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Ein Mitarbeiter des US-Militärs soll hinter dem Datenleck stehen

Von Thomas Spang, 13. April 2023, 19:58 Uhr
Ein Mitarbeiter des US-Militärs soll hinter dem Datenleck stehen
US-Datenleck brachte die ukrainischen Truppen unter Druck Bild: APA/AFP/GENYA SAVILOV

WASHINGTON. 21-Jähriger wurde als Verdächtiger in Massachusetts festgenommen, er habe brisante Geheimdienstinformationen veröffentlicht.

Das Video zeigt einen athletischen Mann in seinen 20er-Jahren, der auf einer Schießbahn eine Waffe in der Hand hält. Er stößt ein paar rassistische und antisemitische Beleidigungen aus, bevor er auf ein Ziel feuert. Seine Bewunderer kennen ihn als „OG“, Gründer einer geschlossenen Gruppe von Fans des Videospiels „Minecraft“, berichtet die „Washington Post“. Unzweifelhaft war er der Anführer der Gruppe, die ihm wie einem Erleuchteten gefolgt sei.

Dieser Mann, der beim US-Militär gearbeitet habe, sei nun vom FBI im Bundesstaat Massachusetts festgenommen worden. Das sagte US-Justizminister Merrick Garland am Donnerstag in Washington. CNN zeigte Bilder von der Festnahme im Fernsehen.

Im vergangenen Herbst begann „OG“, seine Onlinegemeinde mit Informationen zu füttern, die er angeblich von seiner Arbeit an einem Standort des Militärs mit nach Hause gebracht hatte. „Ich kam mir so überlegen vor mit dem, was ich wusste und andere nicht.“

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Verwirrspiel

Thomas Spang

Die Geschichte um den „Leak“ an Geheimdokumenten der Amerikaner wird von Tag zu Tag rätselhafter.

von Thomas Spang

Dabei handelte es sich zunächst um angebliche Abschriften geheimer Regierungsdokumente mit vielen Abkürzungen, die er erklärte. Später stellte „OG“ abfotografierte Materialien ein, die unter anderem militärische Satellitenaufnahmen, Lagepläne und Analysen enthielten.

„OG“ sei für ihn wie ein Onkel gewesen, beschreibt ihn einer der Interviewten. Eine Vaterfigur, die strenge Anweisungen über den Umgang mit dem Material erteilt hätte. Das sei die Erklärung, warum über Wochen nichts aus „Thug Shaker Central“ an die breitere Öffentlichkeit gelangt sei. Erst als ein Mitglied der Gruppe am 28. Februar Dokumente in einer anderen, wesentlich größeren Gruppe mit dem Namen „wow_mao“ verbreitete, erreichten sie tausende Discord-Nutzer.

Mit jedem Tag, an dem die Erwartung an eine Frühjahrsoffensive der Ukraine stieg, sickerten mehr Dokumente aus der Gamer-Onlinewelt über den Umweg des rechten „4Chan“-Netzes in den Mainstream von Twitter und Facebook. Vergangenen Donnerstag berichtete die „New York Times“ als Erste über die „Leaks“.

Video: Politologe Mangott über US-Datenleck

Laut der Exklusivgeschichte der „Post“ kennen die Interviewten den Standort und den wirklichen Namen von „OG“. Obwohl die Regierung öffentlich angekündigt hatte, „jeden Stein umzudrehen“, um die Quelle der „Leaks“ zu finden, hat sich bei den Teenagern bisher niemand gemeldet. Sie wollten den Behörden auch nicht helfen, „OG“ zu identifizieren, bevor dieser in Sicherheit sei.

Ein wichtiges Detail findet sich versteckt in der langen Geschichte über den Gründer von „Thug Shaker Central“. Demnach stammt die Hälfte der eingeladenen Mitglieder aus Ländern rund um die Welt. Unter den mehr als zwanzig Fans von „OG“ seien auch Personen aus der Ukraine und Russland gewesen.

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Autor
Thomas Spang
US-Korrespondent
Thomas Spang
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14  Kommentare
14  Kommentare
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lucky890 (2.078 Kommentare)
am 14.04.2023 09:46

Was die Amerikaner aufführen ist doch völlig jenseitig, befreundete Nationen werden ausspioniert, weltweit jedes Jahr hunderte Unschuldige durch Drohnen abgeschossen (sogenannte Kollateralschäden), Kriege durch Lügen vom Zaun gebrochen usw. und so fort. Und dann wundert man sich über den vorhandenen Antiamerikanismus.

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santabag (5.724 Kommentare)
am 14.04.2023 10:18

Aha. Und das machen nur Amerkianer? Russen, Chinesen, Kasachen, Engländer etc. machen das nicht?

