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OÖN Test

OÖN-Test: 3M Minibeamer MPro 110

Von Von Thomas Widter   15. Januar 2009 10:56 Uhr

minibeamer 2

3Ms superportabler Minibeamer zeigt, welches künftige Potential die LCOS/LED-Beleuchtung birgt. Noch sind die Einschränkungen groß.

Es gibt eine alte Regel, die (wie alle Regeln) freilich nicht immer zutrifft, im Falle des „Micro Professional Projector“ von 3M aber durchaus stimmt: Produkte, deren Bezeichnung das Wort „professionell“ einschließt, sind meist alles, nur eines nicht, nämlich für den professionellen Einsatz geeignet.

 

Gerät passt in jede Jackentasche

Auch wenn sein Name schlecht gewählt ist, muss der MPro 110 noch lange kein schlechtes Gerät sein. Der ca. 350 Euro teure Minibeamer ist einer der ersten seiner Art, die auch in Österreich verfügbar sind. (Ein vergleichbares Gerät wird von Texas Instruments angeboten: Optoma Pico, ca. 360 Euro). Der MPro 110 arbeitet mit der neuartigen LCOS/LED-Technologie und ist kaum größer als eine Zigarettenschachtel (11,5 x 5 x 2,2 Zentimeter). Der Beamer ist nur 150 Gramm schwer und passt selbst inklusive der Verbindungskabel in jede Jackentasche.

 

Keinerlei Wartung erforderlich

Die Lebensdauer der Lampe liegt bei ca. 10.000 Stunden, ein Wechsel ist nicht vorgesehen und dürfte auch kaum nötig werden. Das Bildverhältnis beträgt 4:3, die Größe des Bilds variiert je nach Abstand zur Projektionsfläche zwischen 16,3 und 97,5 Zentimeter. Entfernt der Anwender den Beamer weiter als 180 Zentimeter von der Leinwand, lässt sich das Bild nicht mehr korrekt scharf stellen.

 

Komponenten- und VGA-Eingang

Sein Videosignal bekommt der MPro 110 über ein (gelbes) Standard-Komponentenkabel oder ein VGA-Kabel, letzteres bringt Computerbildschirm-Auflösungen von 640 x 480 bis 1024 x 768 in den Beamer. (Die native Auflösung des Beamers liegt allerdings bei 640 x 480.) Zusätzlich zu den beiden Kabeln liefert 3M ein Netzteil mit. Da der eingebaute Akku im OÖN-Test nur eine gute Stunde lang hält (63 Minuten), benötigen Anwender den Netzadapter nicht nur für Ladezwecke.

 

Stark begrenzte Anwendungsmöglichkeiten

Im Test zeigen sich die Grenzen der Anwendungsmöglichkeiten sehr deutlich. Die Leuchtkraft des Beamers kann mit derjenigen heutiger Dia- und Filmprojektoren baubedingt nicht mithalten. Auch die Detailtreue ist nicht die beste: Präsentationen in der Auflösung 1024 x 768 sind nur schwer möglich. Überhaupt ist das Gerät für die Darstellung von Fotos deutlich besser geeignet als für diejenige von Text.

 

Beamer-Technik künftig auch in Handys

Der Minibeamer zeigt allerdings, welches Potential in der LCOS/LED-Technologie steckt. Laut 3M sollen künftig auch Handys mit einem Beamer-Modul ausgestattet werden, bis dahin wird der Hersteller wohl daran arbeiten, den Stromverbrauch und die Hitzeentwicklung (der Beamer wird mehr als handwarm) deutlich zu senken. In der Form des MPro 110 ist die Technik aber noch zu wenig ausgereift, um massentauglich zu sein.

 

Ein Gimmick für echte Technikfans

Fazit: Wer stets die neueste Technologie haben muss, für den ist 3Ms Minibeamer eine spannende Sache. Ein Projektor in dieser Größe ist schließlich ein echtes Novum. Für geschäftliche Einsatzzwecke ist das Gerät allerdings wenig, für spontane private Diashows in verdunkelten Räumen schon deutlich besser geeignet.

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