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USA planen Hilfslieferungen aus der Luft für Gazastreifen

Von nachrichten.at/apa, 02. März 2024, 06:58 Uhr
Gaza
US-Präsident Biden kündigte Abwürfe von Lebensmitteln und Hilfsgütern über dem umkämpften Gazastreifen an.  Bild: - (APA/AFP/-)

WASHINGTON. Nach der tödlichen Katastrophe rund um einen Hilfskonvoi wollen die USA die Zivilbevölkerung im umkämpften Gazastreifen mit Hilfsgütern aus der Luft versorgen.

Man werde sich in den kommenden Tagen mit Jordanien und anderen zusammentun und weitere Lebensmittel und Hilfsgüter aus der Luft abwerfen, kündigte US-Präsident Joe Biden am Freitag im Weißen Haus an. Bei der großen Zahl Not leidender Menschen dürfte die Wirkung laut UN-Organisationen jedoch schnell verpuffen.

Unterdessen stehen die indirekten Verhandlungen Israels mit der Hamas über eine befristete Feuerpause und Freilassung von Geiseln aus der Gewalt der Islamisten laut Medienberichten vor neuen Schwierigkeiten. Israel wolle an keiner neuen Runde der von Ägypten, Katar und den USA vermittelten Gespräche teilnehmen, solange die Hamas keine Liste der noch lebenden Geiseln vorlege, berichtete das Nachrichtenportal "Axios" am Freitagabend.

Biden betonte, man werde darauf bestehen, dass Israel mehr Lastwagen und mehr Wege zur Verfügung stellt, "damit mehr und mehr Menschen die Hilfe bekommen, die sie brauchen". Denn die Hilfe, die aktuell in das Küstengebiet gelange, sei nicht genug. Die US-Regierung prangert seit Wochen die katastrophale humanitäre Situation in Gaza an. Der nun angekündigte Abwurf von Hilfsgütern aus der Luft sei ein Zeichen dafür, dass Biden den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu nicht dazu bewegen könne, mehr für die leidenden Palästinenser zu tun, schrieb das Portal "Politico".

Der Kommunikationsdirektor des Nationalen Sicherheitsrats im Weißen Haus, John Kirby, kündigte an, dass als erstes Nahrungsmittel abgeworfen würden. Einen Tag dafür nannte er nicht. Jordanien lässt bereits seit November Hilfslieferungen aus der Luft abwerfen, Ägypten seit wenigen Tagen ebenfalls. Die Flüge sind mit Israel koordiniert. Die USA erwägen zudem, Hilfslieferungen auch vom Meer aus zu versuchen, wie Kirby erklärte.

Angriffe auf Hisbollah-Anlagen

Unterdessen setzt das israelische Militär nicht nur die Kämpfe gegen die Hamas im Gazastreifen fort, sondern hat auch im Süden Libanons nach eigenen Angaben erneut Militäranlagen der Schiiten-Miliz Hisbollah angegriffen. Die Armee gab am Freitagabend bekannt, dass Kampfflugzeuge und die Artillerie zwei Einrichtungen der vom Iran unterstützten Miliz in der Gegend von Ramyah attackiert hätten. "Eine Anzahl von Terroristen" habe eine der Militäranlagen verlassen, woraufhin sie angegriffen und getötet worden seien. Die Angaben konnten unabhängig nicht überprüft werden. Einem Bericht der israelischen Nachrichtenseite "Ynet" zufolge übernahm die Hisbollah wiederum die Verantwortung dafür, erneut Raketen auf israelisches Gebiet abgefeuert zu haben.

Seit Beginn des Gaza-Krieges nach dem Massaker der Hamas und anderer extremistischer Gruppen in Israel am 7. Oktober kommt es in der israelisch-libanesischen Grenzregion immer wieder zu Konfrontationen zwischen Israels Armee und der Hisbollah-Miliz. Der israelische Verteidigungsminister Yoav Galant kündigte vor wenigen Tagen an, den militärischen Druck auf die Miliz in Reaktion auf deren tägliche Angriffe an Israels nördlicher Grenze weiter zu erhöhen, bis sich die Hisbollah vollständig von der Grenze zu Israel zurückgezogen habe. Die Hisbollah ist mit der Hamas in Gaza verbündet, gilt aber als deutlich schlagkräftiger.

