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Arbeitszeitdebatte: SPÖ sieht "Attacken auf Arbeitnehmer"

Von nachrichten.at/apa, 13. Mai 2024, 12:22 Uhr
Scharfe Kritik äußerte SPÖ-Bundesgeschäftsführer Klaus Seltenheim an der Volkspartei, die bei heiklen Themen wie der Arbeitszeitdebatte die Industriellenvereinigung (IV) vorschicke. Bild: VOLKER WEIHBOLD (APA/GEORG HOCHMUTH)

WIEN. Die Industrie-Forderungen nach längeren Arbeitszeiten und höheren Beiträgen von Teilzeitbeschäftigten zum Sozialsystem stoßen bei den Sozialdemokraten auf wenig Gegenliebe.

Das bekräftigte SPÖ-Bundesgeschäftsführer Klaus Seltenheim am Montag. "Geht es nach der ÖVP und IV, sollen die Menschen hackeln bis zum Umfallen", monierte er. Seltenheim ortete "Attacken auf Arbeitnehmer" und warb entsprechend der Parteilinie für eine Arbeitszeitverkürzung und Vier-Tage-Woche. Scharfe Kritik äußerte Seltenheim an der Volkspartei, die bei heiklen Themen wie der Arbeitszeitdebatte die Industriellenvereinigung (IV) vorschicke. Dafür bestelle die Industrie regelmäßig "Dinge und Gesetze" bei der ÖVP, die diese dann nach Kräften umsetze. "Die Forderungen von ÖVP und IV gleichen sich, sind aufeinander abgestimmt und kommen alle aus demselben Stall", so Seltenheim. Weiters warnte der Sozialdemokrat vor der Neuauflage einer "blau-schwarzen Schreckenskoalition", die nur durch die SPÖ verhindert werden könne.

Lesen Sie auch: "Wer Teilzeit arbeitet, soll mehr ins Sozialsystem einzahlen"

Die Diskussion um eine Verlängerung der Arbeitszeit ohne Lohnausgleich, sprich höherem Einkommen, wurde vor einigen Wochen von der Industriellenvereinigung losgetreten. ÖVP-Obmann und Bundeskanzler Karl Nehammer hatte daraufhin erklärt, dass eine Umsetzung des Vorschlags für ihn nicht infrage komme. Auch Verfassungsministerin Karoline Edtstadler (ÖVP) stellte klar, dem Industrie-Vorstoß nichts abgewinnen zu können. Sie sprach zuvor davon, dass in Österreich eher mehr als weniger Arbeit geleistet werden müsse.

Die IV hatte vergangene Woche mit den Vorschlägen, dass Beschäftigte eine halbe Stunde mehr Arbeit pro Tag und Teilzeitbeschäftigte höhere Beiträge zum Sozialsystem leisten sollen, erneut für Diskussionen gesorgt. "Für Arbeitende mit 40 Wochenstunden würde die Ansage von IV-Chef Knill nicht nur eine Verlängerung auf eine 42,5 Stunden Woche bedeuten, sondern auch eine Lohnkürzung von fast 10 Prozent", kritisierte Seltenheim. Der Sozialdemokrat betonte, dass vor allem Frauen Teilzeit arbeiten, weil es nicht genügend Kinderbetreuungsplätze gebe. "Darum ist es hoch an der Zeit, die Kinderbetreuung auszubauen und einen Rechtsanspruch auf einen kostenfreien Kinderbetreuungsplatz umzusetzen."

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13  Kommentare
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Uther (2.438 Kommentare)
am 14.05.2024 06:45

Kann nur jedem der in die Berufswelt einsteigt bei solchen Lobbyisten und Politikern wie es die Schwarz Türkise Familie ist empfehlen keine Lehre zu beginnen!
Ihr seit nur die Dep… der Nation für die Systemgewinnler!
Beginnt ein Studium lasst Euch Zeit mit dem Fertigwerden und schaut das ihr bei der Richtigen Partie unterkommt!
Dann könnt ihr sogar Bundeskanzler werden!

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Alfred_E_Neumann (7.341 Kommentare)
am 14.05.2024 07:43

Primitive Hetze aus der Gewerkschafterecke.

