Wo "Kaiser Franz" auch nach wie vor zu finden ist: in den Herzen seiner großen Fan-Gemeinde. Das war am späten Freitagabend im Linzer Brucknerhaus derart intensiv spürbar, dass oben auf der Bühne und rundherum im bummvollen Zuschauerbereich nicht wenige Tränen der Ergriffenheit auf Reisen gegangen sind. Linz hat Franz Klammer, bevor er noch irgendein Wort aussprechen konnte, mit beinahe endlosen Standing Ovations umarmt.

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Die Höhepunkte der Galanacht des Sports 2024
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Fast hatte man das Gefühl, dass mehr als 2500 Menschen jetzt immer noch im Brucknerhaus stehend applaudieren würden, hätte sich Tom Walek nicht nach einigen Minuten daran erinnert, dass er als Gala-Moderator dafür verantwortlich ist, einen genauen Ablaufplan möglichst exakt über die Bühne zu bringen. Dieser "Klammer-Moment" hat trotzdem das Zeitkorsett gesprengt. Und alle, die das erlebt haben, werden ihn nicht so schnell vergessen, Franz Klammer eingeschlossen: "Ich habe mir gedacht, ich bin hier einfach nur ein Gast. Und dann passiert so etwas", sagte die jüngst 70 Jahre jung gewordene Skilegende gerührt und ergriffen.

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Prominente Gäste bei der Galanacht des Sports 2024
(Foto: VOLKER WEIHBOLD) Bild 1/44
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Es waren ÖSV-Langzeit-Tempomacher Hans Pum und Oberösterreichs Sport-Ikone Andreas Goldberger, die Klammer auf der Bühne den "Sports Life-Time Award Austria" überreichten. Beide haben als Wegbegleiter der Ski-Legende die eine oder andere Erinnerung preisgegeben, die besten Geschichten vom Franz erzählte aber der Franz selbst. Zum Beispiel, als er beim Bergrennen in St. Agatha einen nagelneuen Mercedes von Teamchef Helmut Marko um einen Obstbaum wickelte ("Der Bauer hat mich geschimpft, weil alle Äpfel runtergefallen sind, obwohl sie noch nicht reif waren").

Seine in 25 Abfahrtssiegen (Allzeitrekord) manifestierte Dominanz begründete er bescheiden mit dem Material ("Der Fischer-Ski war damals technisch allen voraus"), aber auch seiner Fähigkeit, ohne taillierten Ski schon Carving-Schwünge in den Schnee zu schnitzen. Dass er ein stolzer Großvater ist ("Der Kleine von meinen drei Enkerln ist auf Ski besonders wild, der will keine Kurven fahren und schwingt unten mit einem Salto ab"), machte Klammer noch nahbarer, als er ohnehin schon war.

"Ich glaube, das waren heute tausend Selfies", sagte er etwas müde, aber voller positiver Emotionen, als sein Gala-Besuch weit nach Mitternacht zu Ende ging. Lange hat er nicht gebraucht, um seinen Akku wieder aufzuladen: Nach dem Bad in der Menge war "Kaiser Franz" gestern in Kärnten bei einer Skitour unterwegs. Ohne Selfie-Jäger im Schlepptau.

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Als Wegbereiter der tollen Stimmung bei der Klammer-Ehrung hatten sich unter der launigen (Gesprächs-)Führung von Walek und Silvia Schneider zuvor unter anderem Stargäste wie Thomas Dreßen (der Wahl-Scharnsteiner wurde von Sport-Landesrat Markus Achleitner zum "Oberösterreich-Botschafter" ernannt), Florian Klein, Didi Hamann und ÖFB-Präsident Klaus Mitterdorfer erwiesen. Das Fußball-Trio legte für das ÖFB-Team die Latte für die EM in Deutschland auf die K.o.-Runde (mindestens Achtelfinale). Dort gehört sie auch hin.

Im Olympia-Talk schaffte es Magdalena Lobnig beim Wettrennen auf dem Technogym-Ruder-Ergometer, dem Mikromann den Atem zu rauben. Die Kärntnerin gewann das Rennen souverän, Tom Walek zeigte dem Publikum, wie man verlieren und gleichzeitig Sympathien gewinnen kann.

In der "Sportler-Lounge" versprühten Tennis-Lady Sandra Reichel, die Ski-Legenden Hannes Trinkl, Reinfried Herbst und Hans Enn sowie die "Lauf-Gruppe" Günther Weidlinger, Susanne Gogl-Walli und Christian Pflügl gute Laune, bevor die Welser Cover-Band Hoamspü aufgeigte und eine energiegeladene Austro-Pop-Stunde artgerecht mit diesem Song ins Ziel brachte: Es lebe der Sport.

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Autor
Christoph Zöpfl
Leiter Sportredaktion
Christoph Zöpfl
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1  Kommentar
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nixnutz (3.911 Kommentare)
am 11.02.2024 20:38

Schön langsam könnte durchaus mal Schluss sein mit diesen Selbstbeweihräucherungsgschichtl über um Geld hergelockte Promis.

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