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Sturm Graz als "Versuchskaninchen" in der neuen Champions League

Von nachrichten.at/apa, 02. Juni 2024, 08:47 Uhr
2:1 – Sturm Graz knackte für den LASK den Jackpot
Bild: GEPA pictures

LONDON. Auf Österreichs Fußballmeister Sturm Graz wartet in der Champions-League-Saison 2024/25 ein neues Format.

Denn die UEFA hat die Königsklasse ebenso wie Europa League und Conference League umgekrempelt. Die Neuerungen sollen für mehr Spannung sorgen und deutlich steigende Einnahmen in Milliardenhöhe garantieren, dürften für viele zunächst aber gewöhnungsbedürftig sein.

Das Teilnehmerfeld der Champions League wird um vier Teams auf 36 Mannschaften aufgestockt. Zwei dieser Plätze gehen an Verbände, deren Mannschaften in der aktuellen Europacup-Saison gemäß der Jahreswertung kollektiv am besten abgeschnitten haben. Italien und Deutschland sicherten sich so einen fünften Startplatz. Borussia Dortmund war deshalb als Fünfter der deutschen Bundesliga schon vor dem Finale und der Niederlage gegen Real Madrid sicher für die Champions League qualifiziert.

Gruppen fallen weg

Der größte Unterschied zu bisher ist, dass die Vierergruppen wegfallen. Stattdessen entscheidet eine Gesamttabelle aller 36 Teams über das Weiterkommen. Jede Mannschaft bestreitet acht Hauptrundenspiele und damit zwei mehr als in dem bisherigen Format. Dabei treffen die Clubs in jeweils vier Heim- und vier Auswärtsspielen auf acht unterschiedliche Gegner.

Ähnlich wie bisher gibt es vor Saisonbeginn eine Auslosung, bei der die Vereine je nach Stärke in vier Töpfe à neun Teams kommen. Jedem Club werden je zwei Gegner pro Topf - also auch zwei aus dem eigenen - zugelost. Das hat zur Folge, dass es schon in der Hauptrundenphase zu Topduellen zwischen den europäischen Fußball-Schwergewichten wie Manchester City, Real Madrid oder Bayern München kommen kann. Ausgeschlossen ist, dass zwei Teams aus einem Land einander zugelost werden. Auch die Europa League hat acht Hauptrundenspieltage, die Conference League indes sechs.

Einnahmen steigen

Es finden mehr Partien statt, die Einnahmen steigen. Die UEFA rechnet mit insgesamt 4,4 Milliarden Euro pro Saison für alle Bewerbe. Der Kontinentalverband erhofft sich zudem ein größeres Fan-Interesse an der ersten Phase, weil auch Topspiele winken. Die UEFA setzt zudem auf mehr Spannung, weil nun häufiger bis zum letzten Spieltag des Grunddurchgangs der Einzug ins Play-off und zugleich auch die Position in der K.o.-Phase offen sein sollen. Sturm wird bei der Auslosung im August aller Voraussicht nach im vierten Topf sein.

Die ersten acht Teams sind fix für das Achtelfinale qualifiziert. Unter den Clubs auf den Tabellenplätzen 9 bis 24 werden - unter Rücksichtnahme auf deren Platzierung - acht K.o.-Partien ausgelost. Nach Hin- und Rückspiel steht dann fest, wer das Achtelfinale komplettiert. Dort erfolgt die nächste Auslosung, immer unter Berücksichtigung der Tabelle aus der ersten Phase. Bei der Achtelfinal-Auslosung wird der komplette Weg hin zum Finale festgelegt. Der Erst- und Zweitplatzierte der Vorrunde können erst im Endspiel aufeinandertreffen.

Kein Übergang mehr

Anders als beim alten Modus gibt es keinen Übergang zwischen Champions League, Europa League und Conference League. Für die Teams, die es nicht in die K.o.-Phasen und das Achtelfinale schaffen, ist die internationale Saison beendet.

Darüber hinaus gibt es aufgrund der Aufstockung der Wettbewerbe und des neuen Modus mehr Wochen Europacup: Champions League und Europa League beginnen im September, die Hauptrundenspieltage sieben und acht steigen erst im Jänner. Am letzten Spieltag werden aus Fairplay-Gründen alle 18 Partien gleichzeitig angepfiffen. Im Februar steht in den drei Wettbewerben die erste K.o.-Phase an, von März bis Mai folgen Achtel-, Viertel- und Halbfinale sowie die Endspiele.

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1  Kommentar
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westham18 (4.693 Kommentare)
am 02.06.2024 20:13

Wird schwierig für Sturm — aber — toi, toi, toi! 💥

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