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18-Jährige zählt in typischem Männerberuf zur Spitze

WAIZENKIRCHEN. Katharina Strasser gewann bei Berufs-EM in Göteborg Silber bei den Landschaftsgärtnern.

Ab durch die Hecke! 18-Jährige zählt in typischem Männerberuf zur Spitze

Katharina Strasser und ihr Teamkollege Gabriel Rauch aus Freistadt mit ihrem Experten und Trainer Ludwig Lorbeer (li.). Bild: EuroSkills

Silber, das wie Gold glänzt, gab es für die Landschaftsgärtnerin Katharina Strasser bei den Berufseuropameisterschaften EuroSkills im schwedischen Göteborg. Die 18-jährige Waizenkirchnerin und ihr Teamkollege Gabriel Rauch mussten sich nur Großbritannien, dem Land der Gartenkunst, geschlagen geben. "Es war eine unvergessliche Erfahrung für mich, bei der Berufs-EM teilzunehmen und Silber zu gewinnen", sagt Strasser. Das Schwierigste sei der enorme Zeitdruck gewesen, unter dem sie im Wettbewerb gestanden sind, betont Strasser, die bei Garten Dobretzberger in Hartkirchen beschäftigt ist. In drei Tagen beziehungsweise 22 Stunden mussten die Teilnehmer eine Betonsteinmauer sowie eine Brücke errichten, pflastern sowie einen Bachlauf gestalten.

Mit ihrem Teamkollegen Gabriel und Trainer Ludwig Lorbeer hat sich Strasser intensiv auf die Berufs-EM vorbereitet. Das hat sich nicht nur mit Silber bezahlt gemacht.

Start bei der Berufs-WM 2017

Strasser und Rauch vertreten Österreich im nächsten Jahr auch bei der Berufs-Weltmeisterschaft 2017 in Abu Dhabi.

Besonders stolz ist natürlich Lehrherr Andreas Dobretzberger auf seine junge Mitarbeiterin. Er kam auch zur Feier des erfolgreichen Teams Austria nach Wien.

Strasser wird mit ihrer Doppellehre als Landschaftsgärtnerin und Einzelhandelskauffrau nächstes Jahr fertig. "Viel lieber als im Verkauf bin ich allerdings auf einer unserer Baustellen", sagt die selbstbewusste junge Dame. In der Berufsschule war die Waizenkirchnerin nur eine von zwei Mädchen, die sich für diesen eher typischen Männerberuf entschieden haben.

Aufmerksam auf den Beruf wurde Katharina Strasser übrigens beim "Girls day", wo Schülerinnen einen Tag lang in sogenannte typische Männerberufe hineinschnuppern können.

Wenn die junge Dame mit dem Grünen Daumen erstmals zu Kunden kommt, merkt sie oft, dass ihr vor allem die Herren des Hauses den Job nicht ganz zutrauen. "Dann heißt es, eine Frau kann doch nicht mit einer Motorsäge umgehen oder eine Flex bedienen", sagt Strasser. Diese Skepsis legt sich aber schnell, wenn sie zu arbeiten beginnt, die Hecken akkurat schneidet, Wege anlegt und pflastert oder Pflanzlöcher für Bäume und Sträucher aushebt. "Wir Frauen haben vielleicht ein bisschen weniger Kraft als unsere männlichen Kollegen, dafür sind wir genauer und haben wesentlich mehr Geduld, wenn es um Feinarbeit geht", ist Strasser überzeugt.

Persönlicher Traumgarten

Ihren ganz persönlichen Traumgarten kann sie zu Hause bei ihren Eltern in Waizenkirchen Stück für Stück verwirklichen. Platz dafür ist ausreichend auf dem Gelände des ehemaligen landwirtschaftlichen Betriebes. "Ich möchte als Nächstes gerne einen Schwimmteich anlegen, das Thema Wasser im Garten reizt mich besonders." Im Gegensatz zu den derzeit im Trend liegenden sehr linear angelegten Gärten bevorzugt die Expertin einen naturnahen Garten, "wo die Pflanzen auch gern verwildern und drauflos wachsen dürfen", sagt Strasser.

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Artikel Michaela Krenn-Aichinger 13. Dezember 2016 - 07:01 Uhr
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