Das Weiße Haus machte unterdessen deutlich, weiter an einer Einigung auf eine Waffenruhe im Gaza-Krieg zu arbeiten. US-Präsident Joe Biden hofft auf eine neue Feuerpause im Gazastreifen vor Beginn des muslimischen Fastenmonats Ramadan. "Ich hoffe es, wir arbeiten noch sehr hart daran", sagte Biden am Freitag beim Verlassen des Weißen Hauses auf eine Journalistenfrage. "Wir sind noch nicht so weit." Der Ramadan beginnt in diesem Jahr um den 10. März.

Die Aussichten auf eine Einigung sind weiterhin ungewiss. Das "Wall Street Journal" berichtete unter Berufung auf ägyptische Quellen, die Hamas habe wegen des Todes von mehr als 100 Palästinensern bei der Ankunft von Hilfslieferungen im Norden Gazas am Donnerstag ihre Kommunikation mit den Vermittlern eingefroren. Laut "Axios" will Israel wiederum auch deswegen vorerst an keiner neuen Gesprächsrunde teilnehmen, weil die Hamas noch keine Antwort zu der von den Vermittlern vorgeschlagenen Zahl von palästinensischen Häftlingen in israelischen Gefängnissen erteilt habe, die Israel im Gegenzug für die Freilassung einer bestimmten Zahl Geiseln in die Freiheit entlassen würde. Eine nächste Verhandlungsrunde sollte nächste Woche in Kairo über die Bühne gehen.

Laut Medienberichten sollte dem Vorschlag der Vermittler Ägypten, Katar und USA zufolge möglichst noch vor dem muslimischen Fastenmonat Ramadan, der um den 10. März herum beginnt, eine sechswöchige Waffenruhe in Kraft treten. In dieser Zeit sollten 40 israelische Geiseln gegen rund 400 palästinensische Häftlinge ausgetauscht werden. Die Hamas hält noch 134 Geiseln in ihrer Gewalt, die sie bei einem Überfall auf den Süden Israels am 7. Oktober zusammen mit anderen extremistischen Gruppen in den Gazastreifen verschleppte. Von ihnen dürften nach israelischen Schätzungen noch rund 100 am Leben sein.

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13  Kommentare
13  Kommentare
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Zeitungstudierer (5.611 Kommentare)
am 02.03.2024 15:11

Unglaublich welche Not im Gazastreifen herrschen muss.
2 Millionen Menschen eingesperrt ohne Wasser, Lebensmittel, Medikamente und Treibstoff und zerstörte Krankenhäuser.
Jetzt hat die Not und das Sterben anscheinend eine Dimension erreicht, die auch für den „moralisch hochstehenden“ Westen nicht mehr zu ertragen ist, aber leider kann man den „Verteidigungskrieg“ der Israelis nicht mehr bremsen.
Unglaublich das auch Österreichs Regierung gegen eine humanitäre Waffenpause in der UNO stimmte und Hilfszahlungen einstellte.
Das sagt eigentlich alles aus über die derzeitige Regierung!

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Ledererturm (998 Kommentare)
am 02.03.2024 16:03

Unser "Blitzkneisser" (jemand, der etwas in kurzer Zeit erfasst - kann allerdings bei unserem Außenminister nicht stimmen !) Schallenberg lässt grüßen.

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nichtschweiger (5.806 Kommentare)
am 02.03.2024 16:44

Die "Not" wäre schnelle beendet wenn die Hamas sich ergeben und die Geiseln frei lassen würden.

So einfach ist das!

Über 70% der Bewohner des Gaza.-Streifens sympathisieren mit den Hamas und dem Massaker der Hamas! Die Palästinenser verdienen kein Mitleid.

