Lade Inhalte...

Weihnachten

Frau Affenzeller und ihre Zwirnknöpfe - Die Auferstehung einer Tradition

Von Renate Stockinger   20. November 2013

Frau Affenzeller und ihre Zwirnknöpfe Die Auferstehung einer Tradition
Seit ihrer Kindheit fertigt Herta Affenzeller Zwirnknöpfe. In Kursen gibt sie ihr Wissen weiter - damit das alte Handwerk nicht ausstirbt.

WINDHAAG BEI FREISTADT. Die ersten Adventmärkte lösen die letzten Martinimärkte im Land ab, Allerorten laufen die Vorbereitungen - auch bei Herta Affenzeller in Windhaag bei Freistadt.

Der gute alte Zwirnknopf. Bekannt so manchem noch von der Bettwäsche der Oma. "Eine Zeitlang", sagt Herta Affenzeller, "war es recht ruhig um die Knöpfe." Doch die Zeit ist vorbei: Seit mit Dirndl & Co. Heimatverbundenheit und Landlust eine neue Hochblüte erleben, kommt die 75-Jährige auch wieder kaum nach mit der Produktion. Jetzt muss sie schauen, dass sie überhaupt alle Termine bis Weihnachten besetzen kann. "Weil ohne Ware kann man nicht auf den Markt fahren."

Dabei geht ihr das Werk ja fast blind von der Hand. Arbeiten kann sie meist ohne Brille. Nach mehr als 30 Jahren, die sie die Spezialknöpfe bereits in Serie fertigt, muss sie nicht mehr lange überlegen. Da geht so was schon von selbst.

Die ersten Knöpfe musste sie fertigen, da war sie gerade einmal zwölf Jahre alt. "So war dazumals die Zeit", sagt sie. Der Vater im Krieg gefallen, da mussten die Kinder mit anpacken bei der Arbeit.

Frau Affenzeller und ihre Zwirnknöpfe Die Auferstehung einer Tradition
Seit ihrer Kindheit fertigt Herta Affenzeller Zwirnknöpfe. In Kursen gibt sie ihr Wissen weiter – damit das alte Handwerk nicht ausstirbt.

Schon seit Jahren fährt Herta Affenzeller mit ihren Knöpfen auf Märkte. Sehr weit fort fährt sie inzwischen aber nicht mehr, sagt sie. "Gleink bei Steyr ist das Weiteste", sagt die 75-Jährige. Da war sie gerade beim Martinimarkt. Weiter geht es in den kommenden Wochen mit Märkten in und um Freistadt. Auch beim von den OÖN präsentierten Adventmarkt in Reichenthal (Samstag, 30. November, und Sonntag, 1. Dezember) wird die Windhaagerin dabei sein.

Kein Markt ist wie der andere

Ein Heimspiel sozusagen. Denn Markt ist nicht gleich Markt, das weiß Herta Affenzeller aus Erfahrung zu berichten. Freundlich seien sie überall, die Besucher. Und doch immer verschieden. In Gleink ist es anders als im Mühlviertel. Nur eines ist gleich: Die Ware muss da sein, dort wie da. Die stillste Zeit des Jahres kommt für Herta Affenzeller später.

Weitere Inhalte:

 

Umfrage: Sind Sie schon in Weihnachtsstimmung?

"In Weihnachtsstimmung bin ich noch nicht. Ich denke, das liegt am Wetter. Aber Weihnachtsmärkte werde ich sicher besuchen, in Eferding und in Grein.“, Katharina Lettner, 33, aus Linz

„Heute habe ich erstmals überlegt, was ich zu Weihnachten schenken könnte. Ich denke, ich werde heuer selbst Sachen basteln. Weiße Keramik zu bemalen, das fände ich eine gute Idee.“, Markus Subramaniam, 26, aus Linz

„Ich bin schon in Stimmung, Zeit dafür ist es ja. Ich arbeite in einem Blumengeschäft, da haben wir gute Musik und es duftet. Ich habe auch schon Kekse gebacken.“, Barbara Nickel, 48, aus Linz

„Ich wäre bereits gerne in Stimmung. Als Kind war das irgendwie leichter. Geschenke habe ich zum Teil besorgt. In Wien, Wels und Linz gehe ich auch sicher auf Märkte.“, Barbara Oppelt, 18, aus Wels
 

Lädt
turned_in

info Mit dem Klick auf das Icon fügen Sie das Schlagwort zu Ihren Themen hinzu.

turned_in

info Mit dem Klick auf das Icon öffnen Sie Ihre "meine Themen" Seite. Sie haben von 15 Schlagworten gespeichert und müssten Schlagworte entfernen.

turned_in

info Mit dem Klick auf das Icon entfernen Sie das Schlagwort aus Ihren Themen.

turned_in

Fügen Sie das Thema zu Ihren Themen hinzu.

mehr aus Weihnachten

2  Kommentare expand_more 2  Kommentare expand_less