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Bis zu 100.000 Menschen bei "Lichtermeer für Demokratie" in München

Von nachrichten.at/apa, 11. Februar 2024, 21:53 Uhr
München Lichtermeer für Demokratie
München gegen Rechts: Zehntausende Menschen versammelten sich auf der Theresienwiese.  Bild: (APA/AFP/LUKAS BARTH)

MÜNCHEN. 75.000 bis 100.000 Menschen haben laut Polizei am Sonntagabend in München mit einem "Lichtermeer für Demokratie" gegen Rassismus, Antisemitismus und Hetze demonstriert.

 Manche hatten sich mit Lichterketten behängt, andere trugen Laternen oder Taschenlampen. Die Veranstalter sprachen von 300.000 Teilnehmenden. Die Theresienwiese, im Herbst der Ort des Oktoberfests, erstrahlte in hellem Schein - damit es hell werde in den Köpfen, sagte die Menschenrechtsaktivistin Düzen Tekkal. Sie rief in ihrer Rede zur Einheit für die Demokratie auf und mahnte, sich nicht in Einzelinteressen zu verlieren.

"Riesiges Zeichen gegen rechten Hass"

"Die Verteidigung unserer Demokratie, unserer Werte und unserer Freiheit bleibt ungebrochen stark", kommentierte der Münchner Bürgermeister Dieter Reiter (SPD). Mit der Kundgebung sei von der Landeshauptstadt wieder ein riesiges Zeichen gegen rechte Umtriebe, gegen Hass und Hetze ausgegangen. "Ich habe heute Abend auf der Theresienwiese Menschen jeden Alters und aus ganz unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppen getroffen. Wir haben alle ein Ziel und das macht Mut."

Eindrucksvolle Drohnenaufnahmen zeigen das Lichtermeer: 

Einige hatten ihre Kinder mitgebracht, mancher schob einen mit Lichtern behängten Kinderwagen. "Ich bin hier wegen meiner Kinder, damit die auch in einer Demokratie aufwachsen - und Demokratie ist auch Arbeit, sagte eine Teilnehmerin. "Ich möchte ein Zeichen setzen, in welcher Gesellschaft ich leben möchte - eine Gesellschaft, die so tolerant und weltoffen bleiben soll, wie sie ist", gab eine andere an.

"Die Mehrheit schweigt nicht länger"

Im Aufruf zu der Demonstration, die von Fridays for Future initiiert und von einem breiten zivilgesellschaftlichen Bündnis unterstützt wurde, hieß es: "Wir lassen nicht zu, dass Menschen in unserem Land ausgegrenzt und verfolgt werden. Wir wehren uns gegen Rechtsextremismus und widerwärtige Deportationsphantasien. Die schweigende Mehrheit schweigt nicht länger!"

Bildergalerie: 100.000 Menschen bei "Lichtermeer für Demokratie" in München

"Lichtermeer für Demokratie" in München
"Lichtermeer für Demokratie" in München (Foto: AFP/LUKAS BARTH) Bild 1/15
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Bereits am 21. Jänner hatten in München mehr als 100.000 Menschen demonstriert. Die Veranstaltung musste wegen Überfüllung abgebrochen werden. Damals hatte sich in die Freude über den großen Andrang auch Kritik gemischt, weil in Redebeiträgen Parteien wie CSU, SPD oder Grüne als rechts angeprangert worden waren. Dieses Mal klang zwar Kritik an den politisch Verantwortlichen an, jedoch mit dem Hinweis, dass es um inhaltliche Auseinandersetzung gehe - und man dennoch gemeinsam gegen Rechtsextremismus zusammenstehe. Die Veranstaltung erinnerte auch an eine legendäre die "Lichterkette" von 1992 in München, als nach einer Welle rechtsextremer Gewalt im wiedervereinigten Deutschland mehr als 400.000 Menschen mit Kerzen und anderen Lichtern in München auf die Straße gingen.

"Alles friedlich, alles ruhig"

Für die Veranstaltung auf der Theresienwiese hatten Veranstalter wie auch die Polizei dazu aufgerufen, aus Sicherheitsgründen auf Kerzen oder anderes offenes Feuer zu verzichten. Auch Glasflaschen sollten nicht mitgebracht werden. Alle hätten sich an die Vorgaben gehalten, sagte ein Polizeisprecher zum Abschluss der Veranstaltung: "Alles friedlich, alles ruhig".

