Lade Inhalte...
  • NEWSLETTER
  • ABO / EPAPER
  • Lade Login-Box ...
    Anmeldung
    Bitte E-Mail-Adresse eingeben
    Bitte geben Sie Ihre E-Mail-Adresse oder Ihren nachrichten.at Benutzernamen ein.
gemerkt
merken
teilen

Panikkäufe an Zapfsäulen in Ungarn

Von nachrichten.at/apa, 07. Dezember 2022, 06:31 Uhr
Ungarn Tankstelle
Panikkäufe führten zu dem Treibstoffmangel. Bild: (APA/AFP/ATTILA KISBENEDEK)

BUDAPEST. Treibstoffmangel in Ungarn generierte lange Schlangen an den Tankstellen, wo vor allem der preisgedeckelte billige Kraftstoff ausging.

Laut Medienberichten musste deswegen ein Viertel der Tankstellen vorübergehend schließen. Laut dem ungarischen Erdölkonzern MOL hätten Panikkäufe zu dem Treibstoffmangel geführt. Versorgungslücken waren Wartungsarbeiten in der MOL-Raffinerie in Százhalombatta zuzuschreiben.

Inzwischen hat MOL erneut die Produktion aufgenommen, erklärte György Bacsa, geschäftsführender Direktor von MOL Ungarn, laut Ungarischer Nachrichtenagentur MTI. Doch selbst die volle Kapazität von MOL könnte die Ansprüche des ungarischen Markts nicht decken. Dazu bedürfe es noch 30 Prozent Importe, die quasi völlig verschwunden seien, betonte Bacsa. Da die Regierung im Frühjahr die Treibstoff-Deckelung auch auf Großhandelspreise ausdehnte, sei der größte Teil der Importeure abgeschreckt worden, denn den im Ausland teuer beschafften Treibstoff konnten sie in Ungarn somit nur billig verkaufen.

Nachfrage verdoppelt

Bei einer Pressekonferenz am Dienstagabend gab Kanzleramtsminister Gergely Gulyás das Ende der Preisdeckelung beim Treibstoff von 480 Forint (1,17 Euro) per Liter bekannt. Die neue Verordnung tritt ab sofort in Kraft, zitierte das Onlineportal "hvg.hu". Obwohl Ungarn gegen das am Montag in Kraft getretene Verbot russischer Erdöllieferungen und Sanktionen erfolgreich gekämpft hätte, seien dennoch Versorgungsprobleme beim Treibstoff eingetreten, betonte der Minister. Laut dem Generaldirektor des ungarischen Erdölkonzerns Mol, Zsolt Hernádi, soll der Literpreis bei Benzin 645 Forint und bei Diesel 699 Forint betragen. Dadurch würde das Chaos an den Tankstellen beseitigt, sich der Markt normalisieren und die Importeure würden zurückkehren.

In der vergangenen Woche war die Nachfrage nach Benzin doppelt so hoch wie im Vergleichszeitraum 2021, bei Diesel waren es 150 Prozent. Während im Normalfall der Tagesumsatz an MOL-Tankstellen bei 5 Mio. Liter liegt, betrug er am Dienstag vergangener Woche 8 Mio. Liter, betonte der Direktor.

Ottó Grád, Generalsekretär des ungarischen Verbands für Mineralöl, sagte, der Treibstoffmangel werde so lange bestehen, bis die Preisbremse bei Kraftstoff nicht abgeschafft werde. Die Regierung hatte im November 2021 den Preis für Benzin (95 Oktan) und Diesel auf 480 Forint (1,17 Euro) je Liter gedeckelt.

mehr aus Weltspiegel

Erste private Mondlandung: "Nova-C" offenbar umgekippt

Gericht: Prozess gegen Alec Baldwin für Juli geplant

Verdacht auf Cholera: Mehr als 3000 Menschen sitzen auf Kreuzfahrtschiff fest

Österreichischer Häftling in Afghanistan nach neun Monaten frei

Lädt

info Mit dem Klick auf das Icon fügen Sie das Schlagwort zu Ihren Themen hinzu.

info Mit dem Klick auf das Icon öffnen Sie Ihre "meine Themen" Seite. Sie haben von 15 Schlagworten gespeichert und müssten Schlagworte entfernen.

info Mit dem Klick auf das Icon entfernen Sie das Schlagwort aus Ihren Themen.

Fügen Sie das Thema zu Ihren Themen hinzu.

6  Kommentare
6  Kommentare
Neueste zuerst Älteste zuerst Beste Bewertung
NeujahrsUNgluecksschweinchen (25.602 Kommentare)
am 07.12.2022 10:02

Wenn wegen dem Preisdeckel die Importe ausbleiben, kriegt Orban hoffentlich auch mal eine auf den Deckel!

lädt ...
melden
antworten
LASimon (10.896 Kommentare)
am 07.12.2022 11:12

Und da verlangt die SPÖ einen Preisdeckel für Gas. Den gibt es also nur, wenn der Staat den Marktpreis subventioniert. Und da wirft PRW der Regierung unverantwortliches Schuldenmachen vor!

lädt ...
melden
antworten
glingo (4.901 Kommentare)
am 07.12.2022 12:14

Und warum haben wir in dann beim Strom?
ja weil die Schwarzen Firmen alles mitschneiden

wurde alles nur von den Schwarzen EU Parteien gesteuert es hätte nie einen Gaspreis Erhöhung geben müssen es war zu jeder Zeit genug Gas da.

Die Schwarzen Parteien und die Firmen die hinter der Partei steht haben die Preise nach oben getrieben und Angst geschnürt. Weil sie in Deutschland abgewählt worden sind und das gleiche Droht in Österreich und sie fürchten um die Macht in der EU.
Die Mehrheit der Energie Industrie in Österreich und Deutschland steht in unter Schwarzer Führung.
Und die bangen um ihre Macht.

lädt ...
melden
antworten
gutmensch (16.318 Kommentare)
am 07.12.2022 09:36

Ja, der Orban, der macht was für seine Leut.

20% Inflation, 40% bei Lebensmitteln, kein Treibstoff. Weiter so und Ungarn wird Bulgarien als Armenhaus der EU ablösen.

lädt ...
melden
antworten
Zonne1 (3.574 Kommentare)
am 07.12.2022 09:20

Panikkäufe
oder doch nur hamstern ?

Sind Kanister noch lieferbar?

lädt ...
melden
antworten
Maxi-milian (630 Kommentare)
am 07.12.2022 09:32

In Ungarn braucht man keine Kanister. Ein „Riesen-Koffer“ reicht.

lädt ...
melden
antworten
Aktuelle Meldungen