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Taliban-Anhänger forderte zum Mord an Frauen auf

02. Oktober 2020, 00:04 Uhr
Taliban-Anhänger forderte zum Mord an Frauen auf
Die Cobra nahm den Afghanen in Wels fest. Die Staatsanwaltschaft hat U-Haft beantragt. Bild: Matthias Lauber

WELS. Ein Afghane wurde nach mehreren Internetpostings in Wels festgenommen.

Seine Identität verbarg der Mann bei seinen Postings hinter verschiedenen Tarnnamen – auch auf politisch sonst wenig genützten Plattformen wie TikTok oder Instagram.

Der Inhalt der Postings war zum Teil schockierend: Der 31-jährige Afghane, der 2012 als Asylwerber nach Österreich gekommen war, soll zum Mord an Frauen aufgerufen und salafistisches Gedankengut verbreitet haben. Konkret soll er die Erschießung einer Frau gefordert haben, weil diese ein Fußballstadion besucht hatte. Zudem habe er dazu aufgerufen, eine andere Frau zu enthaupten und ihre Eingeweide auf der Straße zu verteilen. Der Grund: Sie hatte einen Koran verbrannt.

In Wels wurde der Afghane diese Woche von der Polizeisondereinheit Cobra festgenommen. Verfassungsschützer von Bund und Land seien ihm nach langwierigen Ermittlungen auf die Spur gekommen, heißt es aus der Landespolizeidirektion. "Wir haben hier in den vergangenen Jahren in Kollegen investiert, die den kulturellen Background mitbringen", sagt Landespolizeidirektor Andreas Pilsl. "Wir haben im Landesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung auch jemanden, der Arabistik studiert hat und Farsi spricht."

Untersuchungshaft beantragt

Der 31-Jährige ist bis Donnerstag einvernommen worden. Am Nachmittag hat die Staatsanwaltschaft dann die U-Haft beantragt. Dem Afghanen, der vor acht Jahren nach Österreich gekommen war, werden gleich mehrere Delikte vorgeworfen: unter anderem Mitgliedschaft in einer Terrororganisation, Verhetzung und Aufforderung zum Terrorismus. Der Mann soll sich zur Terrororganisation der Taliban bekannt haben. Diverse Datenträger wurden sichergestellt, sie werden jetzt ausgewertet.

Die Spitze der Landespolitik reagierte am Donnerstag mit drastischen Worten: Bei Terrorismus dürfe es "null Toleranz" geben, sagte Landeshauptmann Thomas Stelzer (VP). LH-Stellvertreter Manfred Haimbuchner (FP) sagte: "Der Terror schwelt auch in Österreich."

Laut dem aktuellsten Sicherheitsbericht wurden 2018 bundesweit 33 Personen wegen Terrorismusdelikten verurteilt. In Oberösterreich hat es laut Polizei zuletzt im Schnitt pro Jahr eine Festnahme aufgrund des Paragrafen 278b – terroristische Vereinigung – gegeben.

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