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Salzburg wurde den eigenen Prinzipien untreu

04. Oktober 2023, 18:16 Uhr
Nachdenkliche Salzburger nach der Niederlage gegen Real Sociedad Bild: BARBARA GINDL (APA/BARBARA GINDL)

SALZBURG. Das 0:2 gegen Real Sociedad in der Champions League zeigte die Grenzen auf.

Für Salzburgs Spieler und Trainer stand eines fest: Eine"prinzipienlose" erste Hälfte kostete im Champions-League-Heimspiel gegen Real Sociedad ein besseres Resultat, auch eine Leistungssteigerung nach der Halbzeit konnte am 0:2 nichts mehr ändern. "Wir müssen von der ersten Minute an da sein, das haben wir heute hart gelernt", sagte Mittelfeldspieler Mads Bidstrup.

Vor 28.227 Zuschauern in der heimischen Arena passierte nach Anpfiff Ungewöhnliches: Die überfallsartige Aggressivität, mit der beim 2:0-Auftakterfolg in Lissabon ein günstiger Spielverlauf auch erzwungen worden war, wollte nicht greifen. Der abgeklärte und technisch starke Tabellenfünfte von La Liga zeigte sich unbeeindruckt, legte selbst gutes Pressing an den Tag und führte mit den frühen Toren von Mikel Oyarzabal (7.) und Brais Mendez (27.) eine Art Vorentscheidung herbei. Auch eine Leistungssteigerung nach Seitenwechsel vermochte daran nichts mehr zu ändern.

"Es war eine wirklich schlechte erste Hälfte, ohne Intensität", sagte Bidstrup an. Der Däne führte die Fehlleistung nicht zuletzt auf den Gegner aus San Sebastian zurück. "Wir haben gegen eine wirklich gute Mannschaft gespielt, das ist ein bisschen auch ihr Verdienst. Es ist eine der am unterschätztesten Mannschaften in dieser Champions-League-Saison." Gerhard Struber war damit nur bedingt einverstanden. "Sicher war das ein ganz großer Gegner aus Spanien, jeder hat gesehen, was sie unter Druck auf engstem Raum zu leisten imstande sind", erklärte der Trainer. "Aber es hat schon mit uns zu tun gehabt. Wir haben uns das Leben selbst schwer gemacht."

"Nicht diesen Druck ausgeübt"

Struber vermisste zu Beginn alle Qualitäten, mit der seine blutjunge Truppe auch Topteams ins Wanken bringen kann. "Wir haben nicht diesen Druck ausgeübt, den man von uns kennt", betonte der Salzburger. Und genau das ist die größte Waffe seiner Elf. "Wenn man sich auf unser typisches Spiel vorbereitet, aber es dann erlebt, dann ist es für Mannschaften sehr schwierig, damit umzugehen. Und das haben wir heute nicht gemacht", stellte der 46-Jährige fest.

In der Pause traf Struber anscheinend die richtigen Worte. "Dann hat man gesehen, dass es schwer ist gegen uns, wenn wir unser wahres Gesicht zeigen", sagte er. "Wenn wir 'all in' gehen, sehr synchron sind, dann kommen wir ins letzte Drittel." Salzburg verströmte zwar auch in den zweiten 45 Minuten nur selten echte Torgefahr, brachte die Basken aber deutlich stärker in Bedrängnis und vermittelte damit zumindest eine Ahnung von alternativen Ergebnisszenarien. Bidstrup: "Wir haben mit mehr Tiefgang gespielt, dann können wir auch Chancen kreieren."

Auch Schiedsrichter Bartosz Frankowski half Salzburg nicht. Den Elfmeter nach Foul an Roko Simic bald nach Wiederbeginn (48.) erklärte er nach VAR-Studium für obsolet, auch das Strafraum-Handspiel Jon Pachecos (76.) blieb ungeahndet. Schon in der ersten Hälfte hatte ein Foul des enteilten Simic nicht als Verhinderung einer offensichtlichen Torchance gezählt (15.). "Hätten wir den Elfer bekommen, wäre es ein ganz anderes Spiel gewesen", stellte der zur Halbzeit für Oumar Solet eingewechselte Innenverteidiger Samson Baidoo klar. Auch Struber erkannte eine "klare Handszene" und "ein Ziehen an Simic", wollte aber keine Ausreden suchen. "Summa summarum war es nicht immer der Spielverlauf, den wir uns vielleicht erhofft haben."

Dank des Auftaktsiegs bei Benfica, wo Spielverlauf und -Glück in völligem Kontrast zur Partie gegen Real standen, ist man vor dem punktelosen Benfica und hinter Real Sociedad sowie Inter Mailand (je 4 Punkte) als Dritter nach wie vor im Rennen. Zumindest Platz drei und das internationale Überwintern hat man sich zum Ziel gesetzt. "Wir stehen nicht schlecht da", sagte ÖFB-Teamverteidiger Samson Baidoo. "Drei Punkte nach zwei Spielen nehmen wir mit", bestätigte Bidstrup.

Struber hatte bereits nach dem Coup von Lissabon Bodenhaftung eingemahnt und blieb seiner Linie treu. "Das Spiel hat uns für unsere Lernkurve einiges mitgegeben. Das Gebot der Stunde heißt Balance in alle Richtungen. Jetzt soll nicht das Gefühl der Depression aufkommen, genauso wie man nach einem Lissabon-Spiel nicht manisch werden darf."

"Theater des Schmerzes"

Manchester United steht hingegen nach dem 2:3 zu Hause gegen Galatasaray Istanbul ohne Punkte da. "Alles ist noch offen", sagte Trainer Erik ten Hag nach der sechsten Niederlage im zehnten Pflichtspiel. 18 Gegentore bedeuten die meisten in dieser Phase seit 1966/67 für den englischen Rekordmeister. "In welchem Stadium befinden wir uns in Manchester Uniteds endlosem Theater des Schmerzes?", fragte "The Guardian". Lob gab es nur für den früheren Sturm-Graz-Angreifer Rasmus Höjlund. "Das vielleicht einzig wirklich Gute für United war Höjlund."

Die Bayern blieben auch im 36. Gruppenspiel in Serie ungeschlagen. Beim 2:1 beim FC Kopenhagen nach 0:1-Rückstand hielt Torhüter Sven Ulreich in der Nachspielzeit den Sieg fest. "Ich habe die Fingernägel nicht geschnitten", erklärte der Torhüter schmunzelnd seine Parade.

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