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EURO - Finale

Italien - England 3:2 i.E.

Von nachrichten.at/apa   11. Juli 2021 23:56 Uhr

Die Entscheidung: Nachdem Donnarumma Sakas Elfmeter hielt, brachen bei den Italienern alle Dämme.

LONDON. EM-Finale: Die Squadra Azzurra krönte sich im Elfmeterschießen zum Europameister. Englands Coach Southgate wechselte die Niederlage ein.

Forza! Italiens Fußball-Nationalteam, das kein einziges seiner jüngsten 34 Länderspiele verloren hat, ist wie Phönix aus der Asche emporgestiegen und hat sich nach der verpassten WM 2018 zum Europameister 2021 gekrönt. Dieser zweite Titel nach jenem 1968 ist hochverdient und nach einem finalen Kraftakt im Londoner Wembley-Stadion Realität geworden. Die Squadra Azzurra steckte einen 0:1-Blitz-Rückstand wett und setzte sich gegen Gastgeber England mit 3:2 im Elfmeterschießen durch. Nach 90 und 120 Minuten war es 1:1 gestanden.

Der emotionale Abend in Bildern:

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Es musste zum an Dramatik nicht zu überbietenden Showdown kommen. Alles oder nichts – vom ominösen Punkt, der den Briten in der Vergangenheit so oft zum Verhängnis geworden war. Daran sollte sich auch gestern nichts ändern. Tragische Figur war wieder einmal Coach Gareth Southgate, der 1996 im EM-Semifinale gegen Deutschland den entscheidenden Elfmeter vergeben hatte. Gestern griff der 50-Jährige auf die "falschen" Joker zurück. Ausgerechnet Marcus Rashford und Jadon Sancho, die Southgate in der 120. Minute für das Shootout gebracht hatte, versagten die Nerven.

Der erste Fehlschütze war zwar der Italiener Andrea Belotti gewesen, doch nach der 2:1-Führung für die Engländer scheiterten gleich drei von den "Three Lions" hintereinander. Erst Rashford, dann Sancho und auch der erst 19-jährige Bukayo Saka, der als fünfter Mann nominiert gewesen war.

Das Warten hört nicht auf

Am Ende jubelten die 6500 Tifosi in dem mit 65.000 Fans ausverkauften "Hexenkessel", die meisten Zuschauer hatten Tränen der Enttäuschung in den Augen oder starrten fassungslos in den Nachthimmel. "Football’s Coming Home", hatten sie schon Stunden vor dem Showdown beim turbulenten Treiben auf den Straßen Londons (nicht ohne Polizeieinsatz) skandiert, aber der Fußball wollte einfach nicht nach Hause kommen. Es hat wieder nicht sollen sein. Das Warten auf die Erlösung, auf das Ende der Durststrecke seit 1966 – damals holte England den WM-Titel – hört nicht auf.

Nicht Harry Kane, sondern Italiens unermüdliche Kapitän Giorgio Chiellini stemmte den Pokal, die Coupe Henri-Delaunay – 42,5 Zentimeter hoch und rund zehn Kilogramm schwer. Das fiel dem 36-Jährigen, der schon im EM-Endspiel 2012 mit von der Partie gewesen, aber beim trostlosen 0:4 gegen Spanien verletzt ausgeschieden war, ganz leicht. Chiellini, der Fels in der Brandung, lächelt die Strapazen weg, das kennen wir vom Semifinale gegen Spanien. "Wir sind im Moment unglaublich glücklich, ich bin so stolz auf diese Mannschaft", freute sich Coach Roberto Mancini – und mit ihm Elfmeter-Held Gianluigi Donnarumma, der zwei Penaltys parierte und zum Spieler des Turniers gekürt wurde. Zum Torschützenkönig krönte sich übrigens Portugals 36-jähriger Star Cristiano Ronaldo (fünf Treffer, eine Vorlage).

Überstunden waren im Finish dieser EURO Programm. Die letzten drei Matches des Turniers fanden nach 90 Minuten keinen Sieger. Das lag gestern auch daran, dass bei den Engländern nach einem Traumstart der Faden riss. Eigentlich schien alles angerichtet für eine britische Party. Die Kulisse passte, die Euphorie im ganzen Land tat das Übrige dazu, und dann kam auch noch Luke Shaw, der am Abend vor seinem 26. Geburtstag den perfekten Start auf den Rasen zauberte. Nach nur 117 Sekunden hatte der Manchester-United-Verteidiger das schnellste Tor in der EM-Finalgeschichte erzielt, danach riss aber der Faden. Italien wurde immer stärker und vom ältesten Endspiel-Torschützen, Leonardo Bonucci in der 67. Minute mit dem 1:1 belohnt. Englands passives Spiel mit dem Feuer wurde gnadenlos bestraft. 

Der Liveticker zum Nachlesen: 

 

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