Auch an anderen Orten in Deutschland gab es am Wochenende wieder Demonstrationen gegen Rechtsextremismus. So gingen laut Polizei am Samstag bis zu 4.000 Menschen in Itzehoe auf die Straße, in Flensburg waren es etwa 2.500 Menschen. Kundgebungen, bei denen die Polizei eine Teilnehmerzahl im niedrigen vierstelligen Bereich meldete, gab es am Wochenende zudem etwa im baden-württembergischen Sinsheim, in Werne und Fröndenberg in Nordrhein-Westfalen, in Hamburg und im niedersächsischen Einbeck.

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8  Kommentare
8  Kommentare
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Utopia (2.335 Kommentare)
am 12.02.2024 09:19

Die Linken lassen keine Gelegenheit aus, um ihren Hass auf alles was nicht links ist, zum Ausdruck zu bringen. Aber genau das ist das Gegenteil von Demokratie.
Nicht die Linken alleine bestimmen was sich in einer Demokratie durchsetzt. Es sind alle Menschen die mitreden dürfen und sollen. Es ist zutiefst antidemokratisch, nur die eigene Meinung gelten zu lassen.

Jede Gesinnung, die keine andere Meinung gelten lässt als die ihre, ist Diktatur. Das war im NazionalSozialismus so, das war in den Ostblockstaaten so, das gibt es heute noch in vielen Staaten und manche Menschen wünschen sich genau diesen Zustand herbei.

Eine Demokratie funktioniert nur, wenn jeder seine Meinung zum Ausdruck bringen kann. Alle Menschen in einem Land bestimmen dann, wer das Land regiert, nicht allein die Linken. Wenn eine extreme Partei zu mächtig wird, müssen sich die anderen fragen, was ist es, das sie selbst diesen Menschen nicht bieten können? Was suchen so viele Menschen im Extrem?

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Utopia (2.335 Kommentare)
am 12.02.2024 09:20

Eine Demokratie die nicht mit Überzeugung, sondern mit Verboten regieren will, ist keine Demokratie, sondern Diktatur.

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oleschri (33 Kommentare)
am 12.02.2024 13:15

Faschismus ist keine Meinung.

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hasta (2.815 Kommentare)
am 12.02.2024 09:19

Die Demos für die Demokratie und gegen Rechteextremismus sind mir mehr als suspekt, da höchst einseitig. Es gibt auch einen Linksextremismus, dieser wird jedoch verschwiegen. Rassismus und Antisemitismus haben wir zu einem großen Teil importiert. Nun wundern wir uns, dass wir solche Zustände im Land haben. Eigenartigerweise richtet sich der Protest aber nicht gegen diese Personengruppe, sondern gegen Bürgern die nur eine andere Meinung haben.
Was die Demokratie betrifft sollten wir mehr direkte Demokratie von den Politikern einfordern. Nur eine Demokratie die auch die Bürger einbindet und entscheiden lässt, ist eine starke Demokratie. Allerdings muss man auch bereits sein ein demokratisch erzieltes Abstimmungsergebnis zu akzeptieren, egal ob es einem gefällt oder nicht.

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oleschri (33 Kommentare)
am 12.02.2024 13:19

Nicht verschwiegen, aber irrelevant. Außerdem zählt die Statistik schon eine banale Sitzblockade irgendwo zu den "linksextremen" Straftaten. Das ist so lächerlich.

"Bei der politisch motivierten Kriminalität in Österreich überwogen 2020 die registrierten rechten Tathandlungen mit 895 Fällen deutlich die linksextremen Straftaten mit 167."

https://de.statista.com/themen/5337/kriminalitaet-in-oesterreich/

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oleschri (33 Kommentare)
am 12.02.2024 14:22

Vgl. auch Polizeidichtung und Wahrheit.

https://wien.orf.at/stories/3244583/

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tradiwaberl (15.562 Kommentare)
am 12.02.2024 07:15

Wenn 5000 Menschen mit großen teuren Traktoren die Straßen blockieren, dann kommt immer sofort "Das ganze Volk steht auf !!"

Was sagen solche Leute dann bloß, wenn 100.000 Menschen in nur EINER Stadt (und das in 5 Städten gleichzeitig) auf die Straße gehen ???

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il-capone (10.273 Kommentare)
am 12.02.2024 08:50

Ev. sinds Anti- Rrrrrechtskleber ...

Noch sind die Autokraten dort nicht an der Macht, sonst würden deren Milizen aufräumen. 🤔

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