Lade Inhalte...
  • NEWSLETTER
  • ABO / EPAPER
  • Lade Login-Box ...
    Anmeldung
    Bitte E-Mail-Adresse eingeben
    Bitte geben Sie Ihre E-Mail-Adresse oder Ihren nachrichten.at Benutzernamen ein.

gemerkt
merken
teilen

Zuckersüße Falle: Zu viel Zucker in Keksen für Kinder und Babys

Von nachrichten.at/apa, 28. Februar 2024, 11:10 Uhr
Kinder naschen Kekse Zucker
Viele der für Kinder angebotenen Kekse enthalten zu viel Zucker. Bild: colourbox.de

LINZ/WIEN. 66 Kekssorten, die als Produkte für Kinder und Babys deklariert sind, haben die Konsumentenschützer der Arbeiterkammer (AK) Oberösterreich unter die Lupe genommen. Dabei fanden sie einiges, das als bedenklich gilt.

Etliche sind Zuckerfallen, auf die Altersempfehlungen ist kein Verlass: Das ist das Fazit der Konsumentenschützerinnen und -schützer nach dem Test, den sie die 66 Kinder- und Babykekssorten unterzogen haben. Die Verbraucherschützer raten Eltern, Werbebotschaften und Zutatenlisten kritisch zu prüfen und fordern eine Lebensmittelkennzeichnung auf der Produktvorderseite, "die auch ohne Ernährungsexpertise schnell und leicht verständlich ist".

Zucker und seine Tücken

Zugesetzter Zucker kann die frühkindliche Geschmacksprägung negativ beeinflussen und im späteren Leben ernährungsbedingte Erkrankungen und Übergewicht nach sich ziehen. Bei Kindern unter einem Jahr sollte man generell darauf verzichten, raten Experten. Kinder sollten erst so spät wie möglich mit Haushaltszucker konfrontiert werden, Süßigkeiten etwas Besonderes sein. Diesen Empfehlungen nachzukommen ist angesichts der Supermarktregale, die voll sind mit Naschereien, die mit bunten Verpackungen und süßen Tiermotiven speziell Kinder adressieren, schwierig.

Die gesamten Ergebnisse des Tests lesen Sie hier: 

Download zum Artikel
Kinderkekse im AK-Test

Kinderkekse im AK-Test

PDF-Datei vom 28.02.2024 (4.867,17 KB)

PDF öffnen

Von Diskont bis Bio

Die AK-Konsumentenschützer haben 66 Kekse aus diversen Supermärkten vom Diskonter bis zum Biomarkt sowie aus Drogerieketten unter die Lupe genommen. Zwölf der getesteten Backwerke werden von den Herstellern explizit für Kinder unter einem Jahr beworben. Trotz gegenteiliger Empfehlung war bei drei Produkten klassischer Haushaltszucker zugesetzt, in den restlichen Keksen versteckte sich freier Zucker in Form von Saftkonzentraten oder Reissirup. Eine Kekssorte enthielt sogar über 20 Prozent Zucker - mehr als herkömmliche Butterkekse. Drei Proben beinhalteten zudem Aromastoffe, die in Babykost ebenfalls nichts zu suchen haben sollten.

Zu viel Zucker und Aromastoffe

Kinder zwischen einem und drei Jahren dürfen laut WHO-Empfehlung bis zu 30 Gramm freien Zucker pro Tag aufnehmen, Vier- bis Sechsjährige etwa 35 Gramm. Sieben der getesteten Produkte, die für Kleinkinder ab zwölf beziehungsweise 15 Monate ausgelobt waren, beinhalten laut Testern zwischen knapp zehn und 16 Prozent Zucker. Zehn speziell für Drei- bis Vierjährige konzipierte Produkte bestehen zu 13 Prozent bis etwa einem Drittel aus Zucker. 37 weitere, deren Aufmachung sich zwar an Kinder richtet, aber keine Altersempfehlung ausweist, enthielten zwischen "akzeptablen" 13 und "bedenklichen" 39 Prozent. Konsumieren Vier- bis Sechsjährige eine Portion der süßesten Varianten, nehmen sie damit mehr als ein Viertel der maximal empfohlenen Zuckermenge auf, rechnen die Konsumentenschützer vor.

Auch hochpreisige Produkte in der Kritik

Die Preisspanne der getesteten Kekse lag zwischen 69 Cent und 5,63 Euro pro 100 Gramm. Der Griff zu einem hochpreisigen Produkt nützt in Sachen Zucker wenig, wie ein Blick in die Detailauswertung zeigt. Vielmehr wiesen einige der besonders teuren Kekse sogar einen besonders hohen Zuckergehalt auf.

Für die Konsumierenden ist es schwierig, sich zu orientieren, der Teufel steckt im Detail: Angaben wie "ohne Zuckerzusatz" seien zwar gesetzlich geregelt, bedeuten aber lediglich, dass keine Mono- sowie Disaccharide (etwa Frucht- oder Haushaltszucker) oder süßende Zutaten wie etwa Fruchtsirup oder Honig zugesetzt wurden. Da die Hersteller oft Alternativen wie Fruchtsaftkonzentrate, Dattelpaste oder Trockenobst verwenden, können die Produkte trotzdem sehr viel Zucker enthalten. Die Verbraucherschützer raten daher, einen Blick auf die Nährwerttabelle zu werfen. Dort werde der Gesamtgehalt an natürlich enthaltenem sowie zugesetztem Zucker angegeben.

mehr aus Oberösterreich

Es bleibt kalt: "Wir sind von einem Extrem ins andere gerutscht"

5,7 Millionen Euro Schaden: Prozess um Kryptobetrug in Linz

Als vor 20 Jahren die letzte Stunde für die Zollwache schlug

Katze steckte in Hörsching eine Woche lang in Spalt fest

Lädt

info Mit dem Klick auf das Icon fügen Sie das Schlagwort zu Ihren Themen hinzu.

info Mit dem Klick auf das Icon öffnen Sie Ihre "meine Themen" Seite. Sie haben von 15 Schlagworten gespeichert und müssten Schlagworte entfernen.

info Mit dem Klick auf das Icon entfernen Sie das Schlagwort aus Ihren Themen.

Fügen Sie das Thema zu Ihren Themen hinzu.

1  Kommentar
1  Kommentar
Die Kommentarfunktion steht von 22 bis 6 Uhr nicht zur Verfügung.
Neueste zuerst Älteste zuerst Beste Bewertung
kirchham (2.176 Kommentare)
am 28.02.2024 18:26

Der Zucker nimmt überhand, schaut doch mal was die besonders Jungen Mütter einkaufen viele Fertigprodukte die schnell gekocht sind.

Auch hier hat sich das Verhalten der Menschen geändert.

lädt ...
melden
Aktuelle Meldungen