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2good4U (17.923 Kommentare)
am 14.05.2024 12:33

Blödsinn.
Handwerker sind gefragter denn je.
Jeder der geschickt ist kann sich auch selbstständig machen.

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vinzenz2015 (46.659 Kommentare)
am 13.05.2024 16:09

Hier sind lauter Arbeitgebervertreter am Werk!

SPÖ = die Stimme der Arbeitnehmer!!

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Alfred_E_Neumann (7.341 Kommentare)
am 13.05.2024 15:36

Die Zeiten von Arbeitszeitverkürzungen sind vorbei.
Das müssen auch die Bableristen einsehen.

In der Privatwirtschaft arbeitet sowieso fast jede Führungskraft deutlich mehr als 38 Std./Woche.
SPÖ und ihre Sozialpartner offenbar nicht.

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rmach (15.351 Kommentare)
am 13.05.2024 14:59

"Ned amoi ignoarirn", hätte man früher gesagt. Am Wettbewerb der irrwitzigsten Ideen, muss man auch als Zwangsmitglied nicht teilnehmen.

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metschertom (8.099 Kommentare)
am 13.05.2024 14:01

Ich denke diese Debatte sollten die Sozialpartner miteinander diskutieren. Denn auf beiden Seiten gibt es Vernünftige Leute. Den Rest sollte man außen vor lassen. Speziell jene die noch nie in der Privatwirtschaft ihre Leistung unter Beweis gestellt haben.

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Fisch101 (247 Kommentare)
am 13.05.2024 12:51

die SPÖ schickt halt die Gewerkschaften und Arbeiterkammern vor. Das ist sicher auch nicht besser. Mit den Grundrechenarten hat es der Herr auch nicht, von wegen 10 %. Er vergisst dabei auch, dass ein 4-Tagewoche bei vollem Lohnausgleich eine Lohnerhöhung von 20 % ist.
Wenn die eine Fraktion so eine Sache fordert, stellt sich die Frage, warum die Industrie solche Dinge nicht fordern darf? Aber unsere Klangschalen-Therapie-Gesellschaft lässt gerne von anderen aushalten. Das ist leichter als sich selbst anzustrengen und sich etwas aufzubauen.

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rmach (15.351 Kommentare)
am 13.05.2024 20:01

Die christlichen Gewerkschafter lassen sich von der SP, hoffentlich nur gegen ihren Willen vor den Karren spannen!
Oder gehen die auch gegen die ÖVP vor?

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Erwin1959 (199 Kommentare)
am 13.05.2024 12:39

👍

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Klettenmaxe (80 Kommentare)
am 13.05.2024 12:31

Das sind keine Attacken, sondern vernünftige Diskussionen und Argumentationen, um den zukünftigen Wohlstand abzusichern.

SPÖ-AK-ÖGB stecken den Kopf in den Sand und agieren maximal populistisch, indem man unangenehme Realitäten ausblendet. Hat absolut nichts mehr mit Sozialdemokratie zu tun!

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Kukilein (358 Kommentare)
am 13.05.2024 13:35

Naja die Debatte ist nicht wirklich zielführend, weil sie vom wirklich realistischen und wichtigen Themen wie der Energiepolitik, dem Abbau von Förderungen und der Bürokratie ablenkt. Wer soll die ÖVP noch wählen bei den aktuellen Wirtschaftsdaten und dem Ausblick für den Mittelstand, Handel und auch (!) Industrie? Es ist ein sehr kleiner Kreis, der von der Wirtschaftspolitik der ÖVP eventuell kurzfristig profitieren kann aber schon mittelfristig sind wir Östereicher alle Verlierer.

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2good4U (17.923 Kommentare)
am 14.05.2024 12:37

Das mit dem Wohlstand ist so eine Sache.
Betreiben die Österreicher tatsächlich zu wenig Wertschöpfung, oder wird halt das erwirtschaftete Vermögen zu ungleich verteilt?

Einem Arbeitnehmer nutzt es jedenfalls nichts wenn er für das selbe Geld mehr arbeiten muss, damit seinem Chef mehr bleibt.

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