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LASimon (10.906 Kommentare)
am 14.04.2023 10:25

Kollateralschäden sind alles andere als erfreulich. Gezielt die Zivilbevölkerung aus der Luft anzugreifen gehört aber in eine ganz andere Schublade - speziell wenn dies in 2 Wellen geschieht: Zuerst werden zivile Gebäude beschosen, und wenn dann die Menschen aus den zerbombten Gebäuden fliehen, kommt die zweite Angriffswelle. Trotzdem höre ich wenig über einen Antirussismus.
Der Antiamerikanismus hat auch nichts mit dem Irak-Krieg des George W. zu tun; er ist viel älter und hat viel mit einem Überlegenheitsdünkel de europäischen Zivilisation zu tun.

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CedricEroll (10.510 Kommentare)
am 14.04.2023 16:44

Ist Lucky gern ein Russenknecht? Bekommen Sie in Rubel oder in Wodka bezahlt? Ich würde auf Wodka bestehen. Da weiß man wenigstens, was man hat an seiner Leberzirrhose..

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Linz2013 (3.022 Kommentare)
am 14.04.2023 17:17

@LUCKY890, USA-Bashing ist hier eher nicht angebracht.

Fast all Staaten haben Geheimdienste, auch Ö hat mehrere:

*) Direktion für Staatsschutz und Nachrichtendienst (DSN)
* Heeres-Nachrichtenamt (HNaA) – Auslandsnachrichtendienst
*) Abwehramt – (AbwA) Militärischer Sicherheitsdienst

Wie der Name schon sagt, besorgt der Auslandsnachrichtendienst Informationen vom Ausland. Ö wird also auch ausländische Personen ausspionieren. Das ist das Ziel von Geheinmdiensten.

Übrigends: Ein Viertel der russischen Spione ist in Österreich stationiert. Wenn Sie gegen die USA wettern, freue ich mich jetzt über Ihre Kommentare zu Russland.

Quellen:

https://www.kleinezeitung.at/politik/innenpolitik/6229159/RussenCity-in-Stadlau_Jeder-vierte-russische-Spion-sitzt-in-Wien

https://kurier.at/chronik/wien/warum-wien-als-drehscheibe-fuer-spione-gilt/402265248

https://kurier.at/politik/ausland/wien-ist-zentrum-russischer-spionage/402314912

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richie (882 Kommentare)
am 14.04.2023 09:09

Einfach nur blöd und dämlich solche Typen.
Denken nicht weiter, als ihre Nasenspitze.
"Büßen" muss es jetzt ein ganzes Volk!

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nichtschonwieder (7.384 Kommentare)
am 14.04.2023 08:21

Noch mehr unsinniges Gewäsch können die Amis kaum mehr verbreiten.
Der "OG", wenn er denn wirklich existiert, kann sich entweder ins Fäustchen lachen oder gleich Suizid begehen.
Denn Guantanamo ist das mindeste, was ihn erwartet.

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LASimon (10.906 Kommentare)
am 14.04.2023 10:18

"OG" heisst mit Klarnamen Teixeira und ist Mitglied der Luft-Nationalgarde.

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CedricEroll (10.510 Kommentare)
am 14.04.2023 16:45

Der existiert so sehr, dass man ihn bereits verhaftet hat. Natürlich eine rechte Dumpfbacke. Was sonst?

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nichtschonwieder (7.384 Kommentare)
am 14.04.2023 17:10

Cedri....
Nein, Kommunist wie ich.
Denn alles ist besser als ein roter Sozenbückling .

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fai1 (5.940 Kommentare)
am 13.04.2023 21:19

Das verstehe ich jetzt nicht ganz?
Das sind doch Faks aus Russland hat zumindest der Herr Sele... wieder einmal reflexartig festgestellt.
Und plötzlich ist es ganz anders.
Eigenartig kann man da nur sagen.

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Linz2013 (3.022 Kommentare)
am 14.04.2023 17:20

@FAI1, viele der geleakten Dokumente gibt es in mehreren Versionen. Es liegt daher nah, dass wer bewusst Falschnachrichten in die Runde bringen wollte, um Zwist zwischen den westlichen Staaten zu schüren.

Wenn Sie sich mit russischen Fake News auseinandersetzen wollen, dann empfehle ich diese ARTE-Serie:

https://www.arte.tv/de/videos/RC-022858/fake-news/

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kpader (11.506 Kommentare)
am 13.04.2023 20:47

Na prima, so gut sind Geheimdaten bei den Amis gesichert. Armes Amerika!

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Linz2013 (3.022 Kommentare)
am 14.04.2023 17:24

@KPADER, das ist nicht nur ein Problem der USA, sondern aller Staaten.

Hier ein Beispiel aus Deutschland vom Dezember 2022:

"Mutmaßlicher russischer Spion im BND enttarnt
Ein Mitarbeiter des Bundesnachrichtendienstes ist in Untersuchungshaft, er soll Geheimnisse an Russland verraten haben. Der Generalbundesanwalt ermittelt. "

Quelle: https://www.zeit.de/politik/2022-12/mutmasslicher-russischer-spion-im-bnd-enttarnt?utm_referrer=https%3A%2F%2Fwww.startpage.com%2F

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