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VP-Wähler machten in der Region reihenweise blau

Von Hannes Fehringer, 10. Juni 2024, 20:40 Uhr
Irgendwie war die EU-Wahl zumindest in Garsten auch wieder lokal.
I Bild: feh

STEYR. Die Freiheitliche drehten bei der EU-Wahl in den Bezirken Steyr-Land und Kirchdorf das Kräfteverhältnis in 17 "türkis-schwarze" Gemeinden um.

 In Steinbach an der Steyr blieb es am Sonntagnachmittag spannend bis zur Entleerung der letzten Wahlurne. Letztlich behielt die ÖVP mit 316 Kreuzerln für sie gegenüber 315 Stimmen für die FPÖ die Oberhand. Ein Trostpflaster für VP-Bezirksparteiobmann Christian Dörfel, der auch Bürgermeister der Gemeinde ist. Ansonsten bläuten die Wähler den Türkisschwarzen ein, dass sie bei der EU-Wahl in zehn Gemeinden nicht mehr die Vorherrschaft haben.

Nur in St. Pankraz gab es keinen Wechsel, hier hatten die Freiheitlichen schon beim Urnengang vor fünf Jahren mit 37,0 Prozent die Mehrheit errungen, am Sonntag legten sie nochmals 18,3 auf 55,3 Prozent zu. Ein Wert, bei dem sich die Volkspartei vor fünf Jahren noch landauf landab sonnte. "Wie gewonnen, so zerronnen", analysierte Dörfel. Fraglos hat die VP die Wähler, die ihr damals bei einer Begeisterungswelle für Sebastian Kurz zuströmten, wieder an die FP abgegeben. Wie in einem Dominoeffekt sind jetzt Grünburg, Inzersdorf, Kremsmünster, Pettenbach, Ried im Tr., Rosenau, Schlierbach, Spital am Pyhrn und Steinbach am Ziehberg auch EU-Ebene blau umgekippt.

Die SP konnte ihre Hochburgen Kirchdorf ("nur" 0,9 Prozent Verlust), Klaus/P. und Micheldorf wacker verteidigen. Für die Grünen – "wir sind mit einem Kratzer davongekommen", sagt Bezirkssprecher Otto Bauer – war auch Schönes dabei: 13,2 Prozent in Schlierbach, wo auch die Neos mit 10,3 Prozent Zuspruch fanden.

Stadt Steyr bleibt rot

Im Wahlkampf stattete Andreas Schieder als einziger Spitzenkandidat der Stadt Steyr eine Visite ab, viel unter die Leute kam der SP-Listenführer bei einem Besuch der Stadtbetriebe aber nicht. Die FP holte bei der EU-Wahl mächtig auf, kam dann aber doch mit 6,2 Prozent Rückstand hinter der SP zu stehen, die um 5,4 auf 32,9 Prozent verlor und vorne blieb. Kulturstadträtin Katrin Auer (SP) hat als Spitzenkandidatin für die Nationalratswahl den Vorsatz gefasst, den ganzen Sommer, nur ein paar Ferientage ausgenommen, insbesondere mit Mundpropaganda die Vorzüge der Sozialdemokraten zu verbreiten: "Zuhören und ernst nehmen, was die Menschen für Sorgen haben", lautet die Lehre, die sie aus dem von einigen Lichtblicken abgesehen nicht berauschenden Wahlergebnis zieht. Immerhin haben die Sozialdemokraten das Kräfteverhältnis bei der EU-Wahl in Weyer und Losenstein zu ihren Gunsten umgekehrt – weg von der VP.

Was den Freiheitlichen in großen Stücken ebenfalls im Bezirk Steyr-Land gelungen ist: Auf der Landkarte gab es vor fünf Jahren noch keine einzige Gemeinde, in der die Freiheitlichen die EU-Wahl gewonnen hätten, seit Sonntagabend ist der schwarze oder türkise Anstrich von Bad Hall, Aschach an der Steyr, Garsten, Laussa, Maria Neustift, Pfarrkirchen bei Bad Hall und Ternberg übertüncht und neu blau eingefärbt. In Bad Hall leuchtet dabei auch ein pinker Tupfer hervor: 10,6 Prozent für die Neos sind in einer Kurstadt am Land eine beachtliche Sache. Und bei den Grünen darf sich Landesrat Stefan Kaineder über ein geglücktes Heimspiel in Dietach freuen: 13,9 Prozent der Stimmen heißt so viel, wie wenn vor dem Urnengang bei den Grünen nichts gewesen wäre.

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Autor
Hannes Fehringer
Lokalredakteur Steyr
Hannes Fehringer

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1  Kommentar
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RUNGHOLT (221 Kommentare)
am 13.06.2024 12:06

Frau Auer lebt in der Vergangenheit und nicht im jetzt,leider hat sie keine Ahnung von Kultur,aber von Geschichte. Vom Museum zum Kulturstadtrat.
das geht nur in Steyr :-)

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