Die Palästinenser sind das dümmste Volk der Welt welches, statt Frieden zu schließen über 70 Jahre lang mit dem Gedanken verbracht haben die Israelis doch noch aus dem Land zu treiben!

Dass die Hamas Führung aus eine Gruppe von Leuten beseht die sich aus Hilfsgeldern ein Milliarden-Vermögen(!) erstohlen hat und in Katar im Luxus lebt passt da schon zum Gesamteindruck!

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Zeitungstudierer (5.611 Kommentare)
am 02.03.2024 18:15

Die Brutalität der israelischen Regierung und des israelischen Militärs ist aber total überschiessend und äußerst grenzwertig um es gelinde auszudrücken.

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nichtschonwieder (8.213 Kommentare)
am 02.03.2024 11:11

Katastrophe?
Mord an 110 und versuchter Mord an mehr als doppelt so vielen Menschen.
So schaut's aus.

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nichtschweiger (5.806 Kommentare)
am 02.03.2024 10:02

Überschrift aus einen Kommentar von heute in der Presse:

Der Moment, in dem man erkennt, dass die Gräueltaten der Hamas weniger Entsetzen auslösen als die Vergeltung Israels, wird ein Rückfall in die Barbarei akzeptiert.

Aus der NZZ

Menschen unterscheidet von Bestien, dass sie verzweifeln können. Die Hamas-Führung kennt keine Zweifel und hat bereits über 30 000 ihrer Landsleute für den Krieg geopfert. Vor allem gibt es einen fundamentalen Unterschied zwischen dem Schlechten und dem Bösen. Die israelische Politik gegenüber den Palästinensern ist unklug, ja schlecht. Die Hamas aber ist abgrundtief böse, weil sie sich über jedwede Humanität und Moral hinwegsetzt. Menschliche Regungen wie Mitleid (und sei es nur mit der eigenen Bevölkerung), die einfachsten Prinzipien des humanitären Völkerrechts – all dies kommt in der Vorstellungswelt der Islamisten nicht vor. Für sie gibt es nur eins: die Vernichtung Israels.

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nichtschonwieder (8.213 Kommentare)
am 02.03.2024 11:22

Nicht....
Selensky schickt auch seine Soldaten wissentlich in den Tod. Um nichts anders als die Hamas.
Aber das wirst du nie begreifen in deinem Geifer.

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vinzenz2015 (46.124 Kommentare)
am 02.03.2024 12:15

Geifer? Wer?
Oisdann!!

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nichtschweiger (5.806 Kommentare)
am 02.03.2024 16:34

Nichtschonwieder!

Von nichts einen Ahnung - zu allem eine Meinung!

Zwischen Russland und den Ukraine gibt es einen Krieg den Russland, durch den Angriff auf das Nachbarland, begonnen hat. Die Ukrainier verteidigen ihr Land - es ist den Soldaten bewusst, dass das auch ihren Tod bedeuten kann.

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rmach (15.035 Kommentare)
am 02.03.2024 19:50

Schon wieder?
Wie oft noch?

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Ledererturm (998 Kommentare)
am 02.03.2024 09:47

Die Scheinheiligkeit der Amerikaner stinkt doch zum Himmel. Jetzt möchten (hoffentlich tun sie es auch !) sie den Palästinensern wieder helfen. Aber vorher (1 Woche ?) mussten sie den Israelis noch schnell 14 Mrd.$ an Militärhilfe zukommen lassen ! (Damit ja der Platzhalter im arab. Raum bei der Stange bleibt.) Politik ist halt ein Sch....Geschäft !

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rmach (15.035 Kommentare)
am 02.03.2024 19:54

Das sind verschiedene Ministerien.
So wie bei uns Soziales und Verteidigung.

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nichtschweiger (5.806 Kommentare)
am 02.03.2024 08:50

Ein interessanter Kommentar zum Thema!

https://www.focus.de/politik/meinung/focus-kolumne-von-jan-fleischhauer-wir-finanzieren-den-terror-und-ausgerechnet-jetzt-hat-sich-baerbock-verlaufen_id_259716054.html

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